FreeSync, Adaptive Sync oder G-Sync

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    Gibt es hier jemanden, der Edius in Verbindung mit Adaptive Sync, AMD FreeSync oder Nvidia G-Sync benutzt?
    Wenn ja, würden mich praktische Erfahrungen interessieren.

    Zur Erklärung: Das sind alles Verfahren, die eine Ausgabe mit variabler Framerate an den Monitor erlauben. Im Idealfall sollte man also 50 oder 60 fps ohne Microruckler und ohne Tearing taktgenau sehen können; im besten Fall würde das sogar eine spezielle Video-Ausgabekarte wie Spark erübrigen. Allerdings müssen sowohl Monitor als auch Grafikkarte das jeweilige Verfahren unterstützen; es klappt bisher noch nicht markenübergreifend und hat auch sonst noch Einschränkungen (z. B. sollen die bisherigen Geräte noch nicht mit Frameraten unter 30 fps funktionieren).
    Die Verfahren werden hauptsächlich für Gamer beworben. Erfahrungen aus dem Videobereich (Schnittprogramme und Player) gibt es recht wenige - obwohl der Einsatz dort durchaus interessant erscheint.
  • Falls es jemanden interessiert:
    Ich konnte FreeSync inzwischen ausprobieren, und zwar mit einer Radeon RX460 Grafikkarte in Verbindung mit einem Monitor LG 24UD58-B (beide FreeSync-fähig).

    Ich konnte verifizieren, dass FreeSync im Prinzip für die Video-Wiedergabe funktioniert: Der standardmäßige Videoplayer von Windows 10 ("Filme & TV"-App) unterstützt es und erlaubt bei bestimmten Frameraten tatsächlich eine ruckelfreie Darstellung (getestet mit meinen bekannten Frameraten-Testvideos).
    Es funktioniert grundsätzlich nur im Vollbild-Modus und nur mit Frameraten zwischen 30 und 60 fps (das sind bekannte Einschränkungen von FreeSync). Nach Start des Videos dauert es zudem einige Sekunden, bis sich das System "einruckelt", d. h. die ersten 4 bis 5 Sekunden der Wiedergabe zeigen noch Microruckler. Danach aber werden 50p- und 60p-Videos tatsächlich ruckelfrei wiedergegeben - also auch ohne die gelegentlichen Microruckler, die man selbst mit 60-fps-Video auf 60-Hz-Computermonitoren normalerweise hat.
    Nur gelegentlich klappt es aus unbekannten Gründen nicht, und die FreeSync-Synchronisierung kommt auch nach Minuten noch nicht zustande; womit das zusammenhängt, habe ich nicht rausfinden können. Die Sache ist also noch ziemlich wackelig. (Übrigens berichten auch Gamer, dass bei ihnen FreeSync gelegentlich versagt. Der Fehler ist also nicht auf Videoplayer beschränkt und auch nicht speziell auf meine Geräte.)

    Mit anderen Videoplayern, die ich im probiert habe (VLC, Windows Mediaplayer) sowie mit der YouTube-Wiedergabe in Browsern (Firefox, Chrome) klappt es überhaupt noch nicht.
    Auch auf die Videodarstellung in Edius hat FreeSync noch keinerlei Auswirkung.
    Woran das liegt, weiß ich nicht. Mag sein, dass die Software ausdrücklich FreeSync unterstützen und/oder die Videos in einer bestimmten Weise an die Grafikkarte reichen muss, damit es klappt. Für niedrigere Frameraten wäre außerdem eine Verdoppelung nötig (z. B. von 24 auf 48 fps), damit man überhaupt in den Arbeitsbereich von FreeSync kommt.

    Also so richtig praxistauglich für Videozwecke ist die Sache noch nicht. Das erklärt vielleicht auch, warum die Hersteller in ihrer Werbung bisher nur vom Gaming sprechen und das Thema Video weitgehend ausklammern.
    Aber es zeigt immerhin, wohin die Reise gehen könnte. Wenn die Technik weiterentwickelt würde, so dass sie zuverlässig arbeitet, auch Frameraten unter 30 fps unterstützt sowie die Beschränkung auf den Vollbildmodus wegfallen würde, könnte das die Zukunft der Video-Vorschau sein.