Wie richtig mit Sequenzen arbeiten?

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  • Wie richtig mit Sequenzen arbeiten?

    Bei einem größeren DV-Projekt arbeite ich gerade das 1. Mal mit Sequenzen und habe da ein Problem:

    Zuerst habe ich die Clips von mehreren Bändern importiert und auf der Timeline angeordnet, getrimmt usw.... (Sequenz 1).
    Dann habe ich die Timeline mit Sequenzmarken aufgeteilt und dann von links nach rechts eine Sequenz nach der anderen mit in und out markiert und "als Sequenz zu Bin hinzufügen" durchgeführt (1-14).

    Dann habe ich eine Sequenz "Neue Reihenfolge" aufgemacht und darin die Sequenzen 1-14 neu sortiert hintereinander angeordnet.



    Wenn ich diese Timeline zwischen in und out als Datei exportiere, bekomme ich ein Video in der gewünschten Neuen Reihenfolge.

    Jetzt das Problem:
    Wenn ich diese Timeline zwischen in und out auf DVD exportiere, also brenne, ist auf der DVD die Reihenfolge die ursprüngliche wie in Sequenz 1.

    Was mache ich falsch?

    Gruß
    Anne
  • Hallo Anne:
    Schau nach, ob Du im DVD Creator die richtige Sequenz definiert hast:



    Wenn nicht, dann hier den Sequenznamen löschen > Sequenz hinzufügen (und richtige Sequenz wählen).
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GIGABYTE GeForce GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
    - WIN-10/64 PRO, Firefox, DropBox, ImageBurn, PhantomDrive
    - EDIUS-9.31(4196), Mercalli-2 und 4, NeatVideo, NewBlue ChromaKeyPro, Audacity, Adobe Photoshop, Cyberlink Power-DVD, Movavi VideoConverter Premium, RESOLVE-15, Adobe InDesign, andere diverse System- und AV-Tools
  • Danke Kurt.

    Da ich bisher nicht mit Sequenzen, bzw. nur mit Sequenz1 gearbeitet habe, ist mir das nicht aufgefallen, dass man im DVD Creator noch die richtige Sequenz eingeben muss - ich dachte, es würde automatisch die geöffnete Sequenz/Timeline exportiert.

    Gruß
    Anne
  • Hallo Anne:
    Das heißt also, es funktioniert jetzt (?).
    kurt
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  • Hi Anne,

    nur mal als Anregung meine Vorgehens-/Umgangsweise mit Sequenzen:
    1. Bei Beginn des Projektes überlege ich mir eine auf den Filminhalt basierende sinnvolle Einteilung in kurze Abschnitte = die späteren DVD-Kapitel.
      Das könnten z.B. bei einem Reisebericht die einzelnen Tage, oder bestimmte wichtige Sehenswürdigkeiten, bei einer Aufführung einzelne Akte, Musikstücke oder Auftritte sein.
    2. In der Bin lege ich i.d.R. eine Ordnerstruktur an, die dieser Einteilung entspricht. Die Clips werden dann auf die einzelnen Ordner = Kapitel verteilt, was einer besseren Auffindbarkeit dient.
    3. Für jeden dieser Abschnitte/Kapitel erzeuge ich eine eigene Sequenz. Die Bearbeitung der TL wird dadurch übersichtlicher, da diese (Kapitel-)Sequenzen naturgemäß wesentlich kürzer sind als die spätere Gesamtsequenz.
      Insbesondere bei Sequenzen mit mehreren Spuren wird so auch die Gefahr verringert bei der Bearbeitung ungewollte Fehler - z.B. durch (nicht) Verschieben von Clips die auf einer anderen Spur liegen - einzubauen.
    4. Zum Abschluss werden die Einzel-(Kapitel-)Sequenzen in einer Gesamtsequenz gesammelt.

    Auf die gleiche Weise (als "Unter"-Sequenz) lassen sich auch innerhalb der Kapitel-Sequenzen komplizierte Strukturen (z.B. aufwändige Titel oder Effekte) vor unbeabsichtigten Änderungen schützen.

    Soll wie gesagt nur mal als Anregung für eigene Überlegungen dienen.

    Gruß
    Peter
    ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
  • gurlt schrieb:

    Hi Anne,
    nur mal als Anregung meine Vorgehens-/Umgangsweise mit Sequenzen:
    Bei Beginn des Projektes überlege ich mir eine auf den Filminhalt basierende sinnvolle Einteilung in kurze Abschnitte = die späteren DVD-Kapitel.
    Das könnten z.B. bei einem Reisebericht die einzelnen Tage, oder bestimmte wichtige Sehenswürdigkeiten, bei einer Aufführung einzelne Akte, Musikstücke oder Auftritte sein.
    In der Bin lege ich i.d.R. eine Ordnerstruktur an, die dieser Einteilung entspricht. Die Clips werden dann auf die einzelnen Ordner = Kapitel verteilt, was einer besseren Auffindbarkeit dient.
    Für jeden dieser Abschnitte/Kapitel erzeuge ich eine eigene Sequenz. Die Bearbeitung der TL wird dadurch übersichtlicher, da diese (Kapitel-)Sequenzen naturgemäß wesentlich kürzer sind als die spätere Gesamtsequenz.
    Insbesondere bei Sequenzen mit mehreren Spuren wird so auch die Gefahr verringert bei der Bearbeitung ungewollte Fehler - z.B. durch (nicht) Verschieben von Clips die auf einer anderen Spur liegen - einzubauen.
    Zum Abschluss werden die Einzel-(Kapitel-)Sequenzen in einer Gesamtsequenz gesammelt.
    Auf die gleiche Weise (als "Unter"-Sequenz) lassen sich auch innerhalb der Kapitel-Sequenzen komplizierte Strukturen (z.B. aufwändige Titel oder Effekte) vor unbeabsichtigten Änderungen schützen.
    Soll wie gesagt nur mal als Anregung für eigene Überlegungen dienen.
    Und das ist auch genau meine Vorgehensweise, die ich schon seit meinen frühesten Premiere Pro-Tagen praktiziere und später dann natürlich in Edius übernommen und weitergeführt habe !!!
    Die von mir oben fett markierte Zeile muss man schon deswegen empfehlen, weil es in Edius (im Gegensatz zu Premiere Pro) leider nicht möglich ist, Clips in der BIN zu markieren, um sie in den - im Projekt vorhandenen - Sequenzen zu suchen.
    Unabhängig davon sehe ich es auch als intuitiv und logisch zweckmäßig an, so vorzugehen:
    Die Daten (Clips, Sequenzclips, Bilder usw.) befinden sich dann bei den "Prozessen" (in Edius die Sequenzen), also dort, wo sie hingehören.
    // Den Prozessen (Programmen, Modulen, Funktionen) in der IT-Welt entsprechen in Edius die Sequenzen - dort "tut sich was". Und womit sich da was tut, das repräsentieren die Daten, vulgo Clips...
    Gruß von diesem kleinen Ausflug in die Philosophie der Strukturierung - kurt
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  • Hallo gurlt,

    gurlt schrieb:

    Soll wie gesagt nur mal als Anregung für eigene Überlegungen dienen.

    Kompliment für die Wiedergabe deiner Arbeitsweise. Solche Tipp's gibt nicht jeder gern weiter, denn dahinter steckt viel Zeit und Lehrgeld.
    Bis auf die Ordnerstruktur in der BIN gleicht es meiner Arbeitsweise, das mit der BIN werde ich übernehmen.

    Es macht sich ganz gut einen Urlaubsfilm, der ungeschnitten 4 Stunden ist, in mehrere Sequenzen nach Kriterien aufzuteilen.
    Es ist nicht nur übersichtlicher, sondern die Arbeit ist angenehmer, weil ich dabei immer einen Teilabschluss eines Projektes in Form einer abgeschlossenen Sequenz von 5 bis 20 min habe und mit der nächsten beginne.
    Das Ende mit der Arbeit einer diesen Sequenzen ist absehbar und dies macht daher mehr Freude, als wenn alle Clips in eine einzige scheinbar unendlichen Sequenz von mehreren VA-Spuren mit diesen 4 Stunden lege.
    Die Arbeitsweise von @gurlt ist eine Einarbeitung wert.

    Gruß
    Gerd
    GA-Z97-HD3, i5-4670, 16 GB PC3-2800 RAM, Firepro V3900, SSD Samsung EVO, Win 7 64-Bit, HD-Spark
    GA-EP45-UD3P, Q9550S, 8 GB PC2-1066 RAM, Firepro V3900, SSD Transcent 370, Win 7 64-Bit, HD-Storm
  • Nun, ich arbeite genauso. Schön zu wissen, dass es andere auch als günstig betrachten.

    Ich ordne vor Beginn eines Projekts alle Clips bereits auf der Festplatte in dort angelegte Ordner für die späteren Sequenzen.
    Sobald diese gefüllt sind, ziehe ich die gesamte Ordnerstruktur mit einem Mal in die Bin.
    Dann habe ich mit einem Ruck alle Clips sequenzweise geordnet in der Bin.
  • Etwas habe ich noch vergessen, ist für Neueinsteiger interessant.

    Die als Beispiel von mir angegeben Clips in der Länge von 4 Stunden befinden sich am Anfang tatsächlich in einer Sequenz, sozusagen als Vorschau, wenn ich über Edius aufgenommen habe.
    In diese ellenlangen Sequenz lade ich auch meine selbst erstellten Einstellungen der Effekte je nach dem benutzten Camcorder (Farbabgleich, 3-Wege-Korrektur und YUV-Kurve).

    Erst nach dieser Zuweisung der Effekte "trenne" ich die Sequenz durch Kopieren in die einzelnen (neuen) Sequenzen auf.
    Am Ende lösche ich die ellenlange Sequenz.

    Für die einzelnen Sequenzen verwende ich dann ebenfalls oder gegebenfalls eigene Einstellungen von Mercalli V2 und auch wenn nötig die vom Layouter.
    Die mitkopierten Effekte werden manchmal, aber nur wenn nötig, innerhalb einer von diesen vielen neuen Sequenzen verfeinert.

    Guß
    Gerd
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