Timeline Sequenz

    • Hi,

      ich vermute mal, Du meinst Timeline-Sequenzclip und Sequenzclip?

      Die Timeline in einem Projekt wird als "Sequenz" bezeichnet und liegt in der BIN als Timeline-Sequenzclip - in der BIN haben diese die Kennzeichnung '3 waagerechte "Balken" unterbrochen von einem "Timeline-Cursor"'.

      Ein Sequenzclip ist etwas anderes und hat in der BIN die Kennzeichnung '3 waagerechte "Balken"' (also ohne "Timeline-Cursor").
      Es handelt sich dabei sozusagen um eine Art "Zusammenfassung" mehrerer Elemente in einem Clip. Sequenzclips entstehen z.B. wenn Du eine Animation aus (Einzel-)Standbildern importierst, oder bei bestimmten anderen Importvorgängen - Playlisten, oder Dateien, die zusammengefasst wurden. Eine weitere Möglichkeit ist es mehrer Clips in der BIN zu markieren und als Sequenzclip zusammenzufügen. Die Elemente in diesen Sequenzclip werden wie ein Element behandelt - z.B. beim Verschieben.

      Nicht zu verwechseln ist das aber mit "Verschachtelungssequenzen".
      Das wiederum ist ein Timeline-Sequenzclip (z.B. der Sequenz "A"), der als Clip auf einer Spur einer anderen Timeline (der Sequenz "B") liegt und dort (in Sequenz "B") zunächst wie ein ganz normaler Clip behandelt wird.
      D.h. eine Bearbeitung in der Sequenz "B" wirkt sich nur auf den Timeline-Sequenzclip der Sequenz "A" aus, nicht auf dessen Inhalt. Klickst Du jetzt in der Sequenz "B" auf den Timeline-Sequenzclip der Sequenz "A" öffnet sich die Sequenz "A" und du kannst diese Timeline (also den Inhalt des Timeline-Sequenzclips) bearbeiten.
      Sowas macht man z.B. um komplizierte Konstrukte gegen versehentliche Veränderungen durch die Bearbeitung der "höheren" Timeline (in unserem Fall Sequenz "B") zu schützen. Manche sprechen da auch von "Containern".

      Ok?

      Gruß
      Peter
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • Workflow Sequenzen bzw. Clip teilen

      Servus Peter, vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort. Ich glaube, ich kann deine Erklärungen verstehen. Ich habe sämtliche Edius Workshops DVD's durchforstet und in keiner dieser DVD's fand ich konkrete Beispiele zum Thema Timeline Sequenz *clip*. Vielleicht habe ich das auch übersehen.
      Ich wäre sehr interessiert an einen Workflow der folgendes beschreibt:
      Ausgangspunkt: ein USB Stick mit digitalisierter (analogen Bänder) AVI Datei mit einer Laufzeit von ca. 100 Minuten oder auch größer
      Dieser Clip wird in verschiedene Teilclips (=Kapitel) geschnitten. Jedes Kapitel hat Unterkapitel (=Sequenz?)
      Mein Ziel: a) jedes Kapitel bzw. Unterkapitel als eigenständige Datei, die wenn notwendig als Kurzfilm gezeigt werden kann.
      b) und natürlich ein Endprodukt als Gesamtfilm
      Ich freue mich über jeden Hinweis. Danke im voraus.
      mit besten vorweihnachtlichen Grüßen
      aus Niederbayern
      Robert



    • waldfreund schrieb:

      Ich habe sämtliche Edius Workshops DVD's durchforstet und in keiner dieser DVD's fand ich konkrete Beispiele zum Thema Timeline Sequenz *clip*.

      :D :D :D Tja, da wäre dann evtl. das Edius Handbuch (u.a. Bearbeitungsfunktionen > Sequenzen) hilfreich gewesen. :feel:

      Zum Workflow:
      1. in Edius ein Projekt anlegen - hinsichtlich der Projekteinstellungen kommt es darauf an, wie das Material digitalisiert wurde und als was Du es ausgeben willst, ich gehe jetzt mal davon aus, SD und Ziel eine DVD;
      2. in der BIN 'Clip (bzw Datei) hinzufügen' = Symbol offener Ordner, Kontextmenü in der BIN, Tastenkombination [Strg] + O (Buchstabe, nicht Null), oder Menü 'Datei > Clip hinzufügen'
      3. den Film (die .avi-Datei auf dem USB-Stick) auswählen, dieser wird in das Projekt übernommen und in der BIN wird ein Clip für den Film angelegt;
      4. diesen Clip kannst Du dann auf der Timline (also in einer Sequenz :D ) bearbeiten.

      So, und jetzt beginnt vermutlich das Problem.
      Leider gibt es - wie ich grade aktuell mit einem anderen Problem feststellen musste - in Edius gewisse Einschränkungen bei der Erstellung einer DVD mit Bordmitteln. Hans (Moderator 2) hat das hier sehr ausführlich erklärt.

      Du kannst also mit einer in Edius erstellten DVD oder BD
      • entweder einen Gesamtfilm mit Kapiteln nacheinander abspielen (dazu den Clip auf eine Sequenz legen und entsprechende Marken für das Kapitel setzten);
      • oder mehrere einzelne Filme (ggf. mit Unterteilung in Kapiteln) abspielen, mit jeweils Rücksprung (auf den 1. Button) im Titelmenü (dazu für jeden "Kurzfilm" eine eigene Sequenz anlegen, jeweils deinen Clip rauf und entsprechend schneiden).

      Die in solchen Fällen manchmal angewendetete "Hilfskrücke" 2 Versionen des Films auf die DVD zu brennen (1x als durchlaufenden Film, 1 x als einzelne Kurzfilme) ist nicht sehr schön und auf Grund den Kapazität bei der von Dir angegebenen Laufzeit von 100 min. auch nicht möglich.

      Du müsstest Dich also für eine der Varianten entscheiden.
      Oder Du nimmst auch das mir in o.a. Beitrag von 'Matsch' empfohlene Programm Sony DVD Architect Studio (oder Pro), bzw. ein anderes Programm zur DVD Erstellung, das sowas kann.
      Auch ich bin inzwischen von Architect vollkommen überzeugt worden. Du kannst es bei Sony kostenlos als Testversion für 30 Tage herunterladen.




      Gruß
      Peter
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • waldfreund schrieb:

      Ausgangspunkt: ein USB Stick mit digitalisierter (analogen Bänder) AVI Datei mit einer Laufzeit von ca. 100 Minuten oder auch größer
      Dieser Clip wird in verschiedene Teilclips (=Kapitel) geschnitten. Jedes Kapitel hat Unterkapitel (=Sequenz?)
      Mein Ziel: a) jedes Kapitel bzw. Unterkapitel als eigenständige Datei, die wenn notwendig als Kurzfilm gezeigt werden kann.

      Ist so nicht falsch. Ich schneide nach Szenen vor und nur die Zusammenfassung der Szenen nach dem Aufnahmeort würde ich als Kapitel bezeichnen.
      Am Anfang lege ich alles auf eine Sequenz damit ich auf alle Clips meine voreingestellten Effekte anwenden kann.
      Danach erfolgt die Zusammenfassung und die Trennung der Szenen nach Kriterien, Z.B. Aufnahmeort, und diese werden auf neue Sequenzen innerhalb des Projektes gezogen.
      Die ursprüngliche Sequenz nach Verschieben aller Dateien gelöscht.

      Z.B. hat das Projekt mit den Namen Urlaub Bayern 2002 die Sequenzen Höllental, Karwendel, Zugspitze usw.
      Diese einzelnen Sequenzen innerhalb des Projektes lassen sich als Kapitel unter Edius brennen.

      Andererseits kann ich die einzelnen Sequenzen exportieren als MPEG-2 oder Mpeg-4, kommt nach eigener Erfahrung besser an.
      Diese 5-10 oder 15 min langen Clips auf Mediaplayer oder gar von USB-Stick werden eher angeschaut als 120 min oder länger auf DVD oder Blu Ray trotz Kapitelmenü.
      In der Kürze liegt die Würze, es hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun.

      Alte VHS-Aufnahmen sehen auf Tablett 10,1" gegenüber TV über 46" relativ gut aus und dann wird aus der Vorschau die Sequenz nach Aufnahmeort mit den einzelnen Clips + Blende ausgewählt und angeschaut.
      Wenn die Sequenzen nach Aufnahmeort einzeln vorliegen, kann ich gut nach diesem Ort die anderen Jahre 2005, 2008 usw. zum Vergleich durchzippen (die Familie + Kind ist älter geworden).

      Es gibt u.a. von @gurlt vorgeschlagen noch viele Möglichkeiten.

      Gruß
      Gerd
      GA-Z97-HD3, i5-4670, 16 GB PC3-2800 RAM, Firepro V3900, SSD Samsung EVO, Win 7 64-Bit, HD-Spark
      GA-EP45-UD3P, Q9550S, 8 GB PC2-1066 RAM, Firepro V3900, SSD Transcent 370, Win 7 64-Bit, HD-Storm