AVCHD für Youtube wandeln für beste Bild- und Tonqualität

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  • beiti schrieb:

    Sicher nicht bei YouTube, denn eine GOP-Länge von 1 würde YouTube bestimmt nicht beibehalten

    ich habe damit doch nur gesagt, dass der Wert 1 die beste Qualität liefert, weil dann nur I-Frames verwendet werden; eifach um IDR zu erklären.
    Kein Anwender wird bei h.264 den Wert auf 1 stellen ...... ?(
    Das YouTube jeden Clip immer neu codiert - unbeeinflussbar - ist doch bekannt.
    Gruß
    Erich

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  • Wie dem auch sei, nach den Erfahrungen von VideoAktiv kommt es bei der richtige Wahl der Länge der Group of Picuters (GoP) weniger zum Ruckeln. Empfohlen wird ja auch in der Youtube Hilfe: "GoP entspricht der halben Frame-Rate".

    Darüber hinaus wird in dem Video von VideoAktiv bei Minute 2:48 von Joachim Sauer empfohlen, dass zwischen den einzelnen I-Frames immer die Bildfolge PPB kommen soll.

    (Etwas verwirrend finde ich aber, dass in dem Video zuvor bei Minute 2:15 eine Bildfolge BBP zwischen den I-Frames gezeigt wird.)

    Mich würde jedenfalls interessieren, wie das in Edius eingestellt werden kann.
  • Inzwischen habe ich im Video-Aktiv-Forum 2 wichtige Informationen bekommen.
    Nach den Erfahrungen von Joachim Sauer verhält es sich so:

    1. Youtube schickt zwar jedes Video einmal durch den Encoder - dass es aber unterschiedlich stark bearbeitet wird, darauf deutet folgendes hin:

    Wenn man die im Video genannten Bedingungen erfüllt, stellt YouTube das Video nahezu in Echtzeit bereit. Es wird wahrscheinlich nicht viel mehr wie der Header geändert und das Video für das Downscaling für kleinere Wiedergabegrößen aufbereitet.

    2. Zur Gop-Struktur in Abhängigkeit zu GOP-Länge: videoaktiv.de/forum/threads/38…7912&viewfull=1#post27912

    Gruß
    Anne
  • Ich habe jetzt eine kurze Testdatei in 1080/50p erstellt, sie in drei Codier-Varianten zu YouTube hochgeladen und die jeweils größen YouTube-MP4-Videofiles zur Analyse wieder runtergeladen.
    Leider habe ich hier einen Internetzugang mit sehr begrenzter Hochlade-Rate, daher habe ich den Clip auf 25 Sekunden beschränkt. Wer mag, kann das ja auch mit längeren Clips probieren - evtl. auch mit anderen Encodern, die mehr Einstellmöglichkeiten bieten als Edius.

    Versuch 1
    Wie empfohlen mit IDR-Intervall 25 (B-Bild kann man dann nur auf 1 stellen), 12 Mbps und variabler Bitrate.
    Die Größe der Datei mit Ton war 37,3 MB (davon Ton ca. 1,2 MB). Die größte von YouTube erzeugte MP4 kommt auf 12,1 MB (ohne Ton).

    Versuch 2
    Als Gegenstück habe ich nun das IDR-Intervall auf 30 und das B-Bild auf 2 gestellt. Der Rest blieb gleich.
    Die Größe der Datei mit Ton war jetzt 38,1 MB (davon Ton ca. 1,2 MB). Die größte von YouTube erzeugte MP4 kommt auf 12,2 MB (ohne Ton).

    Versuch 3
    Da YouTube offenbar alles auf ca. 4 Mbps und konstante Bitrate eindampft, habe ich das nun gleich beim Erzeugen so eingestellt. Rest wie bei Versuch 1.
    Die Größe meiner Datei mit Ton war nun 13,4 MB (davon Ton ca. 1,2 MB). Die größte von YouTube erzeugte MP4 kommt auf 12,1 MB (ohne Ton). Das ist nun nah am Original dran, aber laut den MediaInfo-Daten wurde die Datenrate zumindest noch leicht verringert (und der Differenzfilter in Edius zeigt nach wie vor Abweichungen).

    (Die vollständigen Edius-Exporteinstellungen stehen in der jeweiligen Beschreibung.)

    Also den Trick, wie man die Nachcodierung durch YouTube verhindert oder minimiert, habe ich noch nicht gefunden.
    Es könnte sein, dass die Verarbeitungszeit durch YouTube bei Versuch 2 tatsächlich etwas länger war als bei Versuch 1 und 3, aber das ist aufgrund des insgesamt kurzen Clips nicht eindeutig zu sagen.
    Was die Qualität beim Abspielen in Firefox (1080p50) angeht, sehe ich keine Unterschiede.

    Die von mir erzeugten Clips stelle ich auch im Original zur Verfügung, falls jemand sie vergleichend analysieren möchte. Hier der Link (ZIP 88,8 MB).

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von beiti ()

  • beiti schrieb:

    Es könnte sein, dass die Verarbeitungszeit durch YouTube bei Versuch 2 tatsächlich etwas länger war als bei Versuch 1 und 3, aber das ist aufgrund des insgesamt kurzen Clips nicht eindeutig zu sagen.
    Lobenswert, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, aber Du sagst ja selber, dass dieser Test nicht sehr aussagekräftig ist. Wieviel eine GOP-Optimierung bringt, hängt wohl auch vom jeweileigen Ausgangsmaterial ab.

    Rübezahl hat bei seinem Material eine Verbesserung festgestellt. Ich lade derzeit nichts auf Youtube (und habe gerade auch keine Zeit für Tests), aber wenn es mal wieder ansteht und es mir auf gute Qualität ankommt, werde ich die Empfehlungen von Videoaktiv nutzen (auch die mit der Datenrate), denn die werden da schon einiges getestet haben, bevor sie darüber berichten.

    Wenn Du Dir schon die Mühe gemacht hast: Vielleicht könntest Du ja Deinen Test im VA-Forum berichten, vielleicht kommt da noch was an Erkenntnissen dazu.
  • Hallo allesamt,

    DAS ist ja mal wieder im Grunde ein Gespräch unter Experten und unsereins versteht nichts.
    Eigentlich ist die Frage doch einfach: Mit welchen Einstellungen in EDIUS speichere ich ein Video ab, wenn ich es möglichst gut auf YouTube hochladen möchte?
    Da kann es doch nicht 1000 Antworten geben.

    Bei der Gelegenheit aber auch von mir ein gutes, erfolgreiches Jahr 2016!!!

    Doris
  • Ich vertraue jetzt mal auf die Erfahrungen von VideoAktiv, siehe videoaktiv.de/praxistechnik/ed…ellungen-fur-youtube.html
    In Kurzform:
    „Wer für seinen Film mit einem AVCHD-Camcorder in Full-HD mit 50 Vollbildern und entsprechend 28 Megabit pro Sekunde gedreht hat, sollte auch eine Full-HD-Datei für YouTube berechnen mit 50 Vollbildern.
    Sogar die Datenrate kann vergleichbar hoch, sogar etwas höher sein.“ (Das verlängert natürlich das Hochladen.)
    „Entscheidend ist, dass die sogenannte GoP-Länge stimmt.“

    Hamel schrieb:

    Mit welchen Einstellungen in EDIUS speichere ich ein Video ab, wenn ich es möglichst gut auf YouTube hochladen möchte?
    Bei Edius: In Datei ausgeben > H.264/AVC, darauf doppelklicken, dann kann man die Einstellungen vornehmen.
    Ich werde in den Gundlegenden Einstellungen das eingeben wie in meinem Beitrag Nr.4, allerdings bei Durchschnitt 30000000 statt 17000000,
    denn siehe oben: „Sogar die Datenrate kann vergleichbar hoch, sogar etwas höher sein.“ (Dauert dann halt sehr lange)

    In den Erweiterten Einstellungen werde ich bei IDR-Intervall 25 eingeben (das ist die GoP-Länge) , damit verändert sich der Wert bei B-Bild in 1 (merkt man nicht gleich).

    Gruß und natürlich auch alles Gute für den Rest vom Neuen Jahr.
    Anne

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anne ()

  • Hamel schrieb:

    Eigentlich ist die Frage doch einfach: Mit welchen Einstellungen in EDIUS speichere ich ein Video ab, wenn ich es möglichst gut auf YouTube hochladen möchte?
    Da kann es doch nicht 1000 Antworten geben.
    Offenbar doch. :)

    Anne schrieb:

    In Kurzform:
    „Wer für seinen Film mit einem AVCHD-Camcorder in Full-HD mit 50 Vollbildern und entsprechend 28 Megabit pro Sekunde gedreht hat, sollte auch eine Full-HD-Datei für YouTube berechnen mit 50 Vollbildern.
    Soweit bin ich einverstanden. Auflösung und Framerate sollte man beibehalten, wenn es geht.

    Sogar die Datenrate kann vergleichbar hoch, sogar etwas höher sein.“ (Das verlängert natürlich das Hochladen.)
    Da frage ich mich, was die extrem hohe Datenrate bringen soll, da YouTube sie am Ende doch wieder auf einen Bruchteil eindampft. Wenn ich weiß, dass YouTube in der entsprehenden Auflösung z. B. 4 Mbps verwendet, sollte für die hochgeladene Datei 6 bis 8 Mbps (also 50 bis 100 % Qualitätsreserve) gut ausreichen.

    Die Frage, was eine weitere Optimierung der hochgeladenen Daten bringen soll, steht immer noch im Raum. Wenn Joachim Sauer davon berichtet, dass mit angepasster GOP-Länge die Verarbeitungszeit kürzer wird, ist das zumindest mal was Handfestes - auch wenn es nichts über die erzielbare Qualität aussagt. Was die Qualität angeht, wurde bisher viel behauptet, aber wenig bewiesen. Wenn es denn trotz der unvermeidlichen Nachkomprimierung durch YouTube tatsächlich Qualitätsunterschiede je nach hochgeladener GOP-Struktur und Datenrate gibt, müsste man die doch irgendwie anhand eines Test-Ubloads anschaulich zeigen können.

    Im Augenblick und bis zum Beweis des Gegenteils kommt mir das alles ziemlich esoterisch vor - so wie der Mann, der alle zwei Minuten in die Hände klatscht, um die Elefanten zu vertreiben. ("Aber hier gibt es doch gar keine Elefanten?" - "Ja eben, weil ich sie vertreibe.") 8)
  • beiti schrieb:

    Da frage ich mich, was die extrem hohe Datenrate bringen soll


    Je mehr Bewegung im Clip ist, desto besser ist das YT Ergebnis, wenn die Ausgangsdatenrate höher ist.

    z.B. Gopro Filmchen würde ich als XAVC-S hochladen, sonst kommt beim erneuten YT Codieren nur noch Matsch raus.
    Die Riesendatei bringt dann bei YT mehr Details zum Vorschein, probier es aus.

    Ich hatte mal eine Vergleichsseite gefunden, wo ein und der selbe Clip mit verschiedenen Einstellungen demonstriert wurde, die 100Mps sahen am besten aus, auch wenn das YT wieder runterrechnet.
    Wie gesagt, probier es aus, ein 10 Sekundenclip reicht ja aus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Grass Valley Moderator 1
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  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Wie gesagt, probier es aus, ein 10 Sekundenclip reicht ja aus.
    Im Prinzip dasselbe hatte ich oben ja bereits versucht, zumindest mit 12 und 4 Mbps (was YouTube beides auf ca. 4 Mbps vereinheitlicht). Wirklichen Matsch habe ich keinen beobachtet - bis auf die Artefakte, die bei einer schmalen End-Datenrate von 4 Mbps sowieso unvermeidlich sind. Habe ich nur nicht genau genug hingeschaut? Oder war mein Testmaterial aus irgendeinem Grund ungeeignet für den Test?
  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    z.B. Gopro Filmchen würde ich als XAVC-S hochladen
    Frage:
    1. Würde es Deiner Meinung nach etwas bringen, für einen Youtube-Film statt AVCHD bei der Sony PXW-X70 XAVC HD (50Mbps 1080/50p 50Mbps) zu verwenden?

    Wenn ich in Edius bei "In Datei ausgeben" XAVC wähle, erscheinen 2 Möglichkeiten: XAVC und XAVC S.
    Bei XAVC S sind dann 50 MBit/s und Lneares PCM möglich. Bei XAVC wäre allenfalls Long GOP 50M und fein einzustellen.
    2. Was wäre hier richtig: XAVC oder XAVC S ???

    Gruß
    Anne
  • beiti schrieb:

    Wenn Joachim Sauer davon berichtet, dass mit angepasster GOP-Länge die Verarbeitungszeit kürzer wird, ist das zumindest mal was Handfestes - auch wenn es nichts über die erzielbare Qualität aussagt. Was die Qualität angeht, wurde bisher viel behauptet, aber wenig bewiesen.
    Ich verstehe das so:
    Wenn die Verarbeitungszeit kürzer wird, heißt das doch, dass weniger transcodiert wird. Je mehr transcodiert wird, umso mehr kann es zu unschönen Effekten (z.B. Ruckeln) kommen; das muss je nach Material nicht sichtbar sein, kann aber.
    Rübezahl hat bei seinem Material jedenfalls einen Unterschied festgestellt, das Ruckeln war bei ihm weg.

    Gruß
    Anne
  • phronopulax schrieb:

    Bei Full HD mit 50p sei die richtige GOP-Länge 25 Bilder. Das steht so auch auf der Seite „Youtube Hilfe“:

    Nein das steht so nicht auf der Youtube Hilfe Seite.
    Dort ist von Material im Zeilensprungverfahren die Rede, also von 1080i50 bzw 1080i60, welches auf 25p bzw 30p (also Vollbildern) umgerechnet werden soll vor dem U pload.

    beiti schrieb:

    Im Prinzip dasselbe hatte ich oben ja bereits versucht, zumindest mit 12 und 4 Mbps (was YouTube beides auf ca. 4 Mbps vereinheitlicht).

    Bei diesen gerungen Unterschieden finde ich sieht man wenig Unterschied. Interessant wird es erst wenn man Werte über 50 Mps nimmt und die Aufnahmen viel Bewegungen beinhalten.
    Wenn ich vom fahrenden Fahrrad mit der Gopro filme, sehe ich im Originalclip noch einzelne Blätter und kann die Schilder von Wanderwegen oder Autokennzeichen noch lesen.
    Dies ist mir nach der erneuten Decodierung von Youtube erst möglich bei Werten über 50 Mps.

    Ich hab hier bei Youtube einen Vergleich gefunden
    Erstellt als 24Mbit AVCHD 50i
    Erstellt als 50Mbit H264

    Anne schrieb:

    Wenn ich in Edius bei "In Datei ausgeben" XAVC wähle, erscheinen 2 Möglichkeiten: XAVC und XAVC S.

    Ich war mit XAVC S zufrieden, bei Material der Gopro, was in 4K 25p vorlag.
    Mit freundlichen Grüßen
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  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Ich hab hier bei Youtube einen Vergleich gefunden
    Erstellt als 24Mbit AVCHD 50i
    Erstellt als 50Mbit H264
    Ich verstehe nicht, was da verglichen wird. Interlace gegen progressiv? Und was hat das mit unserer Fragestellung hier zu tun?

    Interessant wird es erst wenn man Werte über 50 Mps nimmt und die Aufnahmen viel Bewegungen beinhalten.
    Wenn ich vom fahrenden Fahrrad mit der Gopro filme, sehe ich im Originalclip noch einzelne Blätter und kann die Schilder von Wanderwegen oder Autokennzeichen noch lesen.
    Dies ist mir nach der erneuten Decodierung von Youtube erst möglich bei Werten über 50 Mps.
    Genau so ein Vergleich würde mich interessieren.
  • beiti schrieb:

    Und was hat das mit unserer Fragestellung hier zu tun?

    Der Unterschied von 25 Mps zu 50 Mps.
    Und den sieht man schon.
    Mit freundlichen Grüßen
    Grass Valley Moderator 1
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  • Anne schrieb:

    Was wäre hier richtig: XAVC oder XAVC S ???

    Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Ich war mit XAVC S zufrieden, bei Material der Gopro, was in 4K 25p vorlag.
    Meine Frage habe ich gestellt, weil die PXW-X70 nicht XAVC S liefert, sondern XAVC HD und ich nicht weiß, ob in Edius mit XAVC = XAVC HD gemeint ist.
    Ist in Edius XAVC = VAVC HD ?
    Was würdest Du bei Material der PXW-X70 mit PCM-Ton nehmen?

    Gruß
    Anne
  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Der Unterschied von 25 Mps zu 50 Mps.
    Und den sieht man schon.
    Wenn die 25-Mbps-Variante als 50i hochgeladen wurde (also dieses für AVCHD oder Blu-ray typische als 50i getagte 25p), dann glaubt YouTube natürlich, es sei interlaced. Folglich nimmt Youtube ein Deinterlacing vor und vernichtet somit die halbe Vertikalauflösung. Dafür kann die Datenrate nichts.
  • hallo ... nur so am Rande ..(um btw zu vermeiden) :P

    XAVC-HD ist zwar auf den (vorwiegend deutschen) Sony-Seiten teilweise verwendet ... korrekt ist die Bezeichnung jedoch nicht.

    Je weiter sie zu den englischen Originalquellen vordringen .. um so eher kommen sie der Wahrheit näher..
    The new camcorder has the ability to record High Definition in XAVC Long GOP, enabling 422 10-bit sampling at 50 Mbps.

    die PXWX70 verwendet als höchsten auswählbaren Codec XAVC Long GOP (XAVC-L) ... kann und wird auch oft (verkürzt) als XAVC-L bezeichnet

    Korrekte Bezeichnungen:
    XAVC Intra (XAVC-I): Intra-Frame Kodierung, in der jedes Bild einzeln kodiert wird, ohne Verweis auf vorherige oder nachfolgende Bilder.
    XAVC Long GOP (XAVC-L): Bildergruppen Kodierung, die Daten aus anderen Bildern in die Kodierung jedes Einzelbildes aufnehmen kann.
    Diese Art der Kodierung ist wesentlich effizienter, erfordert aber auch deutlich mehr Rechenleistung und Speicherplatz während der Kodierung.
    XAVC S: Für den Consumer-Bereich wird das XAVC S Format spezifiziert, welches den MP4 Container nutzt und Tondaten in den Formaten AAC oder LPCM aufzeichnet.

    Betreff XAVC Intra (XAVC-I) ...da sind zumindest viele (incl. mir) leider aus simplen Preisgründen ausgeschlossen ..zumindest beim Aufnehmen..

    mit freundlichen Gruß ...Hans ^^
    Grass Valley Moderator 2 / freiwilliger firmenunabhängiger Foren-Moderator
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    - Win_10prof
    [AMD 1950X 16cores/32 threads = retour wegen massiven Problemen, nicht nur bei mir] Edius 9 + VisTitle - Resolve Studio
  • Danke Hans,
    aber jetzt bin ich immer noch fast so dumm als wie zuvor. :S
    Meine Fragen waren:

    Anne schrieb:

    Ist in Edius XAVC = VAVC HD ?

    Was würdest Du bei Material der PXW-X70 mit PCM-Ton nehmen?
    Ich rate mal, dass in Edius mit XAVC das XAVC-I gemeint ist ?
    Dann ist XAVC-L in den o.g. Einstellmöglickeiten nicht vorgesehen.

    Was würdest Du
    bei XAVC-L-Material der PXW-X70 mit PCM-Ton nehmen? Wenn ich mit meinem ersten "ich rate mal" recht habe, dann ist es wohl XAVC-S ?

    Gruß Anne
  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Bei diesen gerungen Unterschieden finde ich sieht man wenig Unterschied. Interessant wird es erst wenn man Werte über 50 Mps nimmt und die Aufnahmen viel Bewegungen beinhalten.
    Wenn ich vom fahrenden Fahrrad mit der Gopro filme, sehe ich im Originalclip noch einzelne Blätter und kann die Schilder von Wanderwegen oder Autokennzeichen noch lesen.
    Dies ist mir nach der erneuten Decodierung von Youtube erst möglich bei Werten über 50 Mps.
    Jetzt habe ich es auch mal mit Fahrrad-Aufnahmen probiert und kann nun Deine Erkenntnis im Ansatz bestätigen.

    Solche Fahr-Aufnahmen sind ja sowieso eine Herausforderung für jeden Interframe-Codec, weil sich durch die Bewegung nicht einfach nur Bildinhalt verschiebt (wie z. B. bei Schwenks), sondern sich mit jedem Frame auch die Perspektive ändert. Das nur nebenbei.

    Meine Actioncam (ein älteres Sony-Modell) liefert leider keine vorbildliche "Full-HD-Auflösung", aber für Versuche sollte es reichen.
    Hier das Ergebnis, wenn ich eine 50-Mbps-Datei hochlade.
    Und hier das Ergebnis mit einem 10-Mbps-Hochlad.

    Erste Überraschung: YouTube spendiert jetzt immerhin 6,5 Mbps und nicht nur 4 Mbps wie bei meinem ersten Versuch. Also offenbar wird die Datenrate automatisch etwas höher, wenn mehr Bewegung im Bild ist.
    Zweite Überraschung (zumindest für mich): Die YouTube-Datei, die aus dem 10-Mbps-Hochlad generiert wurde, ist tatsächlich noch ein wenig schlechter als die YouTube-Datei aus dem 50-Mbps-Hochlad. Im Vergleich zum hochgeladenen 50M-Original, das ja selber schon nicht so toll ist, sehen beide zum Heulen aus...
    Also offenbar arbeitet der YouTube-Kompressor stark abweichend vom Edius-Kompressor; jeder macht eigene Fehler, die sich dann addieren.

    Hier noch ein paar 100-%-Crops aus dem Testclip im Vergleich: