Welche Projekteinstellungen ?

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    • Welche Projekteinstellungen ?

      Moin zusammen,
      als EDIUS-Neuling habe ich eine grundlegende Frage.

      Quellmaterial: 80% FHD-Video (AVCHD), 10% UHD-Video (MP4) und 10% UHD-Bilder
      Ziel: BD-DVD (FHD) aber auch SD-DVD (720x576)

      Welche Projekteinstellungen muss ich da nehmen?

      Schon mal ein schönes Wochenende!

      Gruß Jürgen
      WIN 10 Prof, i7-7700, 32 GB, SSD+HD, keine Graka
    • Hallo Jürgen!
      Für die Herstellung einer Blu-ray wähle ich als Projekteinstellung 1920x1080 50i unabhängig davon, welches
      Quellmaterial ich habe. Für die DVD stelle ich um auf 720x576 50i. Die Resampling- Methode stelle ich auf Lanczos 3. Dies soll die beste Qualität bringen.
      Herzliche Grüße
      berndhl
    • JuergenK schrieb:

      Quellmaterial: 80% FHD-Video (AVCHD), 10% UHD-Video (MP4) und 10% UHD-Bilder
      Welche Projekteinstellungen muss ich da nehmen? Gruß Jürgen
      Ich bin da anderen Meinung <X
      Als Projekt-Einstellung immer die "allerbeste" Einstellung nehmen, dh wenn du UHD-Materal hast, ein UHD-Projekt anlegen und bis zum Schluss so arbeitet.
      Ich setzte voraus dass deine Hardware, UHD-tauglich ist, sonst evt. als Proxi, aber das kenne ich nicht.

      Erst wenn das UHD-Projekt wirklich fertig ist, dieses in das gewünschte Format, ob es dann für BD-DVD (FHD) aber auch SD-DVD (720x576) oder was auch immer ist, wandeln.
      So bleibt dir die UHD-Fassung deines Projekt erhalten, wer weiss, ob du später nicht einmal etwas anderes aus diesem Projekt machen willst
    • Hi,

      auch wenn ich @volki9 grundsätzlich recht gebe, würde ich bei einem Anteil von 80 % FHD-Material bei dem Projekt doch in FHD bleiben.

      Die Gründe hierfür:
      • in einem UHD-Projekt würden die FHD-Aufnahmen zunächst einmal "aufgeblasen", nur um dieses in UHD umgerechnete Material dann bei der Ausgabe wieder "einzuschrumpfen";
        dies wird zu durch die mehrfache Wandlung vermeidbaren Qualitätsverlusten am FHD-Material führen;
        wenn das jetzt nur einen geringen Teil des Gesamtmaterials betreffen würde, wäre das noch hinnehmbar, aber bei einem Anteil von 80 % halte ich dies einfach für schlecht;
      • in einem FHD-Projekt hättest Du ggf. den Vorteil, von dem UHD-Material über den Edius Layouter der Timeline verlustfrei nur einen Teilausschnitt der Aufnahme zu zeigen;
        so ließen sich wenn gewünscht und passend insbesondere bei den Standbildern Pseudo-Schwenks oder -Zoom-Fahrten erzeugen (das ist zwar immer möglich, es geht aber hier um verlustfrei!);


      Die konkreten Projekteinstellungen würde ich also von dem vorliegenden AVCHD-Material abhängig machen.
      Liegt dies als 50p vor, so würde ich auch ein entsprechendes FHD 50p Projekt anlegen. 50i würde ich nur nehmen, wenn die Aufnahmen auch tatsächlich nur in 50i erfolgt sind.

      Die Erstellung von BDs und DVDs ist letztlich aus jeder Projekteinstellung möglich (hierbei ist lediglich zu beachten, dass es bei den BD-Standards eigentlich keine Ausgabe als 1920x1080 50p gibt).

      Gruß
      Peter


      Nachtrag zur Klarstellung:
      ich gehe dabei natürlich davon aus, dass das im fertigen Film verwendete Material dann auch in etwa zu 80% aus FHD-Aufnahmen besteht;
      werden die UHD-Aufnahmen in einem überwiegenden Maß eingesetzt, sodass sich das Verhältnis im Film zwischen UHD und FHD drastisch ändert, könnte natürlich ein UHD sinnvoll sein.
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gurlt ()

    • gurlt schrieb:

      würde ich bei einem Anteil von 80 % FHD-Material bei dem Projekt doch in FHD bleiben
      Die 80% habe ich übersehen. Die Überlegungen von Peter scheinen mir daher plausibel.
      Im Zweifelsfall würde ich meine "Goldene Regel" strapazieren:
      Zwei Tests mit entsprechenden Clips und vergleichen, wie groß der Unterschied im Endprodukt ist.
      Gruß kurt
      ASUS-Z170-A (LGA1151), i7-6700k (HD Graphics 530), 32 GB RAM, SSD-Systemplatte, Gigabyte GeForce GT 1070, WIN-10/64 Pro (V-1803/17134.1), EDIUS-9.20(3340)-WG, ImgBurn, PhantomDrive, PowerDVD u.a.
    • Hi alle,

      meine Variante für dieses Projekt wäre auch FHD als Projekteinstellung. Ob 50i oder p wäre abhängig von den Aufnahmeeinstellungen - wie Peter geschrieben hat. Den Vorteil verlustfrei zu vergrößern und Bewegung in Standbilder zu bekommen finde ich auch wichtig. Außerdem bietet Edius mehr Echtzeitleistung, wenn die FHD Clips nicht beim Abspielen in UHD umgerechnet werden müssen.


      Wo ich allerdings anderer Meinung bin ist hier:

      gurlt schrieb:

      in einem UHD-Projekt würden die FHD-Aufnahmen zunächst einmal "aufgeblasen", nur um dieses in UHD umgerechnete Material dann bei der Ausgabe wieder "einzuschrumpfen";
      dies wird zu durch die mehrfache Wandlung vermeidbaren Qualitätsverlusten am FHD-Material führen;
      Edius ändert die Ursprungsdateien ja gar nicht. Edius rechnet die FHD Clips live, während dem Abspielen in UHD um. Das kostet natürlich Prozessorleistung, die man sich in diesem Fall sparen kann. Wenn der Schnitt fertig ist und exportiert wird, nimmt Edius für diese Berechnungen die Ur-Dateien. Es wird also nur einmal neu berechnet, nicht zwei mal. Oder liege ich da falsch?

      Auch wichtig für diesen Fall: Auf die Bildrate (50i oder p oder sonst was) muss man sich von vorn herein festlegen. Die lässt sich im Projekt nicht mehr ändern. Die Auflösung kann jederzeit neu eingestellt werden.

      Gruß Uwe
      Edius Pro 8.53 / PC Win7 Home Premium SP1, Intel i5, 3,2GHz, 8GB RAM, 256 GB SSD für System, 1 TB HDD für Daten, Lieblingsspielzeug: ShuttlePRO v2
    • Uwe8 schrieb:

      Edius ändert die Ursprungsdateien ja gar nicht. Edius rechnet die FHD Clips live, während dem Abspielen in UHD um. Das kostet natürlich Prozessorleistung, die man sich in diesem Fall sparen kann. Wenn der Schnitt fertig ist und exportiert wird, nimmt Edius für diese Berechnungen die Ur-Dateien. Es wird also nur einmal neu berechnet, nicht zwei mal. Oder liege ich da falsch?

      Hi Uwe,

      ich denke ja.

      Richtig ist natürlich, dass Edius die importierten Dateien nicht verändert.
      Aber bei einem Export - egal in welchem Format - werden nach meinem Verständnis die auf der TL verwendeten Clips zunächst einmal in das TL-Format und von dort aus dann in das Ausgabeformat umgerechnet (gerendert). Also in diesem Fall aus FHD in UHD und dann wieder zurück in FHD (bei Ausgabe als FHD auf BD) , bzw. SD (Ausgabe als DVD). Ich denke nicht, dass Edius "merkt", dass da für die FHD Anteile keine Umrechnungen notwendig sind.

      Und spätesten dann, wenn irgendein Filter oder Übergang auf dem FHD-Clip liegt kann es anders eigentlich auch nicht mehr funktionieren.

      Ich kann nur nicht beurteilen, wie stark sich dieser "Verlust" bei einer FHD/SD Ausgabe auswirkt und ob er sich auch deutlich sichtbar bemerkbar macht. Deshalb liegt Kurt mit seiner "goldenen Regel" natürlich richtig.


      Gruß
      Peter
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • D-KASN schrieb:

      Aus einem 50P-Projekt kann keine DVD erzeugt werden, meiner Meinung nach eher 1920x1080 50i
      Doch, das funktioniert schon.
      Aber natürlich nur mit einem DVD kompatiblen Format, also 720x576 50i.
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • Ab Edius 8.3 können auch Blu-rays oder DVDs aus 25 oder 50p Projekten heraus gebrannt werden (siehe auch Edius Podcastbeitrag Neuerungen Edius 8.3).
      Somit ergeben sich auch andere sinnvolle Einstellungen. Vor allem dem Beitrag von gurlt kann ich voll beipflichten.
      Auch meine Projekteinstellungen wähle ich nach diesen Kriterien. Da ich überwiegend 4K (UHD) Aufnahmen bearbeite, wähle ich die entsprechenden UHD Einstellungen oder aus Performance Gründen HD 25p.
      Nur wenn mein einziges Ziel eine BD bzw. DVD ist, halte ich wegen der Umrechnungen 50i für sinnvoller.
      Herzliche Grüße
      berndhl
    • D-KASN schrieb:

      Ziel: BD-DVD (FHD) aber auch SD-DVD (720x576)

      Aus einem 50P-Projekt kann keine DVD erzeugt werden, meiner Meinung nach eher 1920x1080 50i
      Hängt von der Edius-Version ab: Die neuesten Versionen wandeln z.B.1920x1080p mit dem ediuseigenen DVD/BD-Tool automatisch nach z.B. 1920x1080i !
      Gruß kurt
      ASUS-Z170-A (LGA1151), i7-6700k (HD Graphics 530), 32 GB RAM, SSD-Systemplatte, Gigabyte GeForce GT 1070, WIN-10/64 Pro (V-1803/17134.1), EDIUS-9.20(3340)-WG, ImgBurn, PhantomDrive, PowerDVD u.a.
    • Danke für den Hinweis. Habe mich bis jetzt bei der Projektanlage immer nach dem Ausgabeformat gerichtet, also bei DVD eine Projektvorlage mit Bildrate 50i gewählt wie im Video



      empfohlen. Das ersparte den Export und und Neuanlage. Werde das gelegentlich mal probieren.
      Grüße
      Hans
    • gurlt schrieb:

      Doch, das funktioniert schon.
      Aber natürlich nur mit einem DVD kompatiblen Format, also 720x576 50i.
      Wie der Screenshot zeigt ...
      Gruß kurt
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    • berndhl schrieb:

      Nur wenn mein einziges Ziel eine BD bzw. DVD ist, halte ich wegen der Umrechnungen 50i für sinnvoller.
      Anregung:
      Wenn man "trotzdem" 50p Clips in einem 50p-Projekt schneidet usw. werden Übergänge/Überblendungen usw. in diesem "besseren" Format berechnet und erst bei der Ausgabe wird daraus 50i erzeugt.
      Gruß kurt
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