Edius 9 Videoschnitt und HDR filmen mit Camcorder.

    • mik-d schrieb:

      daher frage ich mal konkret zurück, was wolltest du mit diesem Workflow eigentlich erreichen?
      ;) gute Frage (hatte ich erwartet):
      Wollte sehen, ob man BT.2020/2100-HDR-Clips in Edius - ohne HDR-Monitor (daher als BT.709) - farbkorrigieren kann und diese - wieder als BT.2020/2100-HDR HLG ausgegeben - auf einem HDR-TV "schön, vernünftig,..." wiedergegeben werden.

      Bzw. ob man solche HDR-Clips dann gleich als BT.709 ausgeben soll, weil mein Workflow nix bringt.
      Gruß kurt
      ASUS-Z170-A (LGA1151), i7-6700k (HD Graphics 530), 32 GB RAM, SSD-Systemplatte, Gigabyte GeForce GT 1070, WIN-10/64 Pro (V-1803/17134.1), EDIUS-9.20(3340)-WG, ImgBurn, PhantomDrive, PowerDVD u.a.
    • mik-d schrieb:

      Wolfgang schrieb:

      Es *soll* ja auch verunsichern.;) Einfach weil das Filmen direkt in HLG verglichen mit log Nachteile hat.

      Ich würde das maximal dann nehmen wenn es schnell gehen muss, ich die Spitzenlichter nicht editieren will und wenn die Kamera nur in 8bit aufzeichnet. Aber dann Filme ich gleich in SDR.

      Nachteilig ist halt die Gamma Funktion die viel zu wenig Werte den oberen Blendenstufen zuweist. Damit ist das schwer zu Graden.
      Und die man übrigens bei der Verwendung von Edius nicht einmal auf sich nehmen muss. Denn die Verarbeitung von log Files ist in Edius ebenso einfach wie von HLG.

      Einen Nachteil in der Vorschau sehe ich eigentlich nicht. Ohne HDR Monitor ist das geschnittene HDR Material ja eh nicht beim Schnitt kontrollierbar sondern nur der SDR Teil.
      Ich wollte keinen Glaubenskrieg provozieren.Es geht halt wirklich schnell, es braucht keine PFK (PCC) und schaut meilenweit natürlicher aus als SDR.
      Vielleicht probierst du den Weg einmal aus.
      Es ist kein Glaubenskrieg sondern eine zuriefst technische Frage. Nämlich die wie sich die Tonwerte im Material auf die Blendenstufen verteilen, und wo dann die Limits in den Korrekturmöglichkeiten sind.

      Und dahinter geht es um den Anspruch - wie so oft. Wenn dir das Filmen in HLG taugt, dann mach es. Ich für meinen Teil bleibe eben bei log und weiß warum.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com
    • kpot11 schrieb:

      mik-d schrieb:

      daher frage ich mal konkret zurück, was wolltest du mit diesem Workflow eigentlich erreichen?
      ;) gute Frage (hatte ich erwartet):Wollte sehen, ob man BT.2020/2100-HDR-Clips in Edius - ohne HDR-Monitor (daher als BT.709) - farbkorrigieren kann und diese - wieder als BT.2020/2100-HDR HLG ausgegeben - auf einem HDR-TV "schön, vernünftig,..." wiedergegeben werden.

      Bzw. ob man solche HDR-Clips dann gleich als BT.709 ausgeben soll, weil mein Workflow nix bringt.
      Gruß kurt
      Kurt, korrigieren kannst das schon auf einem rec709 Monitor. Nur siehst eben nicht die Tiefen und Höhen in der Luminanz, und das macht HDR eben aus. Ob das sinnvoll ist überlasse ich dir. ;)
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com
    • Wolfgang schrieb:

      Es ist kein Glaubenskrieg sondern eine zuriefst technische Frage. Nämlich die wie sich die Tonwerte im Material auf die Blendenstufen verteilen, und wo dann die Limits in den Korrekturmöglichkeiten sind.

      Und dahinter geht es um den Anspruch - wie so oft. Wenn dir das Filmen in HLG taugt, dann mach es. Ich für meinen Teil bleibe eben bei log und weiß warum.
      HLG = standardisierung fürs TV von daher ist das eine einfache Rechnung.
      Jeder, der sich im Detail auskennt, darf sich gerne mit jeglicher LOG Lösung amüsieren, ich schreib das keinem vor.
    • kpot11 schrieb:

      Wollte sehen, ob man BT.2020/2100-HDR-Clips in Edius - ohne HDR-Monitor (daher als BT.709) - farbkorrigieren kann und diese - wieder als BT.2020/2100-HDR HLG ausgegeben - auf einem HDR-TV "schön, vernünftig,..." wiedergegeben werden.
      klar kannst du das mit einem HLG clip, aber eben nicht mit irgendeinem LOG-format. Dafür brauchst du zwingend ein Kontrollmonitor.

      Probier es doch mal aus, wie ich schon geschrieben hatte:

      mik schrieb:

      EDIUS Projekt mit HLG-Einstellung starten,
      HLG-Clips in die Timeline,
      keine Farbkorrektur notwendig* nur Hartschnitt und Audiobearbeitung, ggf Titel
      und dann als MP4 Datei ausgeben und du kannst diese Datei mit einem geeignetem Bildschirm mit entsprechendem Kontrast ansehen.

      *Vorteil ist gleich Nachteil: Dadurch spart man sich den Vorschaubildschirm für HDR am PC und die Farbkorrektur, hat allerdings auch immer ein flaches (kontrastarmes) Video in EDIUS als Vorschau.
    • mik-d schrieb:

      Wolfgang schrieb:

      Es ist kein Glaubenskrieg sondern eine zuriefst technische Frage. Nämlich die wie sich die Tonwerte im Material auf die Blendenstufen verteilen, und wo dann die Limits in den Korrekturmöglichkeiten sind.

      Und dahinter geht es um den Anspruch - wie so oft. Wenn dir das Filmen in HLG taugt, dann mach es. Ich für meinen Teil bleibe eben bei log und weiß warum.
      HLG = standardisierung fürs TV von daher ist das eine einfache Rechnung.Jeder, der sich im Detail auskennt, darf sich gerne mit jeglicher LOG Lösung amüsieren, ich schreib das keinem vor.
      Nur wenn man sich mit komplexen Dingen wie HDR wirklich befassen will sollte man sich schon mit den Grundlagen befassen (wollen). Und HLG ist eben für HDR ein Lieferformat, mit dem technischen Kompromiss auch zu SDR abwärts kompatibel sein zu wollen. Und eben nicht das optimale Akquisitionsformat.

      Und ansonsten bin ich ja froh dass man sich mit log beschäftigen "darf". Danke dafür. :lol:
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com

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    • kpot11 schrieb:

      Wolfgang schrieb:

      Ob das sinnvoll ist überlasse ich dir.
      Es ging mir nur ums Prinzip.Danke für Deinen Test - kurt
      Das Prinzip habe ich dir oben bereits differenzierter beantwortet. Was nutzt es dir wenn du einen Clip, den du für HDR machst, nur im SDR-Bereich farbkorrigieren kannst? Die Antwort ist bestenfalls: na teilweise nutzt es was. Einen grundsätzlichen Farbstich, der etwa im SDR wie auch im HDR Bereich stören würde, erkennt man und kann den korrigieren. Aber das wars dann auch schon. Nicht einmal mehr die Luminanz wäre ausreichend auf einem SDR-Monitor beurteilbar.

      Aber wir werden solche Fragestellungen in Zukunft öfters sehen. Nämlich von Usern deren Kamera eben neuerdings HDR-Formate aufzeichnet, aber deren Schnittplätze eben noch nicht auf HDR hergerichtet sind und mit der nicht passenden Hardware trotzdem arbeiten wollen. Vielleicht auch noch viel Geld in die falschen Dinge investieren. Nicht ganz unproblematisch weil die Frusterlebnisse sind damit relativ wahrscheinlich.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com
    • Wolfgang schrieb:

      Das Prinzip habe ich dir oben bereits differenzierter beantwortet.
      Das war mir schon klar.
      ABER:
      "Aber wir werden solche Fragestellungen in Zukunft öfters sehen. Nämlich von Usern deren Kamera eben neuerdings HDR-Formate aufzeichnet, aber deren Schnittplätze eben noch nicht auf HDR hergerichtet sind und mit der nicht passenden Hardware trotzdem arbeiten wollen."
      Das sehe ich genau so, insbesondere wenn die Preise für einen adäquaten HDR-Schnittplatz so sind, wie sie z.Zt. sind.

      Mir gings i.W. um die Fragestellung, die dieses Problem betrifft. Vielleicht folgendes Beispiel:
      - Ein NLE-Schnittplatz, der keinen HDR-Monitor hat, WIN10 Pro und Edius-9.20, der Export soll (sowieso) in BT.709 erfolgen.
      - Einige Clips werden jedoch als HDR (HLG) angeliefert.

      Wie geht man mit solchen HDR-Clips (prinzipiell) um, damit sie optimal:
      - in ein BT.709-Projekt eingebunden werden,
      - farbkorrigiert werden können (z.B. anpassen an die nicht-HDR-Clips)
      - und ähnliche Fragen,
      (um letztlich praktische Tipps zu bekommen).

      Ergänzungs-PS:
      Nur zur Erinnerung: In Edius ist es etwa nicht egal, ob man
      - auf den HLG-Clip (im BT.709-Projekt) die PCC legt und sofort mit der Farbkorrektur beginnt oder ob man
      - den HLG-Clip (im BT.709-Projekt) zuerst per Clipeigenschaften (oder die Quelle in der PCC) auf BT.709 setzt und danach mit der Farbkorrektur beginnt.
      Es unterscheiden sich die beiden Varianten durch leichte Chromaverschiebungen, die z.B. das Himmelsblau im ersten Fall (bei einem bestimmten vorliegenden Clip) mehr nach Cyan verschieben (was auch nach Meinung der meisten Coloristen i.A. nicht erwünscht sein sollte, denn Grün habe im Himmelsblau nichts verloren). Natürlicheres Himmelblau z.B. erhält man mit der zweiten Methode.

      Gruß kurt
      ASUS-Z170-A (LGA1151), i7-6700k (HD Graphics 530), 32 GB RAM, SSD-Systemplatte, Gigabyte GeForce GT 1070, WIN-10/64 Pro (V-1803/17134.1), EDIUS-9.20(3340)-WG, ImgBurn, PhantomDrive, PowerDVD u.a.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kpot11 ()

    • Du sprichst also zunächst von dem derzeit noch häufigeren Fall - nämlich dass wir ALLGEMEIN HDR Material zu rec 709 Graden wollen. Denn in Zukunft kommt mehr und mehr das Graden zu HDR Ausgabeformate (egal ob HLG oder PQ).

      Und wir mischen vielleicht sogar mit SDR, oder eben auch nicht. Ist nämlich eher egal.

      Was man immer mit bedenken muss:
      1) wir müssen immer in einer etwaigen Farbraum- (= Gamut) und Gammakurvenveränderung denken.
      Und
      2) arbeiten wir Scene oder Monitor based.

      Grundsätzlich sprechen wir beim Graden nach rec709 davon, dass wir die Gammakurve des Ausgangsmaterials in die rec709 Gammakurve wandeln. Die nur einen eingeschränkteren Blendenumfang kann. Also etwa statt 10 oder 12 oder 14 Blendenstufen nur die 6-7. Das bedeutet aber, dass beim „Einpassen“ von vielleicht 14 Blendenstufen in nur 6 oder 7 einerseits das Material „hineinzuquetschen“ ist. Was einerseits uns vor die schwierige Wahl stellt die Luminanz so zu justieren dass das Bild noch halbwegs natürlich aussieht (künstlerische Wahl) - und andererseits ein massives Verbiegen der Luminanzwerte bedeutet (sodass hier 10bit aufwärts wirklich Sinn macht). Besonders der rolloff der höheren Blendenstufen kann ein Thema sein, und wäre etwa bei PQ gar nicht normiert (bei HLG aber schon).

      Und wenn man etwa von HLG oder vlog oder clog ausgeht, haben diese Materialien immer auch viel weitere Farbräume als rec709. Also muss der jeweilige Gamut eben auch immer in einen kleineren eingepasst werden. Gerade HLG kommt mit rec2020 oder vlog mit v-Gamut oder slog mit cine EI.

      DAS TOLLE: Viel von dem nimmt uns das gute Farbmanagement in Edius ab. In der Praxis weist man also dem Ausgangsmaterial den Ausgangsfarbraum und Ausgangsgamma zu. Oft wird das aus den Metadaten richtig erkannt. Die Projekteinstellung ist der Zielgamut und die Zielgamma-Kurve. Und alles wird im PCC eingestellt. Und die korrekte Transformation macht dann Edius.

      Farbkorrektur macht man für diese Clips mit den PCC und ebenso die Luminanzjustierungen. Geht prächtig.

      Ohne HDR Minitor kann man hier leben - da das Ziel eh nur SDR ist. Man erkennt lediglich das Ausgabgsmaterial im vollen Dynamikumfang nicht (auch nicht gut). Aber dann ist der waveformmonitor mit nits das wichtigste Instrument.

      Aber leicht ist es nicht - eher der schwerere Fall. Graden von HDR Formaten wie log zu HDR ist einfacher, aber ohne HDR Monitor eben recht absurd.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com
    • Wolfgang schrieb:

      In der Praxis weist man also dem Ausgangsmaterial den Ausgangsfarbraum und Ausgangsgamma zu. Oft wird das aus den Metadaten richtig erkannt. Die Projekteinstellung ist der Zielgamut und die Zielgamma-Kurve. Und alles wird im PCC eingestellt. Und die korrekte Transformation macht dann Edius.
      Mit allem einverstanden. Insbesondere mit dem o.A.
      // Lässt man nämlich die HDR-Clips im Source-Parameter auf z.B. BT.2020/2100-HLG und beginnt mit PCC Farbzukorrigieren - das ist zwar mehr oder weniger möglich, aber, sagen wir - ziemlich unorthodox (kann ja jeder einmal ausprobieren).
      Wenn sowieso die HDR-Clips mit der PCC versehen werden, dann stellt man zweckmäßigerweise gleich dort den Source-Parameter auf den Ausgangsfarbraum.
      Sonst kann man den auch über die Clipeigenschaften ändern.
      // Und natürlich sind das alles - vermutlich - nur Übergangslösungen (bis man ein vernünftiges HDR-Equipment beisammen hat).
      PS: BTW - Freut mich, dass wir auf der gleichen Wellenlänge funken :prost: .
      Gruß kurt
      ASUS-Z170-A (LGA1151), i7-6700k (HD Graphics 530), 32 GB RAM, SSD-Systemplatte, Gigabyte GeForce GT 1070, WIN-10/64 Pro (V-1803/17134.1), EDIUS-9.20(3340)-WG, ImgBurn, PhantomDrive, PowerDVD u.a.
    • Wolfgang schrieb:

      für viele Clips im Mediaexplorer (heißt das so in Edius?)
      1) ... für viele Clips in der BIN (Listendarstellung; Icon). // siehe screenshots

      2) Obwohl für einzelne Clips eine Farbraumänderung via Clipeigenschaften und PCC-Parameter "Source" identsich sind, empfiehlt es sich tatsächlich aus Gründen der Einheitlichkeit die Clipeigenschaften zu bevorzugen.

      Gruß kurt
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    • Genau - in der Listeneinstellung konnte ich das beim Durchtesten in einem Schwung für eine große Menge an Clips einstellen bzw verändern. Das ist ja nicht immer notwendig, aber etwa dann wenn man die Clips mit einem externen ProRes Rekorder aufgenommen hat (zumindest beim Shogun fehlen da dann ja die Metadaten).
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
      videotreffpunkt.com