Super-8 Scan Nachbearbeitung in Edius 8.53: Filterempfehlung oder Drittanbieter für Staub-/Kratzer-Entfernung?

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    • Super-8 Scan Nachbearbeitung in Edius 8.53: Filterempfehlung oder Drittanbieter für Staub-/Kratzer-Entfernung?

      Liebe Foren - Mitglieder,

      ich habe schon mehrfach Super-8 Schätze aus "guten, alten" Zeiten mittels Wet-Scan digitalisieren lassen und hernach mittels Edius neu vertont, ggf. auch umgeschnitten, für die Bild-Stabilisierung habe ich szenenweise Mercalli eingesetzt, und die Farbstiche konnte ich mittels "Primärer Farbkorrektur" ganz gut bereinigen. Mit den Ergebnissen bin ich - unter Berücksichtigung der damaligen Technik - ganz zufrieden.

      Bei einem der ältesten Super-8 Scans sind allerdings schon viele (projektorbedingte) Kratzer und Riefen vorhanden, tlw. auch Einzelkader der damals üblichen Trockenklebepresse deutlich, die ich gerne mit Bordmitteln von Edius oder ggf. von Drittanbietern (HitFilm, ...) bereinigen möchte.

      Zusammengefasst: ich möchte nicht "Filmlook" generieren, sondern den Filmlook ausfiltern!

      Die Nachbearbeitung auf Kader-Basis ("Bild - für Bild") mittels Maskenfilter (und Mehrfach-Filtereinsatz) ist mir zwar geläufig, aber für tausende Einzelbilder doch zu mühsam.

      Meine Frage an die hiesigen Experten: hat diesbezüglich jemand Empfehlungen für mich oder gar Erfahrungen gesammelt, die mir hier weiterhelfen könnten?

      Vielen Dank für Eure geschätzten Tipps und Hinweise.

      Grüße aus Wien von

      Franz
      Meine Meinung ist Public Domain - jeder darf sie sich zu Eigen machen.
    • NEAT video filter:
      edius.de/plugin_neatvideo.html

      hat ne spezielle funktion für das entfernen von kratzern. ist ne automatik, einfach die demo vorher testen, ob es den Ansprüchen genügt.
      Der Vorgang ist rechenaufwendig, daher wird schnelle GPU empfohlen.

      es gibt auch spezielle programme zur filmrestaurierung, such mal nach "software film restauration", sind preislich idR deutlich teurer als EDIUS+NEAT.
    • mik-d schrieb:

      NEAT video filter:
      edius.de/plugin_neatvideo.html

      hat ne spezielle funktion für das entfernen von kratzern. ist ne automatik, einfach die demo vorher testen, ob es den Ansprüchen genügt.
      Der Vorgang ist rechenaufwendig, daher wird schnelle GPU empfohlen.

      es gibt auch spezielle programme zur filmrestaurierung, such mal nach "software film restauration", sind preislich idR deutlich teurer als EDIUS+NEAT.
      :thumbsup: meiner Meinung nach bei jeder Restauration alter Filter ein muss.

      Gruß Klaus
      Intel core i7 6700K, 32 GB Ram, Win 10 pro, GTX 1060 6 GB Ram, BD Brenner LG BH10LS38, Heroglyp 4, NeatVideo 4, Mercalli 4, Voxformer,
      Kamera Sony FDR - AX100,
    • Danke für den Hinweis auf Neat! Das Tool hatte ich bereits 2010 unter Premiere Pro CS4 einmal eingesetzt, um die lichtschwächste Kamera (bzw. deren Rauschen) bei einem Multikameraprojekt herauszufiltern. Leider zitterte das Bild nach dem Rendern dermaßen, dass ich seither das Produkt "Neat Video Filter" völlig ignoriert hatte.

      Tatsächlich habe ich inzwischen die Demo-Version geladen, die Schulungsvideos brav studiert und bin beim Ausprobieren der einschlägigen Parameter; die Spezial-Funktion für "Scratch & Dust" ist vielversprechend.....

      Die Demo-Version ist allerdings auf HD-Ready- Bildformat limitiert und liefert (verständlicherweise) einen unübersehbaren Hinweis darauf, dass hier eine Demo-Software im Einsatz steht; ob die Kosten von rd. 119,- (für das Edius-Plugin) eine Ausgabe rechtfertigen, werde ich wohl nochmal überschlafen. :sleeping:

      Gruß aus Wien von
      Franz
      Meine Meinung ist Public Domain - jeder darf sie sich zu Eigen machen.
    • Hallo Motivsucher,

      danke für deine Rückmeldung.
      NEAT kann ich empfehlen,
      das Problem mit Premiere Pro lag vermutlich an Premiere Pro oder einer anderen Besonderheit,
      NEAT hat früher grundsätzlich korrekt mit interlace videos in EDIUS gearbeitet.
    • Hallo Franz !

      An passender, kostengünstiger Software ist der Markt leider sehr überschaubar.

      Ich verwende zum Sammeln von Erfahrungen die Software "Diamant" von HS-ART. Die ist aber ziemlich teuer, zahlt sich also nur aus wenn du damit Geld verdienen kannst oder so wie ich Forschungsarbeit betreibst.
      Bevorzugt für wirklich gute Ergebnisse solltest du dafür, wie bei allen Filmabtastungen, progressives Material haben, also kein Interlaced und möglichst wenig komprimiert. Aber auch hier sind der Restaurierung natürliche Grenzen gesetzt. Und auch hier ist immer wieder bildwiese/kaderweise Handarbeit gefragt, nicht Alles geht automatisiert.
      Normale Staubentfernung läuft automatisiert ganz gut ab, Kratzer bedürfen jedoch, je nach Länge und Breite, unterschiedlicher Einstellungen und sind damit etwas aufwändiger zu entfernen. Manche Dinge gehen aber wirklich nur Einzelbildweise. Und es gibt viele excellente Filter zur Filmbearbeitung. Insgesamt eine sehr interessante Software.
      Für ein Endergebnis wie bei Metropolis von Fritz Lang aus dem Jahre 1927 sind aber tausende Mannstunden, zusätzliche Speiailsoftware und viel, viel Wissen erforderlich.

      link : hs-art.com

      Liebe Grüße von Gerhard
    • oe3dig schrieb:

      [...]
      Die ist aber ziemlich teuer, zahlt sich also nur aus wenn du damit Geld verdienen kannst oder so wie ich Forschungsarbeit betreibst. <snip>
      Hallo Gerhard,

      vielen Dank für Deine sehr nützlichen Infos. Meine Google-Recherche hatte mich bereits zu Andreas Hartung und seine Produktvorstellung der Diamant-Software geführt, abgeschreckt hatte mich vorerst sein "Austro" - Englisch, aber das tut seiner kompetenten Präsentation und der leistungsfähigen Software keinen Abbruch.

      Auch die übrigen Präsentations - Videos auf der hsartdigital YouTube-Seite fand ich spannend, diese hätte ich gerne schon früher gekannt und ggf. eine Anschaffung in Betracht gezogen, als ich meine ersten Restaurierungen (HD-Transfer samt digitaler Nachbearbeitung im Schnittprogramm) in Angriff nahm.

      Beim gegenständlichen Projekt ist mir der älteste Super-8 Film meines Vaters aus dem Jahr 1978 in die Hände gefallen, der meine Brüder, längst verstorbene Familienmitglieder und eine Fülle persönlich sehr wertvoller Erinnerungen zeigt; diese wurden allerdings nicht auf 35 mm Film, sondern auf Amateurformat (S8) und leider mittels Amateurkamera (meinen Vater als Filmer-Neuling mit eingeschlossen) erstellt.

      Dies rechtfertigt daher m.M.n. keine kostspieligen Reparaturwerkzeuge, wenngleich die Info die Verfügbarkeit solcher für mich wertvoll ist; mein - seit den 50er Jahren auf 16 mm filmender - Onkel wird über diese Infos sehr dankbar sein.

      Ich begnüge mich vorderhand mit der Stabilisierung durch Mercalli und die Farbkorrekuren mit Bordmitteln von Edius; die Ergebnisse des Demo - NEAT - Plugins haben mich noch nicht zur Anschaffung überzeugt.

      Beste Grüße aus Wien von
      Franz
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