Audioreferenzpegel / Kompressor

  • Version 8.5x
  • AC3 oder DolbyDigital unterstützen Bitraten bis zu 640kbit/s, wie beispielsweise mein Steinberg DolbyDigital Encoder. Auch nachzulesen in de.m.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital
    Dann liegt allerdings eine 5.1 Kanal Aufzeichnung vor.
    Wer weniger verlustbehaftete Komprimierung wünscht greift zu DTS.
    Bei DD Plus = E-AC3 sind bis zu 6mbit/s möglich.

    Je höher die Datenraten bei AC3 und AAC sind, desto mehr relativiert sich die Qualitätsaussage.
    Auch AAC hat noch unterschiedliche Profile für unterschiedliche Bitraten de.m.wikipedia.org/wiki/Advanced_Audio_Coding

    Mit dem sonnox.com/plugin/fraunhofer-pro-codec
    erstelle ich AAC-LC, HE-AAC oder HD-AAC.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KlausM ()

  • Bin auf der Suche nach dem Zusammenhang zwischen NORMALIZE, GAIN in den PROPERTIES und Audio-Referenzpegel auf Euren Austausch gestossen, der ein wenig Licht in mein Dunkel gebracht hat - DANKE!

    Ich arbeite mit V7.53 und habe mir jetzt eine Doku mit 20 Std. Rohmaterial wieder vorgenommen, von der ich 25 min geschnitten hatte. Dabei habe ich ein Riesenproblem mit den Audiopegeln, das ich bei ueber 30 Dokus frueher nie hatte: Fast alle Timeline-Clips zeigen durch einen braunen Streifen, dass der Audiopegel veraendert wurde – und zwar nicht durch Keyframes auf der Volume-Linie des Clips, sondern in den Properties (Gain) oder durch Normalize. Habe mir alles zum Thema Properties und Normalize im Handbuch und sonstwo durchgelesen, was ich finden konnte, aber ein Rest Verwirrung besteht weiterhin:
    • Der Beschreibung - und Eurer Erklaerung nach - kann ich mit NORMALIZE z.B. den Pegel aller angewaehlten Clips einer Sprachaufnahme um -6 dB reduzieren. So weit - so gut. Aber dadurch aendert sich auch der GAIN-Wert in den PROPERTIES, was mich sehr stoert, denn dort moechte ich eigentlich meinen Originalpegel sehen.
    • Den Referenzpegel in den Project Settings hatte ich bisher in allen meinen Projekten auf -18 dB gesetzt. Das ist doch der Pegel, der zusammen mit dem Farbbalken fuer den Technische Vorspann verwendet wird. Bei Anwahl von NORMALIZE erscheinen immer diese -18 dB und nicht der zuletzt gewaehlte Wert - wieso? Der Referenzpegel sollte doch im Projekt eigentlich nichts bewirken, sondern eben nur als Referenz dienen.
    • Alle meine Clips hatte ich mit dem korrekt ausgesteuerten und unveraenderten Ursprungspegel eingespielt. Jetzt steht aber in den PROPERTIES bei fast allen ein anderer Gain-Wert als „0“. Kann ich diesen Gain-Wert in den PROPERTIES fuer alle angewaehlten Clips resetten? Oder muss ich das jetzt fuer jeden einzelnen Clip machen? Ich moechte einfach den Ausgangszustand haben – ohne jede Pegelveraenderung, die ich nicht selbst mit Keyframes vorgenommen habe - und ohne jeden einzelnen Clip meiner 25 geschnittenen Minuten aendern zu muessen...
    • Mir ist der Zusammenhang zwischen GAIN in den PROPERTIES, dem Audiopegel im Timeline-Clip und NORMALIZE nicht klar: Ich habe z.B. eine Sprachaufnahme, die im MIXER zwischen 0 und - 6dB anzeigt. Beim MIXER stehen alle Regler auf 0. Den Audiopegel des TL-Clips habe ich von Hand auf -1.4 dB korrigiert, der GAIN in den PROPERTIES zeigt 0.4 an. Wenn ich nun 0 dB NORMALIZE anwende, liegt der Pegel im TL-Clip immer noch bei -1.4dB, der GAIN in den PROPERTIES bei 8.4, und im MIXER habe ich einen viel zu hohen Pegel (von ungefaehr 8.4dB - also vermutlich wie in den PROPERTIES?). Wofuer soll denn der GAIN in den PROPERTIES gut sein - ausser um mich zu verwirren? Dadurch wird die ganze Audiobearbeitung voellig unuebersichtlich, weil ich ueberhaupt nicht mehr weiss, wie ich zu einem bestimmten Pegel gekommen bin und was fuer einen Originalpegel ich hatte. Kann man den GAIN-Wert in den PROPERTIES deaktivieren?
    • Am liebsten waere es mir, wenn ich alle Audiopegel meines Projekts auf den Ausgangswert resetten koennte - also so, wie ich sie eingespielt habe. Habe aber keine Funktion dafuer gefunden - habt Ihr einen Tipp?
    • Vielen Dank im voraus! ?( ?( ?(
  • Hallo Litti:
    Dadurch wird die ganze Audiobearbeitung voellig unuebersichtlich, weil ich ueberhaupt nicht mehr weiss, wie ich zu einem bestimmten Pegel gekommen bin und was fuer einen Originalpegel ich hatte.
    Wer wäre darüber noch nicht gestolpert?

    Vielleicht klärt sich Dein Problem dadurch:
    1) Angenommen Du setzt in NORMALIZE den Wert auf -6 dB.

    2) NORMALIZE in Edius bewirkt keine Reduzierung um -6 dB!

    3) NORMALIZE setzt vielmehr die "durchschnittliche" Lautstärke des Audios auf den Wert von -6 dB ! // Genauer: Den RSM-Wert (Root Square Mean); RSM: siehe Google.
    Das bedeutet unter anderem, dass die Maximalspitzen i.A. über -6 dB zu liegen kommen, ja sogar höher als 0 dB sein können. // Anders wäre ja der gewünschte RSM-Durchschnitt nicht zu erreichen.

    4) In den Clipeigenschaften wird unter Gain hingegen der tatsächliche dB-Wert angezeigt.
    Vielleicht hast Du Lust, im Vademecum (Band-3 z.B.) diesbezüglich ein wenig zu schmöckern?
    Gruß kurt
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  • kpot11 schrieb:

    Dadurch wird die ganze Audiobearbeitung voellig unuebersichtlich, weil ich ueberhaupt nicht mehr weiss, wie ich zu einem bestimmten Pegel gekommen bin und was fuer einen Originalpegel ich hatte.
    Wer wäre darüber noch nicht gestolpert?
    Haha - danke, das beruhigt mich...

    Vielen Dank fuer Deine schnelle Rueckmeldung. Ich glaube, dann lasse ich lieber die Finger von NORMALIZE - vorher habe ich das ja auch nicht gebraucht...

    Danke auch fuer dne Link auf Dein VADEMECUM - werde ich mir gleich mal reinziehen!

    Hast Du auch einen Tipp fuer einen Reset aller Audiopegel ?
    Diese Funktion waere bei all dieser Verwirrung ja das Allerwichtigste... :grinding: :grinding:
  • Litti schrieb:

    Hast Du auch einen Tipp fuer einen Reset aller Audiopegel ?
    Ich denke gerne darüber nach. Wenn ich eine Lösung gefunden habe, melde ich mich wieder.

    // Aber ich fürchte, wenn Du inzwischen in den sauren Apfel beißt ... bist Du vermutlich eher fertig als ich :nw:
    Vielleicht findet sich noch jemand im Forum, der hierzu eine gute Idee hat (die Hoffnung stirbt zuletzt).
    Gruß kurt
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  • Habe schon mal angefangen...

    Den Gain in den Properties kann man vermutlich nicht fuer mehrere Clips auf Null setzen. Je mehr Funktionen die Software hat, desto mehr automatische Resets braeuchte man eigentlich.

    Mein Lieblingsspruch: Video und Audio - zwei Welten prallen aufeinander... :beerbros:
  • Litti schrieb:

    Den Gain in den Properties kann man vermutlich nicht fuer mehrere Clips auf Null setzen.
    In der BIN gibt es dafür die, anderswo (z.B. Clipfarbe) vorhandene Möglichkeit, leider nicht. Wäre ja auch zu schön gewesen.
    Mein Credo: Bild und Ton sind Geschwister und sollten völlig symmetrisch behandelbar sein; ist leider nicht so implementiert.

    Vielleicht Folgendes zum überlegen (als eine von vielen Möglichkeiten, strukturiert vorzugehen), komprimiert formuliert:
    1) Ich benutze als ersten Audio-Schritt - pro Audiospur - die Normalisation. Damit erreiche ich, dass alle in dieser Spur liegenden Audioclips die gleiche durchschnittliche (!) Tonhöhe haben. Dazu habe ich die Normalisation auf -12 dB standardmäßig eingestellt. // Man beachte: gleiche - und nicht diesselbe - Tonhöhe (sonst bräuchte man ja keine weiteren Feinjustierungen).
    2) Erst danach benutze ich den Audiomixer(Spur) und stelle Musik auf z.B. - 24 dB ein und die Geräusche auf z.B. -18. Quasi die Grunddifferenzen zum Kommentar.
    3) Da es dann bei einzelnen Clips noch den Bedarf für Feinjustierung gibt, werden diese via Audiomixer(Clip) angepasst.
    4) Gain in der Clipeigenschaft benutze ich allenfalls als Kontrolle, wie ich absolut liege - für allfällige Feedback-Korrektur.
    5) "Badewannen" im Audio-Rubberband für Kommentare/Sprache werden am Schluss festgelegt.
    // Dieses Modell habe ich im Vademecum etwas ausführlicher (VSTs, EQ und Kompressoren gibts ja auch noch) dargelegt.Damit habe ich eine klare Vorgehenshierarchie - und nutze Iteration in alle Ebenen zurück (weiß dann immer, was bis dahin getan wurde).

    Wie ich aber sagte: Da gibts viele mögliche Workflows, die zum Ziel führen. Wichtig scheint mir eines zu sein: "Spontanes" Herumkorrigieren unbedingt vermeiden und (irgendwie) systematisch vorgehen, sonst hat man das Chaos auf effizienteste Art erzeugt.
    Last but not least (als Trost): Wenn ich alles resetten müsste, gings mir wie Dir. Denn da bräuchte man mehr/andere Funktionen.
    Gruß kurt
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kpot11 ()

  • Hallo Kurt,

    interessanter Workflow! Werde ich mal ausprobieren - aber nicht gerade in diesem Riesenwerk... Lieber mal bei einem Dreiminueter.

    Ich habe bisher nie mit NORMALIZE gearbeitet, sondern - wenn der Schnitt steht - alles mit Keyframes gemacht - die Korrektur des Tonpegels wie auch die Badewannen. Habe nie eine Grunddifferenz eingestellt (ausser z.B. bei Musik von CD), sondern bearbeite nur die Audiopegel der Timeline-Clips nach Gehoer - also Kommentar und Interviews haben Prioritaet, und danach dann Atmo und Musik von Hand angleichen.

    Was ich mir unbedingt noch anschaffen will, sind Limiter und Kompressor - ich vermute, Du arbeitest mit Audacity?
    VST Plugins, die ich mal installiert hatte, habe ich wieder rausgeworfen, weil EDIUS dabei abgestuerzt ist bzw. es unendlich lange gedauert hat.

    Auf jeden Fall hast Du ein tolles Vademecum gemacht applause applause applause - habe mir gerade den Teil 3 runtergeladen, den hatte ich noch nicht. Was fuer eine Wahnsinnsarbeit! Werde mir das waehrend des Feinschnitts mal zur Hand nehmen und schauen, was ich davon bei diesem Projekt einsetzen kann.

    Und natuerlich ganz, ganz herzlichen Dank fuer Deine schnellen Antworten und Deine Hilfe! :thumbsup:
  • Litti schrieb:

    interessanter Workflow! Werde ich mal ausprobieren - aber nicht gerade in diesem Riesenwerk... Lieber mal bei einem Dreiminueter. Gute Idee!

    Ich habe bisher nie mit NORMALIZE gearbeitet, sondern - wenn der Schnitt steht - alles mit Keyframes gemacht - die Korrektur des Tonpegels wie auch die Badewannen. Habe nie eine Grunddifferenz eingestellt (ausser z.B. bei Musik von CD ===> also doch ;) ), sondern bearbeite nur die Audiopegel der Timeline-Clips nach Gehoer - also Kommentar und Interviews haben Prioritaet, und danach dann Atmo und Musik von Hand angleichen. ===> Gewohnheiten haben sich bewährt, sonst hätte man andere!

    Was ich mir unbedingt noch anschaffen will, sind Limiter und Kompressor - ich vermute, Du arbeitest mit Audacity? ===> Ja; wann im Workflow siehe Vademecum.

    VST Plugins, die ich mal installiert hatte, habe ich wieder rausgeworfen, ===> Ich benutze VSTs auch eher sehr selten.
    Audio ===> Vademecum (Band-3): Seiten 5ff, 9ff, 56-70 (dieses Kapitel ist vermutlich die an Informationen/Überlegungen reichste Fundstelle!).
    Gruß kurt
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  • Reset aller Audiopegel (inkl. GAIN in den PROPERTIES):

    "// Aber ich fürchte, wenn Du inzwischen in den sauren Apfel beißt ... bist Du vermutlich eher fertig als ich
    Vielleicht findet sich noch jemand im Forum, der hierzu eine gute Idee hat (die Hoffnung stirbt zuletzt)."

    Habe in den sauren Apfel gebissen und alle Clips von Hand in den Urzustand versetzt.
    Jetzt geht es mir besser - ich mache jetzt wieder alles wie vorher, ohne NORMALIZE,
    und der GAIN-Wert bleibt erfreulicherweise bei 0...

    Never change a running system!