leere Bilder finden

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  • leere Bilder finden

    Hallo,

    in der TL haben sich doch ein paar leere Bilder eingeschlichen. Ist passiert, als ich Clips aneinander gerückt habe und dabei geschlampt habe (nicht weit genug hineingezoomt, Magnet hat nicht richtig gegriffen). Wenn mir solche schwarzen Stellen aufgefallen sind (immer nur ein einzelnes Frame), hab ich sie natürlich gleich korrigiert. Fleisch für ein Bild ist fast immer vorhanden. Aber es fällt einem nur auf, wenn man intensiv auf den Monitor starrt. Das ist bei 60 Minuten Film so kaum lösbar. Und jeden Schnitt einzeln anzufahren (Ctrl-Cursor re) würde bei der Menge (ich schätze mal ein paar hundert, wenn nicht sogar mehr als tausend Schnitstellen) viele Stunden dauern. Kennt ihr da eine andere Möglichkeit?

    Ich wüsste zu gern, wieviel einzelne Clips (und damit wieviele Schnitte) ich da eigentlich verbaut habe. Gibts dafür eine Funktion in EDIUS?

    Grüße Norbert
    Intel Core i7-4930K, 16 GB RAM, Win 10 Pro, AMD Radeon R9 200 Series, DRW-24 SCSI CdRom, HL-DT-ST BD-RE SCSI CdRom, Edius 9.1 Pro, Storm Mobile
  • Ich glaube, wir hatten das Thema in den vergangenen Monaten schon mal, und ich glaube mich zu erinnern, dass es keine automatische Lösung gibt.

    Prinzipiell reden wir hier ja von Arbeit (ob Freizeit oder professionell sei mal dahingestellt). D.h. streng genommen bedeutet das: wenn Du einen oder mehrere sog. "dead frames" in Deinem Film hast, dann deshalb, weil Du nicht sauber gearbeitet hast. Das ist jetzt keine Wertung, sondern ein einfaches Ursache-Wirkung-Prinzip. Und damit hast Du die Arbeit eben jetzt hinterher. Das ist ähnlich wie Leute, die sich auf Dreh zu wenig Zeit z.B. für den Weißabgleich nehmen: diese Zeit verballerst Du dann im Schnitt für Farbkorrektur... Alles nicht schlimm - nur eben eine Verlagerung der Arbeitszeit.

    ABER: Du machst ja - vor allem bei einem größeren Projekt - ohnehin eine Qualitätssicherung. Du wirst also Deinen fast fertigen Film exportieren (aber mit Timecode!), auf einen USB-Stick ziehen und Dir auf dem großen Fernseher in der Wohnstube anschauen. Es hilft dabei tatsächlich, den Film mal NICHT am Schnittplatzmonitor anzuschauen, sondern auf einem Gerät an einem anderen Ort. Dort hockst Du Dich mit Zettel und Bleistift hin und schaust in Ruhe Deinen Film. Dabei notierst Du Dir alles, was Dir komisch erscheint, und das sind häufig die unterschiedlichsten Dinger (Tonsprünge, unsaubere Blenden, nicht exakt ausgerichtete Eintitelungen etc.). Und dabei notierst Du Dir auch alle Deadframes. Anschließend arbeitest Du die Liste ab. Natürlich sitzt Du auf diese Weise mindestens die Laufzeit Deines Films plus die Zeit für vor- und zurückfahren, schreiben etc. Aber bei einem 1-Stunden-Film sollten Dir zwei Stunden Qualtätscheck nicht zu viel sein. Du hast ja den Anspruch, dass nicht Deine Zuschauer Deine Fehler finden, sondern Du - und zwar vorher! ;)

    Tipp: Deadframes sind einfacher zu sehen (weil auffälliger), wenn sie weiß statt schwarz sind. Erstelle also unter der V1 eine Videospur (= die neue V1) und unterlege den gesamten Film mit einer weißen Farbmatte. Statt einem schwarzen Leerframe wirst Du nun also ein weißes sehen. Es müsste also (wenn Du nicht im falschen Moment blinzelst) einen kurzen weißen Blitz geben. Notieren. Sammeln. Korrigieren.

    Edit: EINE automatische Lösung gibt es doch, aber sie zu implementieren dauert länger. Ein Edius-User im internationalen Forum hat mal ein PlugIn gebaut, mit dem man checken kann, ob der Gamut innerhalb der techn. Spezifikationen liegt. Dazu gab es eine Analyse-Funktion mit Log-Datei-Erstellung. Man müsste statt einer weißen Matte dann eine Matte erstellen mit einer Farbe bzw. Gamutwert, der deutlich außerhalb der techn. Spezifikation liegt. Wenn man dann mit dem PlugIn die Analyse macht, tauchen im Logfile alle Frames auf, deren Gamut-Werte unstimmig sind. Nur bekommt man dann gleich noch alle anderen Stellen angezeigt, an denen man unsauber gearbeitet hat...
    Intel Core i7-7820X ---- Noctua NH-D15S ---- MSI X299 GAMING M7 ACK ---- 64GB RAM 2666-15 Corsair Dominator Platinum ---- 500GB Samsung 960 EVO M.2 (system SSD) ---- 512GB Samsung 960 PRO M.2 (data SSD) ---- Aorus Nvidia GTX 1080 Ti ---- be quiet! SILENT BASE 600 Case ---- be quiet! Dark P. Pro P11 850W ---- Win10 Pro ---- Edius WG 8.53.2808
  • strzata schrieb:

    Danke! Sehr informativer Beitrag!
    Kann mir EDIUS anzeigen, wieviele Clips/Schnitte in der TL liegen?
    Hallo (wieder mal ich ;) )

    Im Forum unter
    Statistik zum Projekt erstellen
    findest Du vielleicht, was Du brauchen kannst! Es handelt sich dabei um nur 5 Beiträge, also rasch zu überblicken.
    Halte uns auf dem Laufenden obs das war.
    Gruß kurt
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GIGABYTE GeForce GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
    - WIN-10/64 PRO, Firefox, DropBox, ImageBurn, PhantomDrive
    - EDIUS-9.31(4196), Mercalli-2 und 4, NeatVideo, NewBlue ChromaKeyPro, Audacity, Adobe Photoshop, Cyberlink Power-DVD, Movavi VideoConverter Premium, RESOLVE-15, Adobe InDesign, andere diverse System- und AV-Tools
  • Hi,

    der von Hans beschriebene Weg = Sprung mit <S> bzw. <A> ist m.E. die einzige Lösung für Dein Problem.
    • Stelle die Einstellung Zeitskala Deiner Sequenz(en) auf 1 Bild -=Tastenkombi <Strg> + <1> (Schreibtastatur, nicht Zahlenblock!!!), bzw. Auswahl oberhalb der Spurenanzeige;
    • auf den Anfang der Sequenz gehen (<Pos 1>) und mit <S> weiterspringen;
    • so sind die "Lücken" sehr gut zu erkennen.


    Auch bei einer 60 min. TL sollte dies eigentlich in wenigen Minuten zu erledigen sein.
    Klar mach das jetzt Arbeit und benötigt natürlich auch Konzentration, aber es ist durchaus machbar und wie gesagt m.E. die einzige Lösung.


    Was würde es Dir denn jetzt nützen, wenn Du wüsstest, dass z.B. 549 Clips auf Deiner TL liegen? Das ist doch dafür völlig irrelevant.


    Vielleicht als Tipp für die Zukunft:
    • teile Dein Projekt in logische Abschnitte auf (je nach Film also z.B. nach Orten, Tagen, Musikstücken, usw.) und lege dafür einzelne Sequenzen von nicht mehr als vielleicht 10 min. an (ideal sind so um vielleicht 5 min.);
    • bearbeite diese Sequenzen einzeln - das ist viel übersichtlicher und spätere Änderungen in einem Teilbereich (insbes. Längenänderungen, Verschieben usw.) wirken sich nicht auf den Inhalt anderer Sequenzen aus;
    • Du kannst diese Sequenzen bei entsprechender Einteilung dann auch gleich als einzelne Kapitel bei DVD/BD-Erstellung nehmen;
    • zum Schluss eine neue "Gesamtsequenz" anlegen und darauf die einzelnen Sequenzen in der richtigen Reihenfolge legen.


    Gruß
    Peter
    ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
  • gurlt schrieb:

    der von Hans beschriebene Weg
    Ich kann mich nicht erinnern, das ich umgetauft wurde. :lol:

    gurlt schrieb:

    Klar mach das jetzt Arbeit
    Weniger als diesen Thread durchzulesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Grass Valley Moderator 1
    - freiwilliger firmenunabhängiger Foren-Moderator -


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    Dies ist ein moderiertes Anwender zu Anwender Forum.

    Support Seite von EDIUS.DE: edius.de/support.html
  • Grass Valley Moderator 1 schrieb:

    Ich kann mich nicht erinnern, das ich umgetauft wurde.
    Uups - Zahlenleseschwäche ^^

    Ich habe nur (Moderatoren-Avatar) "Rot" gesehen und nicht auf die "Extension" geachtet... - Sorry
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  • strzata schrieb:

    Kennt ihr da eine andere Möglichkeit?
    Mir ist eben noch eine Möglichkeit eingefallen, die vielleicht benutzt werden könnte:

    Wenn Du
    1) alle Clips in der Timeline markierst (SHIFT+A) bzw.
    2) alle Clips in einer Spur (CTRL+A) und dann
    die Backspace-Taste betätigst, werden alle Lücken zwischen den markierten Clips gelöscht.
    // 1) und 2): Wenn da natürlich Lücken vorhanden sind, die gewünscht sind, dann würden die ebenfalls gelöscht.
    // 2): Wenn der erste Clip nicht am Anfang der Timeline liegt, wird die Lücke bis zum ersten Clip ebenfalls gelöscht.

    Am einfachsten wäre es, die Sequenz zu duplizieren (nicht kopieren) und mit diesem Duplikat die Backspace-Funktion zu testen.
    // Vielleicht ist diese Backspace-Methode zufällig in Deinem Fall brauchbar.
    Gruß kurt
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