Der fertige Film zu „BALL BROTHERS IN BAMBERG“ Dauer 11.44 Minuten

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    • Der fertige Film zu „BALL BROTHERS IN BAMBERG“ Dauer 11.44 Minuten

      Hallo zusammen,

      jetzt habe ich den Film endlich finalisiert - hat echt sehr lange gedauert und ich bin froh, dass es geschafft ist.
      Da ich zum Teaser gar kein Feedback erhalten habe, wäre es schön, jetzt mal was von Euch zu hören :)

      Anbei ein sehr interessanter Link aus der Sueddeutschen zum Thema Lavar Ball und sein Söhne Imperium:

      sueddeutsche.de/sport/basketba…ter-im-us-sport-1.3625608

      Ist schon recht krass das alles, aber ich muß sagen, ich habe ihn recht normal und sympathisch erlebt.

      Anbei der Filmlink:



      Viel Spaß beim schauen :D Beste Grüße aus Oberfranken
      Christian
    • Lieber Christian,
      setz Dich hin, mach Dir ein Bier auf - ich werde ehrlich sein.

      Zunächst der Disclaimer: natürlich erkenne ich Deine Leistung an. Ich habe selber häufig mit der Kamera an einem Basketball-Feld der 2. Bundesliga ProA/B gestanden und weiß daher, wie schwierig Basketball-Spiele zu filmen sind, wie groß die Jungs tatsächlich sind (entsprechend schwierig sind Interviews). Ich weiß, wieviel Zeit und Nerven für so ein Projekt draufgehen, und wieviel Geld man mit so einem Film nicht verdient, obwohl man ja trotzdem enorm viel Arbeit hat. Deshalb wie immer an dieser Stelle: Respekt!

      Aber: mich hast Du mit dem Film weder begeistert noch berührt. Folgende Begründung (und das ist natürlich jedesmal meine Meinung, die jemand anders gern anders sehen kann!):

      # Ganz generell liegt es nicht unbedingt daran, dass Du etwas sehr grundlegendes falsch gemacht hättest. In den meisten Fällen habe ich den Eindruck, dass Potential verschenkt wurde, weil Du alles allein machst (und da zwangsläufig einiges auf der Strecke bleibt), oder weil Du auf vielen Gebieten zwar gute Grundkenntnisse hast, Dir aber eben doch viel Erfahrung fehlt, weswegen bestimmte Teilbereiche eher nicht so gut gelungen sind.

      # Mein allergrößter Kritikpunkt ist dabei der Inhalt, deswegen gehe ich da stärker drauf ein.


      #### Story/Inhalt/Dramaturgie

      # Einstieg
      - Mein erstes Problem: worum geht es in dem Film? Der Titel sagt "Ball Brothers in Bamberg". Okay. "Ball" macht ja Sinn, denn es ist ja Basketball. Dass es sich um eine Familie dreht, die tatsächlich mit Nachnamen "Ball" heißt (und sei es nur ein Künstlername), hab ich zunächst gar nicht gecheckt, denn "Ball Brothers" klingt eher wie der schlechte Name einer Artistiktruppe.
      - Dass der Vater da mit dem Mikro in die Kamera spricht, ist zwar ein netter Auftakt. Aber es bleibt unverständlich. Bis hierhin gehe ich noch mit. Man muss als Filmemacher nicht immer mit der Tür ins Haus fallen, sondern kann ja erstmal Spannung/Rätsel aufbauen und somit Interesse wecken. Wichtig wäre jetzt aber die dramaturgische Fortführung/Auflösung. Als nächstes aber sagt Dein Sprecher: "Das ist ja mal eine Ansage von LaVar", und spätestens jetzt frage ich mich: muss ich den kennen? Ist das der Bamberger Trainer? Oder ein ehemaliger Stammspieler? Ein aktueller (nur schon etwas älter aussehender) Spieler?
      - Und dann geht es weiter mit irgendeiner Mannschaft, die irgendwo eine Pressekonferenz abhält.

      Mein Problem damit: Ich bin jetzt nicht üüüübermäßig Basketball-interessiert, auf jeden Fall nicht genug, um die Ball-Brothers zu kennen. Außerdem habe ich mit der Region Bamberg/Baunach überhaupt nix am Hut, mir fehlt also jede regionale Bindung. Und obwohl es in den journalistischen Grundlagen zurecht heißt, man solle anschaulich und genau berichten, hast Du hier den dramaturgischen Fehler gemacht, mir als neutralem Zuschauer den Einstieg in den Film bzw. den Zugang zu den Protagonisten zu verwehren - denn ich frage mich immer noch, um wen es hier eigentlich geht -, mir aber gleichzeitig zu erzählen, dass die PK im Ertl Shopping Center stattfand, dass die Moderatorin Danica Großer heißt und von Radio Galaxy kommt, und sogar, dass sie die Veranstaltung "gekonnt professionell" moderiert hat, und dass die Veranstaltung ein "Mega-Erfolg" gewesen sei. Dabei interessiert mich das alles gar nicht - und Dich ja eigentlich auch nicht, wenn Du ehrlich bist. Denn weder hat das Shopping-Center Einfluss auf den Inhalt, noch taucht die Moderatorin irgendwie inhaltlich auf. Es ist auch egal, ob sie das gut, schlecht oder professionell gemacht hat, denn es hat mit dem Inhalt Deines Films nix zu tun. Auch die Aussage, dass die Veranstaltung ein "Mega-Erfolg" gewesen sei, bringt mir als Zuschauer nichts. Was bedeutet das denn? Waren 50 Leute da? Oder 500? Oder 5.000? Und wären 500 Zuschauer gut? Diese Sätze sind klassische Füllsätze und erinnern mich an meine Zeit beim Lokalfernsehen. Und genau so wirkt diese Passage in Deinem Film auch: Ereignisberichterstattung im Lokal-TV. Dort, wo es besonders schnell gehen muss und nichts kosten darf. Das ist auch okay für 1:30 im Lokal-TV, aber nicht für einen 12-Minuten-Film.


      # Hauptteil

      - Weiter geht es mit dem Training, aber eigentlich ja tatsächlich nur mit den Schuhen. Dabei verlierst Du leider (schon wieder) den Blick für das Wesentliche: Erst zeigst Du uns die Schuhe. Dann kommt wieder so eine (sinnlose) Füllpassage, nämlich dass der eine Sohn gerade vom Physiotherapeuten durchgeknetet wird. Dann wieder zurück zu den Schuhen, und jetzt kommt der Hammer: Du verkündest uns, Vater Ball habe mit seiner eigenen Big Ball Brand Collection und seiner eigenen JBA-Liga große Aufmerksamkeit in den USA erzielt.

      --> JETZT, nach zwei Minuten und fünfzehn Sekunden, bekomme ich (weil nicht soooo Basketball-interessiert) zum ersten Mal mit, dass es da um einen Typ geht, der offenbar seine eigene Liga gegründet hat. Das muss ich mir aber leider aus dem Zusammenhang erschließen, weil es so nebensächlich im Satz eingestreut ist, dass ich es nicht glauben kann. Du erzählst uns generell diesen ganzen Film, als kenne man die Familie und deren Hintergründe. Aber sogar der Jugendkoordinator der Baunach Young Pikes sagt ja im O-Ton, dass er auch erstmal über die Familie/Marke recherchieren musste. Du darfst also davon ausgehen, dass 99% aller Deutschen keine Ahnung haben, von wem da die Rede ist.

      Im großen Zusammenhang habe ich damit dramaturgisch also folgendes Problem:
      - Entweder ich kenne Familie Ball nicht. Leider aber versuchst Du gar nicht erst, mich als Zuschauer zu gewinnen, denn Du gibst mir keine Chance, zu erfahren, wer das eigentlich ist, was er tut, warum er möglicherweise kontrovers diskutiert wird etc.
      - Oder ich weiß, wer die sind. Dann aber bin ich offenbar Basketball-interessiert und erwarte von Deinem Film Einblicke, Statements und Details, die ich noch nicht kenne. Dafür wiederum lieferst Du aber ziemlich wenig, sondern treibst an der Oberfläche.

      - Nun folgt der Spielbericht. Also ein klassischer Spielbericht. Wir erfahren also wirklich nur, wie das Test-/Trainingsspiel lief. Nicht mehr.


      # Schluss
      - Mit dem Ende des Trainingsspiels endet auch der Film. Und nun?
      - Auf den letzten Satz muss ich nochmal eingehen. Du sagst "LiAngelo und sein JBA-Team werden sicherlich noch lange an dieses Gastspiel in Bamberg denken." Ganz ehrlich? Werden sie nicht! Warum sollten sie auch? Der Vater möchte (so sagt er im Zeitungsartikel) Milliarden verdienen, hat also ganz andere Dinge im Kopf, und die Jungs wollen/sollen NBA spielen. Warum also sollten sie sich an ein völlig unbedeutendes Gastspiel bei einer völlig unbedeutenden Mannschaft einer deutschen Provinzstadt erinnern? An den Tagen in Bamberg ist aus Sicht der US-Jungs NICHTS ungewöhnliches passiert - jedenfalls berichtest Du nicht davon. Was übrigens wieder die unbeantwortete Frage aufwirft: was zum Geier wollten die eigentlich in Bamberg mit dem Testspiel erreichen? Jedenfalls: wenn die Jungs es mal in die NBA geschafft haben und weltberühmt sind, dann wird man sich in Bamberg und Umgebung an dieses Spiel erinnern, aber nicht umgedreht! Bitte verstehe meine Aussage bitte nicht als Boshaftigkeit. Der Satz klingt nett, aber eigentlich nur nett für die Bamberg-/Baunach-Fans. Denn wenn die Ball-Brüder sich "noch lange an dieses Spiel erinnern" werden, hieße das ja, dass das Baunach-Team ihnen irgendwas bedeuten würde. Und das hört man als Fan sicherlich gern. Es schreibt sich auch leicht, und es klingt nach einem schönen Schluss, da stimme ich zu. Aber es ist nur ein Hinauskomplimentieren des Zuschauers; der Versuch, dem eigenen Filmende ein HappyEnd zu verpassen. Ansonsten müsstest Du nämlich sagen: "Nach dem Spiel flogen die Ball Brothers wieder nach Hause", und das klingt so gewöhnlich, so unbedeutend. Es spiegelt aber das Grundproblem Deines Filmes wieder: Du erzählst keine wirkliche Geschichte, und deswegen hast Du auch kein Ende, und deswegen wiederum brauchst Du diesen schön klingenden Satz. Aber er ist nur schön, solange man nicht darüber nachdenkt. Vor allem ist er nicht realistisch, nicht ehrlich.



      >> Der Film stellt sich leider lediglich als eine chronologische Abfolge des Besuchs der Ball-Familie dar: Pressekonferenz, Training, Testspiel. Mehr nicht. Keine Vorstellung der Personen, keine Auseinandersetzung mit den streitbaren Seiten von Vater Ball, keine Einblicke der Söhne zu der Thematik.
      - Für einen halbwegs interessierten Bamberg-/Baunach-Fan mag es ein interessanter Einblick in die Saisonvorbereitung sein.
      - Wie von mir dargelegt, ist es aber für einen nicht-Basketball-Interessierten extrem schwer, zu verstehen, um wen es hier geht.
      - Für einen wirklichen Kenner wiederum ist Dein Film am Ende nicht sehr viel mehr als der Spielbericht zu einem Testspiel, erweitert um ein paar Bilder von Training und Pressetermin.


      Zähl doch mal nach, wieviele O-Ton-Statements eines Ball'schen Familienmitglieds in Deinem Film vorkommen und was sie darin sagen. Du wirst feststellen: fast gar nicht. Der Papa macht den coolen Auftakt in die Kamera, die Söhne sagen "NBA" und erklären, was ein Point Guard ist (was wiederum das uninteressanteste ist, das man ausgerechnet sie fragen konnte).


      Auch wenn ich das hier ziemlich knüppeldick geschrieben habe, obwohl ich Dich ja eigentlich gar nicht runterputzen wollte, möchte, dass Du meinen Standpunkt verstehst: es ist okay, wenn Du sagst: "Ich will einfach nur zeigen, was da passiert ist." Dann wird es eine solche chronologische Abfolge, wie Du es gemacht hast, und fertig. Dann wird es hauptsächlich eine technische Geschichte: sind die Bilder schick, ist der Schnitt gut... Aber inhaltlich wirst Du damit nur die Leute begeistern, die ohnehin krass im Thema stecken: also Basketballfans mit Bezug zu den Regionen bzw. Vereinen Bamberg/Baunach und/oder mit Vorkenntnissen um die Familie Ball.

      Das bedeutet: Du machst Dir einen enormen zeitlichen/technischen Aufwand für den Film, schränkst aber gleichzeitig Deinen Zuschauerkreis sehr stark ein, weil Du keine Geschichte erzählst, die interessant ist und der man sogar als Außenstehender folgen könnte.

      Das ist schade, aber genau hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen in der Videofilmerei: diejenigen, die hauptsächlich Spaß an Kamera und Schnitt haben, aber Dramaturgie für unwichtig halten... ("ich will doch nur das Geschehen hier zeigen..."). Doch diese Videofilmer werden selten richtig gute Filme machen. In diese Kategorie fallen auch die meisten Urlaubsvideos, egal ob von Mallorca, Teneriffa oder Kanada. Darin geht es immer nur um die Bilder und wie sie geschnitten sind, und ob noch jemand mit einer Drohne über den Strand geflogen ist. Aber das ist bestenfalls nett, in den meisten Fällen aber belanglos, solange ich als Zuschauer keine emotionale Bindung herstellen kann.

      Und dann gibt es diejenigen, die verstanden haben, dass es die Geschichten sind, die uns eigentlich fesseln, und die dann technisch mit Kamera und Schnitt gut umgesetzt sein müssen. Geschichten zu erzählen folgt aber ebenso Regeln wie das Einrichten eines Kamerabildes, und deswegen muss man sich mit dem Storytelling befassen - neben Kamera und Schnitt also das auch noch lernen. Das sind dann aber auch die Leute, die merken, warum man an welcher Stelle welchen Effekt einsetzt oder eine bestimmte Kameraposition wählt: nicht weil sie es können, sondern weil es dem Erzählen der Geschichte dient.

      Und das gilt eben auch in dokumentarischen / reportageartigen Formaten wie Deinem Film. Nur weil Du den Film an einem aktuellen Ereignis aufgehangen hast, bedeutet das nicht, dass Du keine Geschichte erzählen brauchst. Es bedeutet vor allem nicht, dass Du die Chronologie einhalten müsstest. Denn die Geschichte, die Du erzählst, extrahierst Du aus dem thematischen Hintergrund.


      Ein paar Fragen, die sich mir aufdrängen, wenn ich Deinen Film ansehe:
      - Wer ist also Vater Ball?
      - Was will der?
      - Warum macht man mit seinen Söhnen / seinem Team ein Testspiel in Franken, wenn man eigentlich gedanklich an die NBA und Milliarden von Dollar denkt?
      - Was hat das allen gebracht?

      Zusätzliche Fragen, die sich mir aufdrängen, nachdem ich den von Dir verlinkten Zeitungsartikel überflogen habe:
      - Was wollte Vater Ball wirklich? War der nur in Bamberg, oder war er auf Deutschland-/Europa-Tournee? Zu welchem Zweck? Also, ganz ernsthaft: warum waren die da?
      - Wie tickt der, und ist der (sympathisch hin oder her) wirklich so ein erfolgssüchtiger Typ?
      - Wie geht es seinen Söhnen damit, dass sie eigentlich nur Erfüllungsgehilfen seiner Erfolgssucht sind, ständig seinem Druck ausgesetzt sind und vermutlich nie lernen, eigene Entscheidungen zu treffen? Hinterfragen sie das Ganze?
      - Was hat es mit der eigenen Liga auf sich? (Nur grob: eigene Liga? Häh?)
      - Inwieweit ist das nur ein Spiegelbild der Tatsache, dass alles im Sport nur noch aus Geld besteht?
      - Welche Parallelen/Unterschiede/Einflüsse gibt es zu/auf den deutschen/Bamberger Basketball? Oder hat Baunach das auch nur als Hilfsmittel genommen, ein paar Euro Einnahmen beim Testspiel zu generieren?
      - Immerhin ist Vater Ball ja ein Macher. Braucht es solche Typen auch im deutschen Basketball?


      Kurzum: Hier wäre eigentlich viel mehr zu holen gewesen. Aber das bedeutet eben dramaturgische Arbeit (und Know-How).


      #### Technik
      Ganz kurz noch zur technischen Umsetzung:
      - Die 16:9-Balken sind natürlilch erst in der Post entstanden, und es gibt einige Kameraeinstellungen, wo man das auch sieht.
      - Die Kameraführung in den Interviews ist nicht gut. Ja, Basketballer sind i.d.R. sehr groß, aber den goldenen Schnitt und die Richtungsaufteilung kann man auch bei großen Leuten einhalten ;)
      - Gelegentlich sieht man bei den Interviews die zweite Kamera leicht schwanken, was bedeuten könnte, dass da eine zweite Person war, die diese zweite Kamera gehalten hat. Wenn das so war, würde ich an Deiner Stelle lieber auf die zweite Kamera verzichten, und mir stattdessen diese Person an meine Kamera holen. Lieber ein gutes Interview-Bild mit einer Kamera als zwei mittelmäßige aus zwei Kameras.
      - Deine Einstellungen sind i.d.R. sehr total oder aber halbnah mit starkem Tele. Du bist also offenbar sehr oft relativ weit weg. Dadurch sehen Deine Bilder häufig aus wie Lokalfernsehen: irgendwie in Ordnung, aber nicht gerade speziell/cool. Wenn es irgendwie geht, versuche, dichter dran zu sein und uns häufiger wirkliche Einblicke zu geben statt vieler Totalen und Halbtotalen.
      - Typografie ist echt nicht Deine Sache: Schriftart, -größe, -gestaltung (Rand, Schatten) sieht bei Dir aus wie in den 90ern auf SD-Fernsehern: zu groß, zu klobig, zu sehr mit dem Holzhammer ;) Es muss ja nicht jeder alles können, aber vielleicht hast Du einen Bekannten, der Ahnung von Grafik hat und Dir ein paar moderne/dezente Vorlagen bauen kann, an denen Du Dich orientieren kannst.
      - Weil ich selber die Hitfilm-Effekte habe, erkenne ich die natürlich wieder - und stelle fest, dass Du die ab und zu mal etwas unmotiviert eingebaut hast. Beim Einlauf zur PK z.B. war einfach mal der Blitz und das Lightflare zu sehen. Ja, mir ist aufgefallen, dass es auf die Musik geschnitten war, aber dennoch frage ich mich, warum das da drin ist. Weil Du es konntest? Weil Du endlich mal einen Hitfilm-Effekt einbauen wolltest, damit sich das Geld gelohnt hat? Oder wolltest Du das Bild aufwerten, weil es sonst zu langweilig geworden wäre auf die Dauer? Inhaltlich jedenfalls machte weder der Blitz noch das Lightflare Sinn - womit wir wieder ein bisschen bei der Dramaturgie wären.


      Mein großes Fazit:
      Wie schon beim letzten Film Jammern auf höherem Niveau. Für mal-eben-schnell-gemacht ist es okay - oder sogar gut. Für Basketball-Interessierte aus der Region Bamberg ist es sicherlich cool. Die Frage, die Du Dir stellen solltest, ist: reicht es Dir, wenn der Film von 500 Leuten gesehen wird, aber hauptsächlich deshalb wohlwollend betrachtet wird, weil es Filmemacher-Kumpels und vor allem Bamberg-/Baunach-Fans sind? Oder würdest Du wollen, dass ein größerer Schwung Menschen den Film gut findet? Dann aber musst Du Ihnen den Zugang dazu geben. Und das - Du ahnst es schon - geht nur über die Dramaturgie.


      Wenn Du jetzt irgendwie verärgert auf mich bist, kann ich das verstehen, denn das war echt viel. Sieh es mal so: ich habe jetzt (inklusive Film zweimal schauen) fast zwei Stunden (au weia!) in diesen Post investiert, und das würde ich nicht machen, nur um mich zu profilieren. Es möge Dir und anderen helfen. Und solltest Du meine Kritik unberechtigt finden (was okay wäre), dann sei es Dir ein Trost, dass mir jetzt die Handgelenke weh tun... ;)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Captain ()

    • @Captain:
      Wenn der arme Christian jetzt suizidelle Anwandlungen bekommt, bist Du schuld :bgdev: :bgdev: ; daher

      @Christian: Immer easy taken!

      Gruß kurt
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    • .... vermutlich hat Captain sogar Recht, aber mir gefällt der Film trotzdem.
      Wir Amateure müssen/sollten uns mehr mit den Grundlagen Auseinandersetzen, das ist bestimmt richtig.
      Ich will Captain auch keine Profilierungsneurose unterstellten.
      Aber es gibt Filme ,da ist sicher alles von A bis Z richtig gemacht worden, und trotzdem gefallen sie mir gar nicht . Beispiel : Bier Royal
      Gruß Peter Player
    • Hallo Captain, hallo Kurt, hallo Peter,

      keine Angst - alles gut bei mir :) keep cool and easy
      @Captain - erst mal vielen Dank für Dein sehr ausführliches Feedback.

      Vielleicht hätte ich im Vorfeld sagen sollen, wie das „Filmchen“ entstanden ist.
      Da ich mir bewusst war, dass vermutlich keiner von Euch die Ball family kennt, habe ich den Zeitungsartikel beigefügt.
      Nun kurz zum Entstehen des Films:
      Eigentlich wollte ich nur einen kurzen O-Ton vom Vater Lavar für einen bekannten Basketball youtuber (der leider verhindert war, nach Bamberg zu kommen)
      als Intro für seinen Kanal aufnehmen. Der Youtuber ist übrigens mein Sprecher (YouTube Kanal Mr. Mike production) ^^ Er hat das „sprechen“ übrigens zum ersten Mal gemacht (und das aus meiner Sicht sehr gut ) und wird demnächst auch noch ein Video darüber online stellen.

      Die Ball Brothers hatten ein eigenes Kamerateam mit 10 Mann dabei. In Amerika gibt es eine sehr erfolgreiche Doku Soap über die family.
      Ich denke, so um die 2,7 Mio 8o Abonnenten.
      Das Spiel wurde via Facebook live von über 200.000 Menschen gesehen.

      Eigentlich war kein „fremdes“ filmen erlaubt, aber nachdem ich dem Europaagenten ein paar meiner Basketballfilme per Link geschickt hatte, bekam ich grünes Licht, was wirklich schon eine Ausnahme darstellte.
      Auch dass ich in die Kabine mit rein durfte, war schon echt cool.

      Der Film ist also im Grunde nur für echte Basketballfreaks gedacht und gemacht. Aber es ist schön, wenn auch nicht Basketball afine Zuschauer (wie Peter) das Filmchen nett finden.
      Ich habe mittlerweile mehrere WhatsApp von ganz jungen Menschen bekommen, die gar nicht glauben können, dass ich wirklich so nah an die Ballers rangekommen bin. Mich erstaunt es selbst, dass so viele junge Menschen die Ball Brothers kennen und bewundern.
      Ich hatte bislang, also bis auf Captains Antwort (die ich natürlich voll respektiere), nur absolut positives Feedback zu dem Film erhalten.

      Hätte ich jetzt die Ballers erst mal vorgestellt (so wie Captain es vorschlägt), dann hätte das Zielpublikum vermutlich genau gegenteilig reagiert (warum macht er das :nw: ?).

      Klar hätte man auch einen ganz anderen Film machen können, wie Captain sagt, aber ich bin mit dem Ergebnis so echt richtig zufrieden
      Bin mir sicher, wenn Mr. Mike sein Video online stellt, dass bestimmt über 1.000 Leute dann den Clip sehen und er den meisten auch gefallen wird.
      „Schaun mer mal“ würde der Franz sagen. .

      Aber ich muss ja kein Geld damit verdienen und letztlich mache ich die Filme für mich.
      Freilich ist es schön, wenn ein Film beim Publikum gut ankommt, aber allen wird und kann man es niemals recht machen und ich glaube das ist auch gut so.

      Prinzipiell hat Captain auch überwiegend Recht mit seiner Kritik, die Ich prinzipiell aus seiner Sicht auch nachvollziehen kann.

      Aber, wie schon gesagt, der Film ist für eine komplett andere Zielgruppe „gestrickt“.
      Mr. Mike war auf jeden Fall voll begeistert über „unser gemeinsames“ Projekt, worüber ich mich sehr freue!
      Auch meinen beiden Jungs, die an der Stativkamera (kleine Sony) im Einsatz waren, denen gefällt das Endresultat.
      Ich werde dieses Projekt definitiv nicht mehr vergessen werde, da es wirklich relativ einmalig war.

      Wünsche Euch noch ne schöne Woche und weiterhin eine rege Diskussion, beste Grüße
      Christian
    • Hallo Christian,
      Deinen Film finde ich wirklich klasse!!
      Da steckt richtig Arbeit und Zeit drin.
      Den Film schau ich mir gerne mehrmals an.
      Für das ellenlange Geschreibsel eines nicht ausgelasteten Pseudo-Profis ist mir meine Zeit zu schade. :bgdev: :bgdev: :bgdev:

      Beste Grüße aus Franken

      Georg
    • Hallo Georg,

      vielen Dank :) Freut mich, wenn Dir mein Filmchen gefallen hat.

      Ich verstand die Kritik von Captain jetzt nicht als „unter der Gürtellinie“ und er hat ja in vielen Punkten grundsätzlich auch Recht.
      Allerdings kannte er den Hintergrund zur Entstehung des Films nicht, den ich ja in meiner Antwort auch kurz erläutert habe.
      Von daher ist alles gut. Kritik ist ja prinzipiell auch gar nicht schlecht - wenn man clever ist, versucht man auch, sich damit zu verbessern.
      Natürlich sollte man sich selbst und seinen Stil dadurch nicht verbiegen lassen.

      Entscheidend ist, dass uns selbst unser Hobby Spaß macht. Wenn die Projekte dann auch bei einem breiten Publikum gut ankommen, naja dann ist doch alles bestens. Du wirst es aber niemals allen Betrachtern Recht machen können.
      Das schaffen ja nicht mal die großen Hollywood Blockbuster, wie soll es dann ein klitzekleiner YouTuber schaffen?

      Die Resonanz, die ich bislang zum Ball Brother Film erhalten habe ist echt durchweg positiv und enorm hoch, was mich echt freut.
      Mittlerweile haben in der Kürze der Zeit, knapp 1.000 Menschen den Film schon gesehen.

      Das Einzige, was mich wirklich etwas ärgert und in Youtube echt bestraft wird, ist die fehlende Aktualität des Films.
      Das Spiel fand Mitte Oktober 2018 statt und da wäre es sinnvoll, den Film eigentlich nach ein paar Tagen „online“ zu stellen.

      Aber wie heißt es so schön? Alles kann man nicht haben!
      Ich will ja auch eine bestimmte Qualität abliefern - auch wenn das für die YouTube Clicks Nicht unbedingt entscheidend ist.

      Schönes WE Euch Allen noch, ciao
      Christian