Neuer PC Rechner für 4K Videoschnitt mit Edius

  • EDIUS HD

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  • Ralf2 schrieb:

    ...was haltet Ihr davon...
    Hi,

    ehrlich gesagt nicht viel.

    Es ist ein sehr billiges (im schlechten Wortsinn gemeint) System. Das heutzutage als "Top Gamer" zu bezeichnen ist eigentlich schon fast eine Frechheit.
    Aber für diesen Preis kann man halt leider auch kein System erwarten, welches für den 4K-Videoschnitt taugt.


    Es fängt schon beim MoBo an. Das ist nur ein Intel H 310 Chipsatz. Dieser unterstützt zwar Coffee-Lake CPUs, ist aber auch nur wirklich minimal ausgestattet.
    Also z.B. nur 4 SATA-Ports, kein M.2-Slot, kein USB 3.1 und nur sehr beschränkte PCIe Unterstützung. Ob damit die parallele Nutzung der Intel-QuickSync-Grafik möglich ist, weiß ich leider nicht genau.
    Hier sollte es schon mindestens ein Z370, besser Z390 MoBo sein.

    Natürlich wäre ein i9-9900 K deutlich besser als die i7-9700. Von AMD halte ich persönlich nicht so viel, insbes. für den Videoschnitt.

    Die GTX 1060 GraKa ist eigentlich auch schon eher "Alteisen" und hier auch noch in der "kleineren" Ausführung mit nur 3 GB Speicher.

    Mit einer 1 TB HDD als Arbeitsplatte kommt man heute nicht weit, insbes. wenn es um 4K Videoschnitt geht. Da sollte es doch deutlich mehr sein.

    Beim Gehäuse und den Lüftern befürchte ich, dass diese auch eher billige "Krachmacher" sind. Es fehlen hier aber die genaueren Angaben.


    Ich würde sagen - Hände weg!!!


    Gruß
    Peter
    ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
  • Grundsätzlich ist bei der Frage "Intel oder AMD" oder generell "wieviel darf meine CPU kosten?" das Stichwort "QuickSync" (nicht verwechseln mit Quicktime!) wichtig. Das ist eine Hardwarebeschleunigung im Prozessor für h.264 und h.265 Codecs, wie sie z.B. oft aus Drohnenkameras kommen. Ohne diese Hardwarebeschleunigung ist die Performance im Schnittprogramm z.T. deutlich schlechter - andererseits bringt sie auch nur bei den genannten Codecs was.

    Ganz grob:
    - AMD-Prozessoren sind nicht QuickSync-fähig
    - Intel-Prozessoren haben dann QuickSync, wenn sie eine interne Grafikeinheit mitbringen. Wenn Du also eine Intel-CPU findest, die eine Onboard-Grafik hat, dann beherrscht sie auch QuickSync. Wenn man es richtig macht, kann man trotzdem gleichzeitig noch eine zusätzliche Grafikkarte verbauen, denn die internen GPUs haben natürlich nicht so viel Power.

    Die Produkt-Politik bei Intel sieht aktuell so aus, dass ausgerechnet die CPUs im höheren Segment kein QuickSync haben, sondern eher die Mainstream-Prozessoren. Das käme Dir dann zugute. Die Features, die die scheinbar höherwertigen CPUs haben, brauchen die meisten Hobby-Filmer i.d.R. nicht.

    Daher mein Rat: Vor zehn Jahren reichte es noch, wenn man sagte: "Ich brauche einen Computer, mit dem ich HD schneiden will". Heute reicht die Angabe "Ich möchte 4k schneiden" nicht mehr so wirklich. Damit Du nicht frustriert zu viel oder zu wenig Geld ausgibst, solltest Du Dir gut überlegen, wie oft Du welche Art von Film drehst und schneidest, welche Codecs aus Deiner Kamera kommen (bzw. von anderen), und was Dir im Workflow wichtig ist. Wenn Du mehrfach täglich mp4-Videos exportierst, macht QuickSync auch Sinn, weil es auch das Codieren beschleunigt. Wenn Du nur einmal alle zwei Wochen einen Hobbyfilm exportierst und das dann nachts laufen lässt, brauchst Du (zumindest zum Codieren) auch kein QuickSync. Daher: Deine geplanten Videos, Deine Technik und Deinen Workflow analysieren und dann entscheiden - bzw. mit diesen Angaben hier nochmal nachfragen.
    Intel Core i7-7820X ---- Noctua NH-D15S ---- MSI X299 GAMING M7 ACK ---- 64GB RAM 2666-15 Corsair Dominator Platinum ---- 500GB Samsung 960 EVO M.2 (system SSD) ---- 512GB Samsung 960 PRO M.2 (data SSD) ---- Aorus Nvidia GTX 1080 Ti ---- be quiet! SILENT BASE 600 Case ---- be quiet! Dark P. Pro P11 850W ---- Win10 Pro ---- Edius WG 8.53.2808
  • Hallo Jungs,


    besten Dank für Eure Tipps!

    Ich Exportiere viel in h.264 daher wäre für mich QuickSync schon wichtig.

    Ich würde mir dann einen neuen PC mit einzelnen Komponenten selbst zusammenstellen.

    Was könnt Ihr mir da so empfehlen auch mit einer Intel-CPU die eine Onboard Grafik hat nur weiß ich nicht wie ich das richtig anstellen kann mit einer gleichzeitig zusätzlichen Grafikkarte damit das alles zusammen funzt

    Über weitere Tipps von Euch würde ich mich freuen auch sollte der dann nicht so laut sein und kann ruhig was teurer werden.


    Beste Grüße Ralf
  • Ralf2 schrieb:

    Was könnt Ihr mir da so empfehlen
    Es sollte, wie gurlt schon erwähnte ein Board mit Z390 Chipsatz sein (Marke ist egal, kochen alle nur mit Wasser. Ausstattung entscheidet), Eine Core i9 9900k CPU, 16 GB RAM (PC 2666, andere Module bringen nichts, da der Prozessor auch nur 2666 extern arbeitet). Als Systemfestplatte eine SSD (256 GB) und als Projektplatte ebenfalls (2 GB sollte reichen) und für Diverses noch eine 7200/min 2 TB Festplatte (auch da Marke egal). Nach Bedarf kann man die Platten auch größer wählen.
    Man kann je nach Budget auch auf 32 GB RAM aufrüsten, ist aber selten nötig. Kann man später bei Bedarf nachrüsten. Als Grafikkarte ist zunächst mal keine unbedingt nötig, kann aber je nach eingesetzter Software sinnvoll sein. Je nach Budget sollte es dann eine GTX 1660, 2060 oder 2070 sein. Mit 600W Netzteil und einem Gehäuse (aussuchen nach Bedarf, hat keinen Einfluss auf die Leistung) sollte das für ca. 1300-1500 EUR inkl. Windows 10 zu haben sein.

    Die heutigen Festplatten und Towerlüfter sind bereits leise und ein Thermaltake Smart RGB - 600W ist ebenfalls recht ruhig. Der Rest der Komponenten (SSD) gibt ohnehin keinen Mucks von sich.
    Bei Grafikkartenlüftern muss man da schon mehr aufpassen. Da würde ich aktuelle Testberichte lesen, wer gerade der "Silent-Meister" ist (ändert sich täglich) ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Grauer Tiger ()

  • Grauer Tiger schrieb:

    Projektplatte ebenfalls (2 GB sollte reichen)
    Sollte das TB heißen ??
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GIGABYTE GeForce GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
    - WIN-10/64 PRO (1903), Firefox, DropBox, ImageBurn, PhantomDrive
    - EDIUS-9.52 (6153)-WG, Mercalli (-2, -4 und -5), NeatVideo-4, NewBlue ChromaKeyPro, Audacity, Adobe Photoshop, Cyberlink Power-DVD, Movavi VideoConverter Premium, RESOLVE-16.2.2 Studio, Adobe InDesign, andere System- und AV-Tools
  • Grauer Tiger schrieb:

    Würde ich eher nicht nehmen. Die meiste Videosoftware unterstützt Nvidia Cuda. Im Übrigen hat AMD öfter mal Treiberprobleme.
    Hi,

    sehe ich ebenso.
    Die CUDA-Unterstützung brauchst Du auch für einige Edius Plug-Ins, z.B. NeatVideo. Insoweit macht eine solche Karte durchaus auch Sinn.


    Grauer Tiger schrieb:

    Je nach Budget sollte es dann eine GTX 1660, 2060 oder 2070 sein.
    Als Ergänzung, zwischen der RTX 2060 und der RTX 2070 gibt es noch die RTX 2060 Super, die eine durchaus interessante Karte zu sein schein, wenn man in diese Preiskategorie vorstößt.
    Auch die GTX 1660 gibt es in Ausführung als GTX 1660 Super, hier wäre dann aber m.E. die oft nur unwesentlich teurere RTX 2060 vorzuziehen.



    Grauer Tiger schrieb:

    Als Systemfestplatte eine SSD (256 GB)
    Hier kommt es darauf an, was Du noch so für Programme auf dem Rechner hast.
    Mit 250 GB kommt man i.d.R. noch gut hin. Aber eine 500 GB SSD würde da etwas mehr Sicherheit bringen.



    Grauer Tiger schrieb:

    Eine Core i9 9900k CPU
    Da bitte wirklich auf das K achten.

    Es gibt nämlich noch einen etwas preisgünstigeren i9-9900KF. Dieser hat aber keine Intelgrafik, also kein QuickSync.

    Der i9-9900KS hat zwar Intelgrafik, ist aber lediglich in der Grundtaktung etwas höher als der normale K (4 GHz zu 3.6 GHz), die Turbotaktung ist bei beiden aber mit 5 GHz gleich.
    Ob das den doch deutlich höheren Preis rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.


    Gruß
    Peter
    ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
  • Ralf2 schrieb:

    und das die System SSD (480GB) da ich noch andere Software nutze
    Ich habe eine Samsung-SSD installiert. Die läuft bisher robust, ohne die geringsten Probleme (auch einigemale SysImg neu draufgespielt). Wenn man mich früge, könnte ich diese (aus Sicht der Praxis) empfehlen.
    Die Kingston kenne ich nicht.
    Gruß kurt
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  • Die Kingston kenne ich auch nicht.
    Scheint aber ggü anderen SSDs gem. Vergleichstest und anderen Beurteilungen im Netz eher etwas langsam zu sein.

    Aber natürlich wären eine Samsung auch teurer - 500 GB 970 EVO mit M.2 / 500 GB 860 EVO mit SATA (wie die Kingston)

    Preisgünstigere Alternative könnte evtl. auch eine Cruical sein - MX500/ BX 500 beide mit SATA.
    Diese kenne ich zwar auch nicht, aber @Grauer Tiger hat damit wohl positive Erfahrungen gemacht, soviel ich mich erinnere.
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  • gurlt schrieb:

    Preisgünstigere Alternative könnte evtl. auch eine Cruical sein - MX500/ BX 500 beide mit SATA.
    Diese kenne ich zwar auch nicht, aber @Grauer Tiger hat damit wohl positive Erfahrungen gemacht, soviel ich mich erinnere.
    Ja stimmt, die Crucial MX500 ist absolut verlässlich, hatte ich sogar schon jahrelang auch in Servern laufen. Und da werden wirklich Daten geschaufelt ;)

    Die Kingston kenne ich auch. Ist etwas langsamer beim Schreiben (würde man nicht direkt merken). Geht auch, aber ich würde dann die Crucial MX vorziehen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grauer Tiger ()

  • Na ja,

    grundsätzlich schon ok.
    Was aber auch hier wieder einmal nicht klar gesagt (berücksichtig) wurde ist, dass man natürlich auch wissen muss welches NLE eingesetzt werden soll. Je nach Programm können da ganz andere Voraussetzungen bestehen, insbes. im Hinblick auf die GraKa.
    Und auch das zu verarbeitende (Quell-)Material sollte nicht außer Acht gelassen werden. Grade so einige Drohnen- und Action-Cam Codecs stellen da hohe Ansprüche.

    Aus meiner Sicht nicht so optimal bei dem Vorschlag ist
    1. für einen Rechner auf dem ernsthaft 4K-Videoschnitt gemacht werden soll würde ich mich nicht für die i7-9700K CPU entscheiden, sondern immer eine vielleicht 100,- € teurere i9 (i9-9900K) nehmen,
      dabei hätte ich vor allem den größeren Cache (16 MB statt 12 MB) und die etwas höhere Turbo-Frequenz im Auge, dass der i9 HT kann ist vielleicht nicht ganz so entscheidend, kann aber u.U. auch etwas bringen;
    2. bei der System SSD würde ich heute immer auf 500 GB gehen, 250 GB können unter Win 10 doch schon knapp werden, wenn auch noch anderer Programme (z.B. Audio-Bearbeitung, 2. NLE wie Resolve) installiert sind,
      auch hier wird der Mehrpreis m.E. durch die größere "Sicherheit" aufgewogen;
    3. auch die "Arbeits-"SSD halte ich mit 500 GB für recht unterdimensioniert, da ist die alternativ genannte 1 TB SSD für mich schon eher das Minimum,
      hier kommt es aber natürlich auch auf die jeweils persönliche Anzahl und durchschnittliche Größe der Projekte an, die bereit gehalten werden sollen;
    4. ebenfalls würde ich nie auf eine (doch sehr preiswerte) interne HDD für "normale" Daten als schnelle Zugriffsmöglichkeit verzichten (insbes. bei einer nur 500 GB Arbeitsplatte),
      gegen eine externe USB-3 Lösung als "Archiv" ist ja nichts einzuwenden, aber die Erfahrungen zeigen, dass Probleme mit dem ausreichend schnellen Zugriff auf dort vorhandene Daten nicht immer ausgeschlossen werden können
      wenn man also nicht wirklich konsequent nur auf der Arbeits-SSD unterwegs ist, aus meiner Sicht keine gute Lösung.


    Gruß
    Peter
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