Export in welchem Dateiformat

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    • Export in welchem Dateiformat

      Hallo,

      ich habe eine Mavic 2 Drohne mit Aufnahme in 4K und H.265.

      Meine Frage bezieht sich nun auf den Export der Videos. Ich will nichts an der Bildqualität verlieren, zudem möchte ich die 10bit Farbtiefe erhalten.
      Da ich nicht direkt in H.265 ausgeben kann, mache ich es momentan so, dass ich die Datei erst in Grass Valley HQX und anschließend mit einem Converter in H.265 umwandle.

      Beim Export in Edius wird mir allerdings nur eine auswählbare Auflösung von 1920x1080 Pixel angezeigt.
      Heißt das, dass meine 4K Auflösung an diesem Punkt "verstümmelt" wird? Dieser Punkt irritiert mich etwas.
      Was bedeutet die Ausgabe als "Grassvalley Fine"? Erhalte ich dabei die 4K Auflösung?

      Die Dateigröße ist mir eigentlich egal, muss da nichts einsparen.

      Ist mein Vorgehen korrekt oder gibt es Einwände?

      Vielen Dank im Voraus.
    • Benni_S schrieb:

      Beim Export in Edius wird mir allerdings nur eine auswählbare Auflösung von 1920x1080 Pixel angezeigt.
      Zeige doch mal bitte einen Screenshoot von Deiner Projekteinstellung.
      Servus, Pee
      EDIUS 9.xx WG, i7-6700-PC mit Intel HD-530(QS-Konfiguration), 16Gb RAM, SSD-System + Diverse FP, NVIDIA GF-GTX 1660, W10-V1903, 27" Desktop-Monitor HDMI/DVI, 55" HDTV per HDMI
    • Also ich gehe mal davon aus, dass die Einstellungen von Auflösung, Bildrate und Bittiefe mit den Quelldaten deckungsgleich sind? (auch die 10Bit und 16 Audiokanäle?)
      Du solltest noch die 3% Overscan auf 0 stellen, wenn du nicht auf alten Röhren-TVs ausgeben willst und das Resampling auf Lanczos3.

      Nicht konvertieren bedeutet, die Dateien so wie sie aus der Kamera kommen in die Timeline ziehen. Jede Konvertierung kostet Qualität. Die Konvertierung in HQX erhält von allen Konvertierungen noch am ehesten die Qualität.
      Das sollte man dann aber auch nur machen, wenn der PC zu schwach für das Original-Format ist. Wie ist denn der PC ausgestattet?

      Im Übrigen kannst du den Schnitt auch in H264 ausgeben. H265 macht keine grundsätzlich bessere Qualität, nur kleinere Dateien.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grauer Tiger ()

    • Vielen Dank für die Infos.

      Mein Laptop ist eigentlich ein Gaming Laptop, i7 9th Gen. Prozessor mit 16 GB Arbeitsspeicher. Als Grafikkarte ist eine GTX 1650 verbaut.
      Der Laptop kommt relativ gut mit Edius zurecht, nur hat er eben kein Quicksync.

      Nochmals zum Konvertieren:
      Wenn ich ein Video bearbeiten will, sprich beispielsweise mit einem LUT entwickeln, dann muss ich das Video ja rendern und folglich auch konvertieren. Anders gehts ja nicht?
      Ich filme zur Zeit im D-Log M, da kommt man an einer Entwicklung des Videos ja sowieso nicht vorbei.
      Hier das Video unkonvertiert zu lassen, also so wie es aus der Kamera kommt, macht hier ja kaum Sinn. Selbst wenn ich nicht im D- Log filme, oder?

      Dass ich ein H.265 auch vernünftigerweise in H.264 ausgeben kann, wusste ich nicht. Ist nur noch die Frage, ob dann HQX oder H.264 die bessere Qualität liefert.

      Die Einstellungen im Projekt sind identisch mit der Aufnahme.
    • Benni_S schrieb:

      Der Laptop kommt relativ gut mit Edius zurecht, nur hat er eben kein Quicksync.
      Und? Laufen die Originaldateien ruckelfrei in Edius oder nicht? Wenn ja - wozu konvertieren?


      Benni_S schrieb:

      Wenn ich ein Video bearbeiten will, sprich beispielsweise mit einem LUT entwickeln, dann muss ich das Video ja rendern und folglich auch konvertieren. Anders gehts ja nicht?
      Wieso nicht? Mal ganz einfach: Also du filmst mit erhöhtem Dynamikumfang (V-Log) und bekommst ein blasses Video, dass dann mit den passenden LUTs mit Kontast und Farbe versorgt wird. Wozu man das vorher konvertieren muss, entzieht sich meinem Verständnis. Du kannst doch die LUTs auch auf die Originaldateien anwenden. Es sei denn, der PC geht derartig in die Knie, dass man nur in Zeitlupe arbeiten kann.


      Benni_S schrieb:

      Hier das Video unkonvertiert zu lassen, also so wie es aus der Kamera kommt, macht hier ja kaum Sinn. Selbst wenn ich nicht im D- Log filme, oder?
      Nochmal: Ein Konvertieren verbessert nichts an einem Video. Man konvertiert zur Bearbeitung nur, wenn der PC zu schwach ist. Die möglichst einzige Konvertierung sollte bei der Ausgabe des Masters gemacht werden.


      Benni_S schrieb:

      Dass ich ein H.265 auch vernünftigerweise in H.264 ausgeben kann, wusste ich nicht. Ist nur noch die Frage, ob dann HQX oder H.264 die bessere Qualität liefert.
      HQX bietet etwas bessere Qualität, ist aber nur eingeschränkt kompatibel. Wozu wird das Ergebnis denn gebraucht? Weitergabe oder persönliches Archiv? HQX ist zu fast nichts kompatibel, H264 weltweiter Standard.
    • Ok, ich denke bei mir kommt langsam Licht ins Dunkel.

      Ich konvertiere das Video natürlich nicht vor der Bearbeitung, sondern nur beim finalen Export.

      Ich will im Grunde ein entwickeltes Video haben, das möglichst keine Bildqualität durch die Bearbeitung verliert.
      Ob ich Videos zukünftig auf youtube etc. laden will, weiß ich noch nicht. Momentan will ich Videos in möglichst hoher Qualität haben, für den Eigengebrauch auf der Festplatte. Da ist mir die Datenmenge fast egal.

      Dass HQX mit vielem nicht kompatibel ist, habe ich gerade an meinem Samsung TV erleben dürfen.
      Folglich brauche ich ein anderes Dateiformat.

      Nun zur nächsten Frage:
      Wenn ich einen TV habe, der kein H.265 unterstützt, heißt das, dass dieser nur die Codierung nicht unterstützt oder allgemein auch das 10bit- Farbformat?
      Wenn ich nicht an Dateigröße einsparen muss, welches Dateiformat wäre denn dann am besten für den Export? H.264 komprimiert sehr gut, soweit ich weiß, das muss ich aber zunächst gar nicht.
      Wenn es noch ein besseres Format gibt mit besserer Qualität aber größerer Dateigröße, würde ich dieses vorziehen (muss dann aber mit meinem TV kompatibel sein).

      Danke
    • Benni_S schrieb:

      Wenn ich einen TV habe, der kein H.265 unterstützt, heißt das, dass dieser nur die Codierung nicht unterstützt oder allgemein auch das 10bit- Farbformat?
      10 Bit ist nicht an einen Codec gebunden. Die TVs unterstützen im Moment nur MPG2 und MP4/H264.


      Benni_S schrieb:

      Wenn es noch ein besseres Format gibt mit besserer Qualität aber größerer Dateigröße, würde ich dieses vorziehen (muss dann aber mit meinem TV kompatibel sein).
      Wenn es kompatibel sein soll, solltest du H264 mit entsprechend hoher Bitrate nutzen. Das läuft immer. Aber übertreib es mit der Bitrate nicht, sonst geht der Fernseher noch in die Knie und es ruckelt.
    • So, ich hab jetzt gerade beim Samsung Support angerufen, er meint, das Video wird nicht abgespielt, weil der TV eine Urheberrechtssperre besitzt.
      Kann das sein? Er sei sich sicher dass es nicht am Audio etc. liegt, obwohl er nicht einmal meine Daten erfragt hat.
      Ich bin skeptisch.

      Da liegt jetzt die Frage was ich nun tun soll.
    • Hi,

      als Ergänzung zu den von @Grauer Tiger schon genannten Verbesserungen bei den Projekteinstellungen:
      • bitte verwende HQX Superfine;
      • stelle die Anzahl der T-Spuren (Titelspuren) auf '0' und verwende diese nicht, T-Spuren sind nur zur Kompatibilität sehr alter Versionen noch vorhanden, Titel gehören auf eine V-Spur;
      • reduziere die Zahl der Audio-Kanäle auf das, was Du wirklich benötigst, also bei Stereo 2 Ch, bei 5.1 Ton 6 Ch, bei 7.1 Ton 8 Ch
        - ich wüsste nicht, was Du mit 16 Audio-Kanälen (=Lautsprechern) anfängst, diese Kanäle haben nichts mit den (A-)Spuren in der TL zu tun, davon kannst Du soviel anlegen, wie Du auch immer brauchst.



      GV HQX kann bis zu 8K-Auflösung, von daher sollte also keine Einschränkung der Auflösung kommen. Eine diesbezügliche Einschränkung in der Testversion für den Export wäre mir nicht bekannt. Es wird also vermutlich ein Fehler in Deinen Exporteinstellungen vorliegen. Da evtl. mal einen Screenshot. Aber GV HQX ist als Export eigentlich nur für die Weitergabe an andere Programme sinnvoll. Edius-Intern wie schon geschrieben bitte HQX Superfine nutzen.

      Sollte Dein Laptop mit beim Schnitt das vorliegende H.265 Material nicht ruckelfrei bearbeiten können, gibt es auch den Proxy-Modus. Hier wird bei der Bearbeitung selbst vorübergehend mit "vereinfachten" Material gearbeitet, sodass es ruckelfrei läuft. Zum Export wird dann zurückgestellt auf das Material mit der hohen Qualität.


      Wie @Grauer Tiger auch schon geschrieben hat, gibt es derzeit nur wenige Geräte, die H.265 abspielen. Aber Dein TV-Gerät sollte dies lt. Samsung Spezifikation sogar können - "...HEVC (H.265 - Main, Main10)…"
      Mit H.264 wärst Du aber sicherlich auch gut bedient. Insbes. wenn Du den Film weitergeben willst.

      Das der TV Deine H.264 Datei verweigert, könnte an den 10-bit liegen. Es kann sein, dass dieser H.264 nur bis zu dem auf 8-bit beschränkten Profil High verarbeitet und nicht High 10. In dem Punkt sind aber die Geräte-Spezifikationen von Samsung leider etwas unklar.
      Evtl. meinte der Service dieses mit 'Urheberrechtssperre'. Dann ist das Profil High 10 gesperrt, weil Samsung dafür keine Lizenzen gekauft hat.

      Gruß
      Peter
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • Ihr hattet leider Recht, bei 8bit läuft das Video plötzlich. So ein Mist.

      Das Video sieht auch in 8bit unglaublich beeindruckend aus. Die Kamera ist der Wahnsinn.
      Aber 10bit wäre noch besser gewesen.

      Falls jemand eine Idee hat, einen Trick zur Umgehung dieser Sperre etc., dann bitte ich um Auskunft.

      Danke erstmal für die tolle Auskunft.
    • Ja, wie gesagt ist da die Spezifikation von Samsung in dem Punkt etwas unbefriedigend.
      Bei H.265 ist klar gesagt 'Main, Main 10', zu H.264 lautet die Angabe - 'H.264 BP/MP/HP' - ob mit HP da nur High gemeint ist, oder auch High 10, High 4:2:2, und High 4:4:4 kann ich nicht beurteilen.

      Sonst gibt es natürlich auch Einschränkungen über HDMI, die man irgendwie als Urheberrechtssperre bezeichnen könnte. Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass da bei Benni eher USB im Einsatz war. :nw:
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9
    • Hatte sich jetzt überschnitten.

      Deshalb zur Frage

      Benni_S schrieb:

      Falls jemand eine Idee hat, einen Trick zur Umgehung dieser Sperre etc., dann bitte ich um Auskunft.
      Export aus Edius und dann z.B. über das kostenlose Programm HandBrake nach H.265-10bit wandeln. H.265 habe ich damit noch nicht gemacht, sollte aber einwandfrei gehen.

      Gruß
      Peter
      ASUS P9X79 - i7-4820K CPU 3,70 GHz - 32 GB RAM - PNY Quadro K2000D - 256 GB Samsung SSD + 2 x 2 TB als RAID 1 - RME Fireface 400 - Win 10 Pro - EDIUS WG 9 - BMD FUSION 9