Farbschlieren bei Schwarzweiss in Edius 9

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  • Farbschlieren bei Schwarzweiss in Edius 9

    Ich versuche gerade Material in Edius9 schwarzweiss zu machen. Habe das Material komplett entsättigt und trotzdem sind beim fertigen Material dann seltsame Farbflecken (siehe Foto) zu sehen. Ich finde irgendwie keine Lösung diese Flecken zu umgehen. Kann mir jemand helfen?
    Bilder
    • sw1-min-min-1.jpg

      236,55 kB, 3.840×2.160, 163 mal angesehen
  • Wie machst du das denn? Willst du wirklich in schwarzweiß wandeln oder in Graustufen?
    Schwarzweiß besteht ohne Abstufung nur aus reinen Schwarz und Weiß.
    Graustufen dagegen werden aus 256 Farben gebildet bei der jeweils Rot, Grün und Blau den gleichen Anteil haben. Sind die jeweiligen Werte 0 entsteht ein reines Schwarz, bei 255 entsteht reines Weiß, bei Zwischenwerten mit jeweils gleichen Farbanteil wird ein unterschiedlich heller Grauton definiert. Also alles was zwischen 0 und 255 liegt ergibt eine Graustufe.
    Vor dem Himtergrund kann ich mir vorstellen das es bei der Umrechnung deines Bilder, warum auch immer, Rundungsfehler gibt und kein sauberes Grau erzeugt wird. Es kann aber auch sein das dein Bild tatsächlich aus sauberen Grau besteht nur das Medium (Monitor, Player oder GraKa) nicht in der Lage ist es darzustellen.
    Gruss, Dietmar

    Intel® Core™ I9 9900K, MM 16GB Dual Channel, SSD System, SSD Video, Win10 Home 64Bit
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    Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Globebus ()

  • Also ich hätte gerne ein klassisches s/w Filmbild, also Graustufen. Ich habe da schon alles mögliche versucht. Arbeit mit einer LUT, wobei ich das Bild völlig entsättigt UND noch zusätzlich den Graustufenfilter draufgelegt habe. Nutzt alles nichts. Auch auf die Idee dass es der Monitor sein könnte bin ich gekommen. Es ist definitiv auf dem Film. Wie kann ich in Edius zuverlässig entsättigen und in Graustufen umwandeln?
  • Also eine Idee habe ich im Moment nicht. Vielleicht naiv gedacht aber ich würde, um zu testen ob es an Edius liegt,
    von der entsprechenden Stelle einen vollfarbigen Shnapshot machen und dieses Bild in einem Grafikprogramm, z.B. Photoshop, in Graustufen wandeln.
    Eine Frage noch am Rande, ist dein Ausgangsmaterial progressiv oder besteht es aus Halbbildern?
    Gruss, Dietmar

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  • Hi,

    in Edius gibt es mehrere Filter, mit denen sowas möglich ist. Deshalb auch von mir die Frage - wie bist Du vorgegangen?


    Allen gleich ist die Entsättigung des Materials. Bei einer vollständigen Entsättigung sollte dies eigentlich auch ein sauberes Bild liefern.
    Wenn da dann noch Verfärbungen auftreten, kannst Du nur versuchen diese durch eine Farbkorrektur zu mindern/beseitigen. Auch dafür gibt es in Edius mehrere Möglichkeiten, evtl. sogar mit dem von Dir angewandten Filter.


    Grundsätzlich stünden aus dem Bereich der Farbkorrektur folgende zur Verfügung


    1) Mono - keine weiteren Einstellungen notwendig


    2) Farbabgleich - Chroma auf -128 setzen --- es gibt auch darauf basierende Filter Sepia, bei denen eine Färbung über die drei Farbbereichsregler erreicht wird


    3) Farbrad - hier den "Punkt" in die Mitte des Kreuzes setzen


    4) Primäre Farbkorrektur - Sättigung auf -100 setzen



    Gruß
    Peter
    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X
  • Zur Bildkontrolle ist immer die volle Bildauflösung zu nutzen.

    Oftmals schauen Leute nicht in 100% Auflösung und wundern sich über Farbsäume und andere Verfärbungen, die bei 100% Bilddarstellung verschwunden sind. Das liegt dann an dem Skalierungsalgorithmus der Grafikkarten.

    Gleiches kann zutreffen, wenn man solche Bilder/Videos auf einem Tablet skaliert darstellt.

    Wer also einen QHD-Film auf dem HD-Bildschirm kontrolliert (speziell am Computer), kann solche Überraschungen erleben. Oder in der Bildverarbeitung in Photoshop. Immer auf 100% skaliert kontrollieren.
  • Treten die Farbschlieren auch auf, wenn Du in ein anderes Format exportierst als ProRes? Also eine GV-HQX-AVI oder ein h.264-mp4? Nur mal so zum Spaß bzw. als Fehlerausschluss?
    Intel Core i7-7820X ---- Noctua NH-D15S ---- MSI X299 GAMING M7 ACK ---- 64GB RAM 2666-15 Corsair Dominator Platinum ---- 500GB Samsung 960 EVO M.2 (system SSD) ---- 512GB Samsung 960 PRO M.2 (data SSD) ---- Aorus Nvidia GTX 1080 Ti ---- be quiet! SILENT BASE 600 Case ---- be quiet! Dark P. Pro P11 850W ---- Win10 Pro ---- Edius WG 8.53.2808
  • Ich habe hier im Thread offensichtlich etwas nicht ganz verstanden...?

    Ich mache aus Farbvideos s/w-Videos mit:
    Effekte/Videofilter/Farbkorrektur mit dem Mono-Filter.
    Servus, Pee
    EDIUS X WG, i9-9900K mit Intel HD-630, 32GB RAM, SSD-System + Diverse FP, NVIDIA GF-RTX 2060 Super 8GB, W10P-WS-V2004, 32" LG PC-Monitor, bis zu 46" HDTV-Vorschau per BM Intensity Pro 4K
  • Pee schrieb:

    Ich habe hier im Thread offensichtlich etwas nicht ganz verstanden...?
    Das tut mir leid für Dich, aber solange Du uns nicht sagst, was genau Du nicht verstanden hast, kann man Dir nicht helfen.

    Pee schrieb:

    Ich mache aus Farbvideos s/w-Videos mit:
    Effekte/Videofilter/Farbkorrektur mit dem Mono-Filter.
    Auf die verschiedenen Möglichkeiten hat Peter ja schon ausführlich hingewiesen. Zu wissen, welche Variante Du wiederum benutzt, hilft dem Fragesteller aber vermutlich nicht.
    Intel Core i7-7820X ---- Noctua NH-D15S ---- MSI X299 GAMING M7 ACK ---- 64GB RAM 2666-15 Corsair Dominator Platinum ---- 500GB Samsung 960 EVO M.2 (system SSD) ---- 512GB Samsung 960 PRO M.2 (data SSD) ---- Aorus Nvidia GTX 1080 Ti ---- be quiet! SILENT BASE 600 Case ---- be quiet! Dark P. Pro P11 850W ---- Win10 Pro ---- Edius WG 8.53.2808
  • gurlt schrieb:

    Grundsätzlich stünden aus dem Bereich der Farbkorrektur folgende zur Verfügung
    1) Wobei etwa der Farbabgleich (gegenüber Mono) den Vorteil hätte:
    - Mit dem Kontrast-Schieberegler lässt sich das Ergebnis "knackiger" darstellen (Kontrast zb auf +5 oder +10 ... stellen).
    - Mit dem Helligkeits-Schieberegler lässt sich allenfalls eine weitere Feinabstimmung erreichen.

    2) Die gleichen Verbesserungen lassen sich mit der Primären Farbkorrektur (PFK; zB via YRGB-Kurve) erreichen.

    dextory schrieb:

    Arbeit mit einer LUT
    Mit welcher LUT hast Du getestet ??
    Und wie hast Du die LUT auf den Clip gebracht (mit der PFK) ??

    Gruß kurt
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro 500-GB, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
    - WIN-10/64 PRO (20H2), Firefox, WeTransfer, ImageBurn u.a.
    - EDIUS-X(10.10.7056)-WG, Mercalli, NeatVideo, NB ChromaKeyPro, Audacity, Adobe Photoshop, Movavi VideoConverter Premium, RESOLVE-17 Studio u.a.
  • dextory schrieb:

    Ich habe verschiedene Luts ausprobiert. Diese Schlieren tauchen manchmal auch bei Farbclips auf aber nicht so häufig. Kann es sein dass ich bei den Projekteinstellungen einrn Fehler genacht habe?
    1) Hm, da kann ich darauf (vermutlich/vielleicht) eine Antwort liefern, wenn ich hier
    - einen Screenshot der Projekteinstellungen bekomme und
    - eine Aussage, welche LUTs konkret benutzt wurden (einfach den Namen einer/der LUT).

    2) Handelt es sich um FHD- oder um UHD-Clips??

    PS: Ich habe bei mir drei verschieden Clipformate (FHD) mit allen fünf "s/w-Methoden" getestet und nirgends farbliche Schlieren bekommen:
    - Mono
    - Farbabgleich (mein Favorit für s/w, wenn nicht PFK sowieso erforderlich ist)
    - Primäre Farbkorrektur (PFK) // getestet auch mit der LUT "S-curve_for_CineStyle (Voll / Voll)"
    - Farbrad
    - YUV-Kurve (etwas umständlicher als mit den anderen)

    Gruß kurt
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro 500-GB, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kpot11 ()

  • dextory schrieb:

    Die Lut bringe ich mit PFK an, aber auch wenn ich auf andere Art versuche zu entsättigen bekomme ich die Gleichen Ergebnisse
    Warum eigentlich eine LUT?
    Das würde sich m.E. eigentlich nur dann lohnen, wenn Du diese zur Beurteilung in der Cam anwendest. Also bereits bei der Aufnahme s/w sehen möchtest.
    "Einbrennen" während der Aufnahme würde ich die LUT dann aber nicht, da Du sonst darauf festgelegt bist.


    Ansonsten ist es m.E. praktischer einen der Farbkorrektur-Filter zu nehmen und sich die individuellen Einstellungen als "eigenen Effekt" in Edius abzulegen.




    kpot11 schrieb:

    Ich habe bei mir drei verschieden Clipformate (FHD) mit allen "s/w-Methoden" (mit YUV-Kurve kann man auch s/w erreichen) getestet und nirgends farbliche Schlieren bekommen.
    ProRes-Material habe ich leider nicht zur Verfügung, aber bei mir war es bei meinem UHD-Material (MPEG-4 AVC und BRAW) ebenso. Alles sauber.




    dextory schrieb:

    Kann es sein dass ich bei den Projekteinstellungen einrn Fehler genacht habe?
    Wenn Du zuvor schon eine Farbkorrektur auf das Material angewandt haben solltest, solltest Du die "Entfärbung" als zweiten Schritt anwenden. Also in der Infopalette unterhalb der Farbkorrektur legen.



    Sonst kann ich Dir nur anbieten mir/uns mal einen kurzen Clip als Testmaterial zur Verfügung zu stellen. So könnte(n) ich/wir sehen, was das bei uns sagt. :nw:

    Und wie Kurt schon schreibt, wären auch Screenshots der Projekteinstellungen, des verwendeten Filters mit Einstellungen und der Info-Palette hilfreich.


    Gruß
    Peter
    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X
  • Ich bin noch bis einschließlich Nächster Woche verreist, werde die gewünschten Screenshots/clips dann nachliefern. Was ich sagen kann: Wenn ich einen herausgerenderten entsättigten Clip wieder in das Programm lade, Graustufen anwende und wieder herausrendere sind die Farbflecken verschwunden
  • Noch offene Fragen:

    Globebus schrieb:

    Eine Frage noch am Rande, ist dein Ausgangsmaterial progressiv oder besteht es aus Halbbildern?

    Captain schrieb:

    Treten die Farbschlieren auch auf, wenn Du in ein anderes Format exportierst als ProRes? Also eine GV-HQX-AVI oder ein h.264-mp4?

    kpot11 schrieb:

    Mit welcher LUT hast Du getestet ??

    kpot11 schrieb:

    - einen Screenshot der Projekteinstellungen bekomme und
    - eine Aussage, welche LUTs konkret benutzt wurden (einfach den Namen einer/der LUT).

    kpot11 schrieb:

    Handelt es sich um FHD- oder um UHD-Clips??

    gurlt schrieb:

    Warum eigentlich eine LUT?
    Eine Antwort zu den o.a. Fragen steht also noch aus.
    // Die meisten davon sind ja leicht zu beantworten.

    dextory schrieb:

    Wenn ich einen herausgerenderten entsättigten Clip wieder in das Programm lade, Graustufen anwende und wieder herausrendere sind die Farbflecken verschwunden
    Interessant; da haben wir was zum Nachdenken.
    - ASUS Z170-A, INTEL Core i7-6700K, 32 GB DDR4 RAM, GTX 1070 8GB GDDR5, SAMSUNG 850 Pro 500-GB, LG-BH16NS55, iiYama E2409HDS
    - WIN-10/64 PRO (20H2), Firefox, WeTransfer, ImageBurn u.a.
    - EDIUS-X(10.10.7056)-WG, Mercalli, NeatVideo, NB ChromaKeyPro, Audacity, Adobe Photoshop, Movavi VideoConverter Premium, RESOLVE-17 Studio u.a.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kpot11 ()

  • dextory schrieb:

    Wenn ich einen herausgerenderten entsättigten Clip wieder in das Programm lade, Graustufen anwende und wieder herausrendere sind die Farbflecken verschwunden

    Als was hast Du exportiert, nach ProRes, oder nach GV HQX?


    Pee schrieb:

    Ein Wunder vielleicht?
    Wohl kaum.
    Eher scheint es da dann, dass das vorliegende ProRes-Material irgendwie nicht ganz konform zu sein scheint. Ob nun generell zu ProRes, oder nur zu den in Edius verwendeten Decoder kann ich natürlich nicht sagen.


    Gruß
    Peter
    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X