Welches Archiv-Format für HDV 1440 50i verwenden ?

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    • Welches Archiv-Format für HDV 1440 50i verwenden ?

      Ich habe eine größere Anzahl alter, kurzer 8mm-Filme überspielt bekommen im Format HDV 1440x1080 50i. Nach leichter Überarbeitung sollen die Filme (meist Familienfilme) für Kinder und Enkel frei verfügbar gemacht werden.
      Es soll möglichst flexibel abspielbar sein vom Smartphone bis zum großen 4K-TV.
      Da ja m.E. interlaced ausstirbt, folgende Frage:
      Ich dachte mir, alles gleich im Format 16:9 (H264 MP4) auszuspielen. Aber was soll ich aus 50i machen? 25P, 50P oder in 50i lassen? Wo gibt es am wenigstens sichtbare Probleme (Zeilen, Ruckeln)?
      Edius kann ja alles, Rechenzeit ist belanglos. Bin für Tipps aus der Praxis dankbar!
    • Ich würde alles in 1929x1080 25p wandeln. 50p macht keinen Sinn, da ja nur 50 Halbbilder vorliegen und keine Info dazu erfunden werden kann. Dies würde nur größere Dateien bedeuten. 50i würde wohl für den TV-Monitor passen, aber nur dann, wenn es sich noch um einen alten Röhrenmonitor handelt. Alle modernen LCD, OLEDS, ... zeigen Vollbilder. Daher würde 25p sowohl für TVs als auch für PC-Monitore passen. Ich würde auch gleich vom alten HDV 1440x1080 auf FHD hochskalieren. Der Zuwachs an Dateigröße ist überschaubar und alle heutigen Wiedergabegeräte kommen damit zurecht. Dies ist zwar derzeit auch noch bei HDV der Fall, kann sich aber in der Zukunft ändern!

      Markus
      EDIUS 8.53 Pro; Edius X Pro; Asus Z170-A; i7 6700K; Noctua NH-D14; G.Skill RipJaws 32GB DDR4-2133; Samsung SSD 850 Evo 250GB M.2; MSI GTX 960 4GD5T OC GeForce GTX 960 4GB; 3x HGST Deskstar NAS 3TB SATA; Exsys EX-6450; Fractal Design Define R5; Win10 Professional
    • Hi,

      prinzipiell bin ich der gleichen Meinung wie Markus = kein HDV-Format, sondern lieber FHD, also 1920x1080 (FHD).


      Anderer Meinung bin ich aber, was die Framerate betrifft.
      @Markus geht jetzt vermutlich davon aus, dass die beiden vorhandenen Halbbilder zu einem Bild zusammengefasst werden (was auch die normale Vorgehensweise wäre). Somit ergäben sich aus 2x25 Halbbildern 25 Bilder.

      Doch würde dies dort wo Bewegung stattfindet zur "Kammbildung" führen. Denn interlace bedeutet ja halt das die Halbbilder (also die graden/ungraden Zeilen eines Bildes) um 1/50 Sek. zeitversetzt aufgenommen wurden. Dieser Zeitversatz ist also deutlich zu sehen.

      Edius bietet aber die Möglichkeit diese Bilder rechnerisch zu ergänzen. Also werden aus 2 Halbbildern dann tatsächlich 2 Bilder. Natürlich ist das Ergebnis nicht so perfekt wie ein tatsächlich progressiv aufgenommenes Bild, aber doch besser als die Bilder zusammenzufassen.
      Da aber dann quasi 50 Bilder vorliegen, wäre es ja schlecht auf jedes 2. Bild zu verzichten.


      Was ist also zu machen?

      1. Edius Projekt FHD 1029x080 50p anlegen;
      2. bevor Clips in die TL eingefügt werden - im Edius Menü Clip > Zeiteffekt > Halbbildoptionen > Interpolationsmethode = Optischer Fluss und ... > Verarbeitungsoptionen = Deinterlace immer durchführen einstellen;
      3. sollten sich bereits Clips auf der TL befinden so kann/muss die Einstellungen zu 2) für diese Clips auf der TL erfolgen, da bei diesen die neu eingestellten Optionen nicht geändert werden = alle Clips der TL markieren (z.B. durch Lasso), Kontextmenü (Klick mit rechter Maustaste) Zeiteffekt...


      Diese Einstellung ergibt ein wesentlich besseres Ergebnis, als die Einstellungen Nächster Nachbar, oder Bildvermischung. Aber natürlich ist da auch kein Wunder zu erwarten.

      Du kannst auch gern mal einen kurzen Clip (möglichst mit Bewegungen im Bild) in den unterschiedlichen Möglichkeiten ausgeben und selbst vergleichen.


      Gruß
      Peter
      ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X
    • Hi,

      Ich mache es auf Grund von eigenen Versuchen so wie gurlt: Edius Projekt FHD 1029x080 50p.
      • Als 1. Clip lege ich 2-3 Sekunden schwarz im Projektformat auf die TL, Einstellungen wie in Post 3. (Reihenfolge einhalten!)
      • Dann ziehe ich die HDV 1440x1080 50i-Clips aus dem Bin in die TL.
      • Export in Datei im Projektformat im mp4-Container.
      Wenn die HDV Clips in mpeg (.mt2s) vorliegen, kannst du kurze Vergleichssequenzen auf einem USB-Stik direkt im TV vergleichen. Neuere Geräte skalieren erstaunlich gut hoch. Ob das bei künftige Generationen auch noch so sein wird?....
      Mit freundlichen Grüssen

      raptor9
    • gurlt schrieb:

      bevor Clips in die TL eingefügt werden - im Edius Menü Clip > Zeiteffekt > Halbbildoptionen > Interpolationsmethode = Optischer Fluss
      Daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht. Damit ist 50p ist sicherlich die bessere Option!

      Markus
      EDIUS 8.53 Pro; Edius X Pro; Asus Z170-A; i7 6700K; Noctua NH-D14; G.Skill RipJaws 32GB DDR4-2133; Samsung SSD 850 Evo 250GB M.2; MSI GTX 960 4GD5T OC GeForce GTX 960 4GB; 3x HGST Deskstar NAS 3TB SATA; Exsys EX-6450; Fractal Design Define R5; Win10 Professional
    • Markus schrieb:

      Daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht.
      Optischer Fluss ist ja auch erst irgendwann später in Edius hinzugekommen. Braucht Rechenleistung, liefert aber (meist) gute Ergebnisse.




      raptor9 schrieb:

      Ich mache es auf Grund von eigenen Versuchen so wie gurlt: Edius Projekt FHD 1029x080 50p.
      Der "Gewinn" einer Bearbeitung von HDV-Material in einem FHD-Projekt liegt insbes. bei eingefügten Titel, Grafiken, Fotos, etc.
      Denn diese können das volle FHD-Potenzial ausnutzen und sehen dadurch schon deutlich besser aus.



      Gruß
      Peter
      ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X