Woher kommne die" Geisterframes "?

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    • Woher kommne die" Geisterframes "?

      Guten Morgen!



      Mit dem Programm komme ich halbwegs klar, ich abeite fast nur in 4K.
      Ich verstehe nicht wie es zu solchen Fehler kommt:
      Ich habe fertige ausgegebene Filme "A", "B" und "C" , alle in ( 4K/29,8p/10 Bit) Ausgabe BT2020/HLG


      Nun kam mir die Idee etwas daran etwas wegzulassen und eine insges. kurze Version zu gestallten.
      Ich muss ehrlich sagen, es waren auch Szenen dabei die ich mal mit FHD 50p und auch mit 4K/25p gemacht habe.
      Die Formate vielen bei den geweiligen einzelnen Filmen nicht auf.

      So, nun zum Problem,

      wenn ich die Filme mit letzter Ausgabe in ( 4K/29,8p/10 Bit) Ausgabe BT2020/HLG, nochmal auf die Timline hole,
      daran arbeite und mit gleicher Einstellung nochmals ausgebe, sehe ich auf den zusammengesetzten neuen Gesamtfilm bei den harten Schnitten kurze Sprünge.

      Schaue ich mir den neu gebastelten Film näher an, erkennt man, dass wo vorher in harter Schnitt war, die beiden Szenen mit 1-3 Frames überlagerten oder verzogen waren.

      Ich habe mir die Arbeit gemacht, diese Frames wieder zu entfernen und dann war die Ausgabe gut.

      Frage, wie kommen diese "Geisterframes", auf einmal zustande?
      Da ich die ersten einwandfreien Ausgaben "A", "B" und "C" behalten habe, kann ich ich nochmal darauf zurückgreifen.

      Danke für Antworten, kann gerade nicht mehr antworten, weil unterwegs.

      Gruß Rudi
      Core 8700K, 32 GB /GTX 1050 ti, Panasonic GH5, GX8
    • Rudi, Du musst die Bildwiederholrate in der BIN vor dem Import in die Timeline der Bildwiederholrate des Timeline-Projektes anpassen.
      Servus, Pee
      EDIUS X WG, DVR 17 Studio, i9-9900K mit Intel HD-630, 32GB RAM, SSD-System + Diverse FP,
      NVIDIA GF-RTX 2060 Super 8GB, W10P-WS-V2004, 32" LG PC-Monitor, bis zu 46" HDTV-Vorschau per BM Intensity Pro 4K
    • Ruivo schrieb:

      Frage, wie kommen diese "Geisterframes", auf einmal zustande?
      Hi,

      Du verwendest ja in Deinem Projekt Quellmaterial (=Aufnahmen), die mit unterschiedlichen Frameraten aufgenommen wurden...


      Ruivo schrieb:

      Ich habe fertige ausgegebene Filme "A", "B" und "C" , alle in ( 4K/29,8p/10 Bit) Ausgabe BT2020/HLG
      ...
      Ich muss ehrlich sagen, es waren auch Szenen dabei die ich mal mit FHD 50p und auch mit 4K/25p gemacht habe.
      Dies bedeutet aber, dass Edius jetzt versucht das Material mit den abweichenden Frameraten automatisch mit "normaler" Geschwindigkeit in der vorgegebene Geschwindigkeit (Projekteinstellungen) wiederzugeben. Je nach "Geschwindigkeitsverhältnis" der Clips müssen also entweder Frames ausgelassen, verdoppelt oder neu berechnet werden. Wie dies erfolgt wird als generelle Einstellung im Edius Menü Clips > Zeiteineffekt > Halbbildoptionen > Interpolationsmethode vorgegeben. Kann aber auch für jeden einzelnen Clip auf der TL über das Kontextmenü (Klick mit rechter Maustaste) Zeiteffekt abweichend festgelegt werden.

      Hier sind möglich -
      • Nächster Nachbar - es wird der Frame angezeigt, der möglichst nah an der wiederzugebenden Zeitposition liegt - das führt dazu, dass Bilder ausgelassen (50p > 29,8p) oder wiederholt (25p < 29,8p) werden - im Ergebnis kann dies zu mehr oder minder deutlichen "Rucklen" führen;
      • Bildvermischung - aus zwei benachbarten Bildern erstellt Edius ein neues Bild - im Ergebnis kann dies zu den von Dir festgestellten "Geisterbildern" führen, da ja die zur Mischung genutzten Bilder ja meist unterschiedliche Bewegungszustände zeigen (dies dürfte also bei Dir eingestellt sein);
      • Optischer Fluss - Edius errechnet unter Betrachtung der benachbarten Bilder eine "Zwischenbewegung", die wesentlich sauberer, aber auch rechenintensiver als die Bildvermischung ist - in einigen ungünstigen Fällen können aber auch hier erkennbare Bildfehler auftreten.




      Wenn Du also in den Clips mit abweichenden Bildraten die Option Optischer Fluss wählst, solltest Du in der Regel das "sauberste" Ergebnis bekommen. Allerdings ist dies eben sehr rechenintensiv, was dazu führen kann (wird), dass die Timeline in Echtzeit nicht mehr flüssig abgespielt werden kann- Hier hilft dann rendern.

      Bei den 50p Clips könnte auch Nächster Nachbar eine Alternative sein, die ein kaum schlechteres Ergebnis bringt. Das ist aber eben vom Bildinhalt, insbes. den dort aufgenommenen Bewegungen abhängig.
      Wie schon geschrieben kannst Du ja auch jedem einzelnen Clip die am besten passende Option zuweisen. Hier muss man halt probieren, was einem gefällt.




      Eine andere Möglichkeit wäre die von @Pee vorgeschlagene:


      Pee schrieb:

      die Bildwiederholrate in der BIN vor dem Import in die Timeline der Bildwiederholrate des Timeline-Projektes anpassen.
      Damit ist gemeint in der Bin die jeweiligen Clip-Eigenschaften öffnen und unter dem Reiter Video > Bildrate über den kleinen "Pfeil" die Bildrate auf die des Projektes = 29,8 fps zu setzten.

      Dadurch werden alle aufgenommenen Frames in der vom Projekt angezeigten Geschwindigkeit wiedergegeben. Damit ändert sich aber Wiedergabegeschwindigkeit!!!

      Bei den 50p Clips hast Du also eine Zeitlupe = der Clip ist jetzt statt 1 Sekunde ca. 1,5 Sekunden lang.
      Bei den 25p Clips einen Zeitraffer = der Clip ist jetzt statt 1 Sekunde nur 0,8 Sekunden (bzw. ein 5 Sekunden Clip nur noch 4 Sekunden) lang .

      Bei relativ bewegungsarmen Aufnahmen kann das funktionieren, aber meist ist dieser Effekt dann schon deutlich erkennbar.



      Gruß
      Peter
      ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X
    • Das ging aber schnell, ihr seit wahrscheinlich oft am Rechner.
      Danke, ich habe die Antworten herausgeschnitten, damit mir das nicht noch mal passiert.

      Komisch war nur ich hatte Abschnittweise 29,9p ausgegeben und bei dem neuen Projekt die Projekteigenschaften genau so gewählt.
      Hier ist ja alles gleich geblieben. Klat wenn ein 25p Projekt mit eingebunden, dass dann eine Veränder ung bei dem Abschnitt auftritt . verstehe ich.

      Ich mache jetzt nur noch 29,9p 10Bit bei langsamen Szenen ( Blumen) oder 59,9p 8Bit bei mehr Bewegung (Vögel)
      (Nebenbei, V-log Aufnahmen mache ich nicht mehr, HLG lässt sich einfacher bearbeiten, wenn richtig belichtet und ich erspare mir einen Vorschaumonitor.)


      Aber eine kleine Frage im Zusammenhang, wenn ich 59,9 p aufnehme weil zB Zeitlupe gewünscht und dann aber Clips mit 59,9 p mit verwende und
      alles zusammen als Film mit 29,9p ausgebe, was passiert mit meiner Zeitlupenabschnitt im Film , bleibt der in 59,9p ?
      Besser alles als 59,9p in 8 bit ausgeben, und auf Bt2020 HDR verzichten ?


      Der gesamte Film ist nun fertig. Ich musste mir die "Geisterframes" oft nur 1 Frame, herausschneiden, sieht jetzt so aucals wären alles einzelne Clips auf der Timline.

      Gruß Rudi
      Core 8700K, 32 GB /GTX 1050 ti, Panasonic GH5, GX8
    • Ruivo schrieb:

      Aber eine kleine Frage im Zusammenhang, wenn ich 59,9 p aufnehme weil zB Zeitlupe gewünscht und dann aber Clips mit 59,9 p mit verwende und
      alles zusammen als Film mit 29,9p ausgebe, was passiert mit meiner Zeitlupenabschnitt im Film , bleibt der in 59,9p ?
      Also das kommt jetzt ganz darauf an was mit welchen Einstellungen da aufgenommen wurde und welche Projekt- und Clip-Einstellungen verwendet werden. Alles reine Mathematik.

      1. Eine Aufnahme mit 59,9p läuft in einem 59,9p Projekt mit normaler Geschwindigkeit, soweit dürfte das ja klar sein.
      2. In einem 29,9p Projekt und bei unveränderten Clip-Eigenschaften läuft diese 59,9p Aufnahme ebenfalls in normaler Abspielgeschwindigkeit, es wird hier halt nur jedes 2. Bild verwendet/gezeigt. Dies kann auf Grund der kurzen Belichtungszeiten (180 Grad-Regel) zu "springenden" Bewegungen führen, da dem Bild halt die Bewegungsunschärfe fehlt, die eine "flüssige" Bewegung vermitteln würde.
      3. Wenn in einem 29,9p Projekt die Clip-Eigenschaften einer 59,9p Aufnahme auf 29,9p verändert wird, werden - wie oben beschrieben - alle Bilder abgespielt, dadurch ergibt sich eine Zeitlupe, 1 Sekunde Aufnahme ergibt 2 Sekunden Film.
        .
        Kann Deine Kamera im 59,9p-Modus echte Zeitlupenaufnahmen - z.B. mit 120p - machen, dann wird
      4. bei einer Wiedergabe im 59,9p Projekt dieser Clip bereits in Zeitlupe wiedergegeben, also auch hier in der doppelten Spiellänge der ursprünglichen Aufnahmezeit;
      5. in einem 29,9p Projekt ohne Veränderung der Clip-Eigenschaften gilt sinngemäß das unter 2. gesagte - also der "normale" Clip läuft in Normalgeschwindigkeit, die Zeitlupenaufnahme in Zeitlupe, aber es werden in beiden Fällen nur die Hälfte der aufgenommenen Bilder gezeigt:
      6. und zu guter Letzt, stellst Du in einem 29,9p Projekt die Clipeigenschaften auf 29,9p, dann werden wieder alle Bilder gezeigt und es passiert das unter 3. beschrieben, eine "normale" Aufnahme läuft in Zeitlupe und eine echte Zeitlupe halt als extreme Zeitlupe mit 4-facher Spiellänge.




      Ruivo schrieb:

      Besser alles als 59,9p in 8 bit ausgeben, und auf Bt2020 HDR verzichten ?
      Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Du kannst doch auch bei einem 59,9p Projekt 10bit Bt2020/2100 verwenden.


      Außerdem solltest Du mal überprüfen, mit welcher Framerate Deine Kamera denn wirklich aufnimmt. Dies "krummen" Werte von 29,97p, bzw. 59,94p entstammen einem technischen Problem bei der NTSC-Farbfernsehnorm. Ist heute also eigentlich nicht mehr notwendig.
      Wenn Deine Kamera tatsächlich "volle" 30p, bzw. 60p aufnimmt, dann solltest Du auch diese Einstellung im Projekt verwenden, es sei denn Du produzierst für einen US-amerikanischen TV-Sender.


      Gruß
      Peter
      ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, RME Fireface 400, Win 10 Pro , EDIUS WG X
    • gurlt schrieb:

      Dadurch werden alle aufgenommenen Frames in der vom Projekt angezeigten Geschwindigkeit wiedergegeben. Damit ändert sich aber Wiedergabegeschwindigkeit!!!
      Dort wo das stört kann man ja mit einer leichten Zeitlupe oder einem leichten Zeitraffer auf der Timeline entgegenwirken.
      Servus, Pee
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    • Pee schrieb:

      Dort wo das stört kann man ja mit einer leichten Zeitlupe oder einem leichten Zeitraffer auf der Timeline entgegenwirken.
      Dann hast Du aber den gleichen Effekt, als wenn es mit nicht passender Framerate abgespielt wird = Auslassungen oder Zwischenbilder.
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    • "Geisterframes" gibt es nur dort wo man mit dem sog. "Blending" arbeitet...
      Servus, Pee
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    • Pee schrieb:

      "Geisterframes" gibt es nur dort wo man mit dem sog. "Blending" arbeitet...
      Richtig - "Blending" = Bildvermischung (was bei Rudi vermutl. eingestellt ist) hatte ich ja auch weiter oben (#3) erklärt. Ebenso die anderen Optionen der "Halbbildoptionen" (eigentlich richtiger Weise "Zwischenbildberechnung") mit deren jeweiligen Vor- und Nachteilen.



      Es ging hier aber jetzt darum, dass ein mit Geschwindigkeit 25p aufgenommener Clip gemäß Deinem durchaus völlig korrekten Vorschlag in den Clip-Eigenschaften auf 29,9p (vereinfacht 30p) gesetzt werden kann.
      Dadurch werden dann von diesem Clip pro Sekunde 5 Frames mehr abgespielt, als aufgenommen wurden = also mit einem Zeitraffer-Effekt. Und dies kann halt je nach Motiv durchaus auffallen.

      Natürlich könnte man versuchen dies - wie Du vorschlägst - nunmehr durch eine leichte Zeitlupe beheben/verbessern.
      Aber dann muss Edius halt auch wieder fehlende Zwischenbilder erzeugen. Also muss man auch bei dieser Variante auf die gewählte Interpolationsmethode achten.



      Gruß
      Peter :prost:
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    • gurlt schrieb:

      Also muss man auch bei dieser Variante auf die gewählte Interpolationsmethode achten.
      Genau, und der Rudi ist schon ewig lang bei EDIUS mit dabei, eigentlich müsste er langsam die Möglichkeiten verinnerlicht haben
      und nicht Bildwiederholraten mit dem Farbraum in Zusammenhang bringen.
      Servus, Pee
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