H.265 mit EDIUS 8.53 codieren

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  • ha.jot.es schrieb:

    Hi, ein Freund setzte mir den Floh ins Ohr, dass H.265 viel besser sei als H.264(mp4).
    Gibt es ein plugin oder so, mit dem Edius 8.53 das auch könnte ?
    "Viel besser" stimmt nur bei niedrigen Bitraten. H265 hat tatsächlich bei niedrigen Bitraten eine bessere Qualität. Wer allerdings ein H265 von einem H264 Video bei entsprechend normal hoher Bitrate unterscheiden kann, gewinnt die Pixel-Zähler-Voodoo Krone :)
    Nachteil ist, das es (noch) nicht überall abspielbar ist.

    ha.jot.es schrieb:

    Gibt es ein plugin oder so, mit dem Edius 8.53 das auch könnte ?
    Einfach fertiges Projekt als HQ oder HQX ausgeben und diese Datei mit Handbrake in H265 codieren.
    HandBrake: Open Source Video Transcoder
    Mainboard Asus Z490-A, Intel Core i9 10850k, 32 GB DDR4 RAM, 1 x SSD 2TB (Video), 1 x SSD 500GB (System), 1 x 4TB (Video), 1 x 2GB (Video, Audio), Geforce GTX1660 6GB, Blackmagic Intensity Pro 4K, RME HDSPe AIO, Windows 11 Pro-64 (21H2), Adobe Production Suite CS5, WaveLab 11, Prodad Adorage, Vitascene 3, Heroglyph 4, Hide 1.5, Mercalli 5, Acon Digital: Audio Restauration Suite 2, Deverberate 3, Extract Dialogue, Neat Video 5, NewBlue Amplify plus, Titler Pro 7, Izotope RX8
  • Grauer Tiger schrieb:

    Nachteil ist, das es (noch) nicht überall abspielbar ist.
    Da kommt es halt hauptsächlich auf das Alter der Abspielgeräte an.
    5-6 Jahre alte Geräte können meist mit H.265 umgehen, insbes. wenn es sich um UHD/4K-Geräte handelt. Aber es sind halt auch noch ältere Geräte im Einsatz, die H.265 noch nicht unterstützen.

    Ich exportiere inzwischen auch überwiegend nach H.265, zumal ich dann Dateien mit 10bit Farbtiefe erzeuge.
    Das ist zwar mit H.264 ab Profil High 10 auch möglich, aber viele Geräte können das dann oft nicht wiedergeben. Einen Vorteil bringen die 10bit aber eigentlich nur, wenn man auch entsprechendes Material hat.

    Das von @Grauer Tiger vorgeschlagene Handbrake funktioniert jedenfalls sehr gut. Vor Edius X habe ich damit auch einige H.265-Exporte erstellt.


    Gruß
    Peter
    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS WG X
  • ha.jot.es schrieb:

    dass H.265 viel besser sei als H.264(mp4)
    Da hat der Freund leider keine Ahnung weil die Aussage so quatsch ist. H265 kann bei gleicher Qualität eine geringer Datenrate haben und so Platz sparen.
    "Gut codierte" Dateien wird man nicht in der Qualität unterscheiden können.
    ---------------------------------------------
    Mainboard Asus Prime Z370-A, CPU Coffeelake i7-8700 mit CPU-Grafik HD Graphics 630, NVidia GTX 1050 Grafikkarte, Win 10 (64 bit).
  • 8.6.2022
    Hallo, vielen Dank für die 3 Antworten !
    Weil ich z.Z. hauptsächlich Filme aus vergangene Zeiten (digitalisierte 8mm-Filme,VHS, Video 8, Hi8, DV Pal)
    archivieren will, tauchte die Frage nach dem geeignetsten Format auf. Und weil ich nicht vorhabe, EDUIS weiter
    upzugraden und auf 4K aufzusteigen, haben mir Ihre Antworten klargemacht, dass nach
    heutigem Stand mp4 wohl das beste Format ist. (Vielleicht ringe ich mich ja auch zu HQ durch !?)

    Für meinen bestenfalls durchschnittlichen Einblick in die Computer- und Video-Welt ist das EDIUS-Forum
    eine unschätzbare Hilfe. Nochmals vielen Dank dafür!
    Gruss ha.jot.es
  • ha.jot.es schrieb:

    Weil ich z.Z. hauptsächlich Filme aus vergangene Zeiten (digitalisierte 8mm-Filme,VHS, Video 8, Hi8, DV Pal)
    archivieren will, tauchte die Frage nach dem geeignetsten Format auf. Und weil ich nicht vorhabe, EDUIS weiter
    upzugraden und auf 4K aufzusteigen, haben mir Ihre Antworten klargemacht, dass nach
    heutigem Stand mp4 wohl das beste Format ist.
    Hi,

    eigentlich nein!

    Abgesehen davon, dass sowohl H.264, als auch H.265 einen .mp4-Container erzeugen, sind beides halt hochkomprimierende Codecs, die sehr intensiv GOP-Strukturen (Bildgruppen) nutzen.
    Das ist gut für eine Wiedergabe, da hier eben kleine und i.d.R. gut abspielbare Dateien entstehen. Sofern das Material nicht bereits durch eine moderne Kamera mit H.264/H.265 (da oft nur als I-Frame = "Vollbild") aufgenommen wurde ist dies aber zur Archivierung weniger geeignet.

    Für die Archivierung alten Bandmaterials sollte man aus meiner Sicht lieber die bereits vorhandenen digitalen Formen aufbewahren, auch (oder grade weil) diese evtl. etwas mehr Speicherplatz benötigen.
    Zum einen entstehen bei jeder Umkonvertierung von Material unnötige Verluste. Außerdem bedeutet die hohe Kompression grade durch H.265 ein "zusammendampfen" von Informationen, z.B. durch die schon genannten Bildgruppen und der Verwendung von Transform-Blöcken, bei denen sich bewegende Bildbereiche als eine Information über mehrere Bilder hinweg gespeichert werden.

    Canopus/GV HQ, bzw. HQX als .avi oder .mov wären zwar für eine Archivierung gut geeignet, aber auch hier fände eine unnötige Umwandlung statt. Zudem dürfte dies eher noch größere Dateien ergeben.
    Und letztlich müsste dann ein evtl. später eingesetztes Schnittprogramm mit dem GV HQ/HQX-Codec umgehen können, was halt nicht unbedingt gesagt ist.

    Festplattenkapazität ist heute nicht mehr wirklich teuer.
    Also erspare Dir einerseits die Arbeit der Umwandlung und erhalte Dir damit die bestmögliche Ausgangsqualität für spätere Bearbeitungen, nämlich die vorhandenen Dateien.


    Gruß
    Peter
    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS WG X
  • ha.jot.es schrieb:

    4K aufzusteigen, haben mir Ihre Antworten klargemacht, dass nach
    heutigem Stand mp4 wohl das beste Format ist. (Vielleicht ringe ich mich ja auch zu HQ durch !?)
    Ich glaube hier fehlt etwas Grundwissen, wie ja auch selber beschrieben.
    4K macht für dieses Vorhaben so wie so keinen Sinn.

    Um es daher mit einfachen Worten zu sagen und es einfach zu halten:
    Ich würde Videos einspielen / digitalisieren. Wenn möglich die so entstandenen "originalen" Dateien archivieren.
    Zum Abspielen am TV o.ä. würde ich zusätzlich ein mp4 (mit H264) erstellen und nicht H265.

    Damit fährt man sicher gut. Eine weitere Umwandlung ist nicht nötig und nicht sinnvoll, wie Peter ja auch beschrieben hat.
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    Mainboard Asus Prime Z370-A, CPU Coffeelake i7-8700 mit CPU-Grafik HD Graphics 630, NVidia GTX 1050 Grafikkarte, Win 10 (64 bit).