Größenänderung bei 4K

  • Hallo,


    ich arbeite an einem Animationsfilm. Die ganzen Bilder wurden in 4K gezeichnet.


    Nun befinde ich mich im Schnitt und merke, dass ich bei einigen Bildern eine nähere Einstellungsgröße nehmen möchte.


    Ziel ist es, den Film auf (sehr) großen Leinwänden in auch großen Kinos zu zeigen.


    Frage 1:

    Wie viel % kann ich in die Bilder zoomen, ohne das man es sieht?


    Frage 2:

    Und ich habe gehört, dass es eine (KI) Software gibt, mit der man möglicherweise entstehende Probleme (also wenn man zu viel zoomt) beheben könnte.


    Weiß jemand hierzu etwas?

    Viele Grüße und danke!

  • Bilder und Videos skalieren ohne das es auffällt. Da würde ich mal hier nachsehen:

    Topaz Labs | Professional-grade photo and video editing powered by AI.
    Photo and video enhancement software powered by deep learning gets you the best image quality available for noise reduction, sharpening, upscaling, and more.
    www.topazlabs.com

    Ob und wie weit die Qualität beeinflusst wird hängt von den Quellbildern ab. Wie detailliert die sind, wie flächig, haben sie spezielle Muster, die durch die KI beeinflusst werden. Musst du ausprobieren.


    Sind Bilder beispielsweise gut vektorisierbar, dann kann man die Vektoren verlustfrei skalieren. Um Bilder in Vektoren zu wandeln bietet sich von Adobe der Illustrator an.

  • Topaz ist - offenbar zum Ärger vieler Langzeitnutzer - zu einem Abo-Modell übergegangen. Wenn man dieses Abo aber monatlich kündigen kann (weiß ich nicht), dann könntest Du das Programm nutzen, solange Du es brauchst (theoretisch könnte ein Monat ja schon reichen), und dann kündigst Du es eben wieder.


    Ich schätze, niemand hier hat ein Kino zu Hause. Aber wenn Du einen UHD-Monitor hast, und Dein Ausgangsmaterial 4k/UHD ist, dann solltest Du auch auf Deinem Monitor beurteilen können, wie weit es geht. Ganz theoretisch sieht man mit guten Augen schon nach wenigen Prozenten einen Qualitätsverlust (so ab 105% bis 110%).


    Aber mal ein anderer Gedanke:
    Wurde Deine Animation denn analog gezeichnet oder digital erstellt? Falls digital, dann sind die Arbeitsdateien doch sicher noch vorhanden? Dann könnte doch der Ersteller dieselben Sequenzen nochmal in näherer Einstellung rausrechnen? Der Aufwand hält sich u.U. sogar sehr in Grenzen (man muss ja "nur" die virtuelle Kamera näher ranrücken und exportieren - die Zeichnung an sich und die Bewegungen sind ja schon gemacht), sodass Du nur nochmal ein kleines Zusatz-Sümmchen investieren musst. Aber Du bekommst Original-Qualität (statt herumgedoktorte Verbesserungen), musst kein Geld für extra Software ausgeben, und sparst Dir sehr viel Nerven und Lebenszeit beim Versuch, mit der Software zu akzeptablen Ergebnissen zu kommen.

  • Na, wenn Du es nicht weißt... ;)


    Aber ja, offenbar wurde da digital gearbeitet. Also extrem vermutlich vektor-basiert. Demnach solltest Du da mal Kontakt aufnehmen und sagen: "Hör mal, die Einstellungen 13, 25 und 128 benötige ich näher... Nichts verändert, nichts neu zeichnen, nichts neu bewegen. Nur die Kamera näher dran - wie groß ist Dein Aufwand?" Und dann wird Dir der Zeichner was sagen.


    Noch einfacher kannst Du es ihm machen, wenn Du die fraglichen Stellen im Layouter einfach nur mal so vergrößerst, wie es Dir passt, und machst Screenshots davon. Dann weiß der Zeichner genau, wie nah Du die Kamera brauchst, und er kann es relativ technisch wegarbeiten - ohne, dass Ihr noch tausendmal "Passt das so?" spielen müsst.


    Und wie gesagt: abhängig davon, über wie viele Stellen wir hier reden, scheint mir das die absolut praktikabelste Lösung zu sein.

    PS: Als Auftragnehmer kann ich Dir sagen, dass es normalerweise ziemlich nett ist, wenn man zu einem vergangenen Projekt nochmal einen kleinen Nachfolgeauftrag bekommt - vor allem, wenn die Dinge tatsächlich so einfach liegen, wie ich es hier vermute. Da nimmt man als Künstler nochmal ein bisschen Kleingeld für vergleichsweise wenig Arbeit mit. Besser, als wenn große Software-Konzerne das Geld bekommen (aber nicht in Dtl. versteuern) für ein Ergebnis, mit dem Du nicht 100%ig zufrieden bist.

  • Also wenn der Zeichner die 5 Szenen nochmal vergrössert ausgibt kostet das genau 0 €.
    Das ist in wenigen Minuten gemacht.


    Ich mache es jedenfalls so, wenn Kunden solche Kleinigkeiten wollen, die ja eigentlich zu meinem Job gehören.

    ---------------------------------------------
    Mainboard Asus Prime Z370-A, CPU Coffeelake i7-8700 mit CPU-Grafik HD Graphics 630, NVidia GTX 1050 Grafikkarte, Win 10 (64 bit).

  • okay, wenn wir von 5 Bildern sprechen, die vergrößert werden müssen, was wäre ein ungefähres Honorar?

    Das hängt natürlich davon ab, was der Auftragnehmer insgesamt für den Job bekommen hat.

    Also wenn der Zeichner die 5 Szenen nochmal vergrössert ausgibt kostet das genau 0 €.
    Das ist in wenigen Minuten gemacht.

    Naja. Siehe oben. Wenn der Ursprungsjob vernünftig gut bezahlt wurde, und das Ganze nach unserer Vorstellung hier technisch recht einfach machbar ist, kann man in der Tat Glück haben, dass der Auftragnehmer das einfach nochmal gratis dazugibt. Insbesondere, wenn ggf. weitere Aufträge in Aussicht stehen (z.B. weil Du in naher Zukunft nochmal ein ähnliches Projekt hast).

    Ist Dir der Auftragnehmer beim Ursprungsjob ohnehin finanziell schon sehr entgegen gekommen (hat also sehr günstig für Dich gearbeitet), fände ich es unhöflich, hier auf eine Gratiszugabe zu hoffen. Mindestens was für die Kaffeekasse kann man da schon rüberwachsen lassen. ;)

  • Dann wäre mine Kaffeekasse aber voll :)
    Ich mache ständig für Kunden nochmal irgendeine Änderung, das ist ein ganz normaler Vorgang in der Zusammenarbeit.


    Du hast natürlich Recht, daß es nicht unbedingt so sein muß. Wir wissen ja nicht, wie groß der Aufwand ist, ich gehe bei meiner Aussage von einer Kleinigkeit aus.
    Und wenn Kunden vorher schon 3 Stunden über den Preis diskutiert haben und immer wieder extra was wollen, hat so etwas Grenzen, ist auch klar. Die habe ich zum Glück sehr selten.
    Ich gehe hier vom Normalfall aus.

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    Mainboard Asus Prime Z370-A, CPU Coffeelake i7-8700 mit CPU-Grafik HD Graphics 630, NVidia GTX 1050 Grafikkarte, Win 10 (64 bit).

  • Im Idealfall hat der Zeichner die Bilder sogar im Adobe Illustrator erstellt. Dann kann er die Bilder verlustlos vergrößern. Wenn du Pech hast, dann hat er Bitmaps beispielsweise mit einem digitalen „Airbrush“, wie in Photoshop erstellt. Dann siehste die Pixel wachsen und die Farbverläufe fransen an den Rändern aus. Kommt halt auf die Werkzeuge des Künstlers an.

  • Vergrößerungen werden eckig und mit Treppenstufen.


    Eine Vektorisierung beispielsweise mit dem Adobe Illustrator könnte das ganze ohne auffällige Stufen erzeugen. Ich meine man könnte Adobe auch als Demo bekommen und kurzzeitig testen.

    In wie weit das mit den Bitmaps funktioniert, muss man austesten.

  • Abhängig vom Bildinhalt wird eine Skalierung nur mit dem Layouter ab einem gewissen Punkt unschön. Da musst Du jeweils selbst schauen, wie weit Du gehen möchtest.


    Mit KI-basierten Programmen, wie dem schon genannten Topaz, erzielst Du i.d.R. bessere Ergebnisse. Auch Edius 11 bietet über den BAT Server Tools, die hier hilfreich sein könnten.


    Gruß

    Peter

    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS 11 WG

    Steinberg Cubase Pro, WaveLab Pro, SpectraLayers Pro

  • Topaz ist halt ein separates kostenpflichtiges Programm, was es nur als Abo gibt.

    Der BAT Server wäre halt kostenlos.


    Vergleiche habe ich jetzt nicht angestellt, zumale ich nur eine ältere (Kauf-)Version von Topaz besitze.

    Letztlich wird es aber auch auf den jeweiligen Clip ankommen.


    Gruß

    Peter

    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS 11 WG

    Steinberg Cubase Pro, WaveLab Pro, SpectraLayers Pro

  • Und das kann man ja auch nach getaner Arbeit, also nach 1 Monat wieder abbestellen, oder?

    Da weiß ich nicht, wie da die Regelungen sind. Also ob es da eine Mindestlaufzeit gibt, oder ob man das gleich wieder kündigen kann.

    Ich habe ja nicht auf Abo-Modell umgestellt.

    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS 11 WG

    Steinberg Cubase Pro, WaveLab Pro, SpectraLayers Pro

  • also da es mir wirklich um die große Leinwand geht, ist Qualität das oberste Kriterium, weniger der Preis (der ja auch bei Topaz nicht so hoch ist).


    Die Frage also: ist Topaz oder Aiarty qualitativ besser?