HQX-Datei mit vielen verschiedenen Szenen "rück-wandeln"

  • eine längere Geschichte.........


    Ich habe für Fahr-Aufnahmen einen kleinen Canon Camcorder HG-20 Silber (FHD 1920x1080) mit 60GB-Harddisk. Zum Transfer der Bilder zum PC (per USB) brauchte es eine spezielle Software. Diese wurde aber nicht für Win-10/11 weiter entwickelt. (alter Laptop mit Win-7 ist noch vorhanden)


    Einen Zusammenschnitt solcher Clips habe ich in Edius damals wohl als HQX-Datei gesichert.

    In Edius 8.53 kann ich diese HQX-Datei in die Timeline laden. Die Bilder werden angezeigt

    Ich möchte jetzt die gespeicherten Szenen wieder aufteilen und diese Bilder dann einem Ordner z.B. zum betreffenden ORT einfügen, um sie in andern Projekten zu verwenden

    Wie soll ich das machen?

  • Hi,


    mit Edius 8 Bordmitteln ist das leider nicht automatisiert machbar.

    Da könntest Du die HQX-Datei nur auf der TL abspielen und bei jedem Szenenwechsel über V einen Marker setzen. Im Anschluss dann die Marker anspringen und (ggf. nach Korrektur der Position) mit C schneiden.

    Diese Clips kannst Du dann in die Bin schicken, wo sie dann entsprechende In-/Out-TCs haben. Start- und End-TC sind aber weiterhin die von der kompletten HQX-Datei.


    In Edius 11 gäbe es über den BAT-Server eine gute Scene-Detect, die das alles automatisch erledigen.


    Sonst müsstest Du ein externes Programm nutzen, was solche Szenenerkennungen durchführt. Ich wüsste da aber nicht, welches mit GV HQX umgehen kann.


    Gruß

    Peter

    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS 11 WG

    Steinberg Cubase Pro, WaveLab Pro, SpectraLayers Pro

  • Danke Peter

    als Idee?

    Kann ich auch die jetzige HQX-Timeline erst "als Datei exportieren" und dieses Ergebnis wieder in die TL importieren, zum Ausschneiden der Szenen?

    Die so gewählten Abschnitte in der Bin möchte ich dann gerne in bestehenden Ordner, mit andern Video-Clips zu diesem Ort, einfügen, um diese Bilder evt. später in einem andern Projekt zu verwenden.


    Was müsste ich im "als Datei ausgeben" wählen, dass ich die Ausschnitte universell zur späteren Weiterverwendung speichern kann, in noch möglichst guter Qualität ? (meine HQX-Datei wird zB in Handbrake nicht erkannt)


    (Original-Material aus der Canon-Cam wurde damals mit einem Canon-Programm als FHD 1920x1080 per USB-Kabel in den PC übertragen und dann, warum weiss ich nicht mehr, als HQX-Datei gespeichert)

  • Kann ich auch die jetzige HQX-Timeline erst "als Datei exportieren" und dieses Ergebnis wieder in die TL importieren, zum Ausschneiden der Szenen?

    Würde in der Reihenfolge keinen Sinn machen.


    Denn egal welches Material auch immer Du auf die TL legst, der "Cut" erzeugt nur immer Clips mit angepassten IN- und Out-TC, bezieht sich aber weiterhin auf die Quelldatei. Die "Aufteilung" in einzelne Dateien kann also erst nach dem Schnitt erfolgen.


    Am einfachsten ginge das, wenn Du

    1. die geschnittenen Clips dann von der TL aus mit Zur Bin hinzufügen (Umschalt + B) in einen Ordner der Bin ablegst;
    2. und dort per Umwandeln einzelne Dateien erzeugst;
      - ich weiß jetzt aber nicht mehr, ob in Edius 8 auch schon Batch-Umwandeln und Auswahl eines anderen Zielformates als HQX möglich wäre,
      - was alles nochmals einfacher machen würde, aber ich denke, das kam erst später;


    Alternativ - aber viel umständlicher - wäre es auf der TL jeweils einen Clip auszuwählen und TL-IN -Out zu setzen.

    Dann könntest Du es jeweils als einzelne Datei exportieren, wenn Du bei In Datei ausgeben den Haken bei Zwischen In und Out setzt.



    Die höchste Qualität für eine Archivierung würdest Du halt mit GV HQ/HQX bekommen, zumal bei einer Umwandlung nach HQX keine Verluste entstehen sollten.

    Leider unterstützen aber eben nicht viele Programme GV HQ/HQX, bzw. können HQX nicht einbinden (Installation vom GV HQX Codec).


    Insoweit halte ich (QuickTime) ProRes 422, bzw. 422 HQ für eine sehr gute Wahl, die ich selbst z.B. auch für den Austausch mit Mercalli V6 und anderen Programmen nutze. Ergibt aber auch große Dateien.


    Jede Wandlung in ein koprimiertes Format (z.B. H.264/AVC, oder H.265/HEVC) ist halt verlustbehaftet und eignet sich deshalb nicht ganz so gut für eine Archivierung. Denn spätere Anpassungen (z.B.. Änderungen am Farbgrading) sind dann halt schwieriger, bzw. ist man weniger flexibel.

    Eine Komprimierung liefert aber kleinere Datein, was halt geringeren Speicherbedarf bedeutet.


    Insoweit müsste man da schauen die Komprimierung nicht ganz so hoch zu setzen. Also höhere Durchschitts- und Maximalvorgaben verwenden.



    Original-Material aus der Canon-Cam wurde damals mit einem Canon-Programm als FHD 1920x1080 per USB-Kabel in den PC übertragen und dann, warum weiss ich nicht mehr, als HQX-Datei gespeichert)

    Nun, meine Vermutung wäre, dass Du diese Dateien in Edius über die Erfassung (capturen) eingelesen hast, was halt standardmäßig zunächst HQ/HQX erzeugt.


    Gruß

    Peter

    ASUS Prime X299-A II, i9-10980XE, 64 GB, Nvidia RTX 2080Ti, BMD UltraStudio 4K Mini, RME Fireface 400, Win 11 Pro , EDIUS 11 WG

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  • (meine HQX-Datei wird zB in Handbrake nicht erkannt)

    Dann ist dein Handbrake vermutlich uralt. Mein Handbrake 1.11.2 erkennt problemlos HQX

    Mainboard Asrock Z890 Pro-A Wifi, Intel Core Ultra 9 285k, 32 GB DDR5 RAM, 1 x SSD 2TB, 1 x M.2 SSD 500GB (System), 1 x M.2 SSD 2GB, Geforce RTX4070super 12GB, Blackmagic Intensity Pro 4K, RME HDSPe AIO, Windows 11 Pro-64 (24H2)

  • Als Ziel-Format hat es jede Menge an Möglichkeiten, nur weiss man nicht was wählen, wenn man das zum ersten Mal braucht.
    Ich habe einfach :thumbup: "lossless" genommen, das ja fast verlustfrei sein soll. Platz habe ich genug

    Meinst Du mit "Lossless" GV/Canopus lossless?

    Auch das ist halt ein GV/Canopus Codec, der nicht unbedingt überall unterstützt wird. Du würdest ggü. GV HQ/HQX lediglich eine (unsinnig) große Datei erzeugen. bei der Du aber keine weiteren Vorteile hättest.



    Wie gesagt wäre meine Empfehlung eher ProRes 422 oder 422 HQ gewesen. Denn das ist ein anerkanntes Austauschformat, was heute eigentlich alle unterstützen.

    Wobei hier auf Grund des ursprünglichen Canon Quellmaterials eigentlich das "normale" ProRes 422 völlig ausreichen würde.


    Gruß

    Peter

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  • Ich möchte jetzt die gespeicherten Szenen wieder aufteilen und diese Bilder dann einem Ordner z.B. zum betreffenden ORT einfügen, um sie in andern Projekten zu verwenden

    Wie soll ich das machen?

    Die Frage ist ja auch: Womit sollen denn die HQX Daten weiter verarbeitet werden? gurlt hat Recht, ProRes wäre universell für professionelle Programme. Aber Semi-Profi-Editoren können auch kein ProRes. Universell auch für Semi-Profi-Programme sind H264 Dateien mit hoher Bitrate um die 50MB /sec.
    Also wäre erst mal wichtig zu wissen, welche anderen Programme als Edius zum Einsatz kommen sollen? ProRes=professionell universell, H264 = geht immer.

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  • Wobei halt H.264 auch bei höheren Bitraten über die Komprimierung verlustbehaftet ist, bzw. dann bei bestimmten Bearbeitungen (z.B. Stabilisierung, Entrauschung) nicht ganz so gute Ergebnisse erzielt.


    Aber auch da kommt es halt immer noch auf das ursprüngliche Quellmaterial an, sprich also was der Camcorder als Input geliefert hat. HQX oder ProRes 422 sind halt gut verarbeitbar, aber Informationen "hinzuerfinden" können sie natürlich auch nicht.


    Ist halt ein schwieriges Thema.

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  • Wobei halt H.264 auch bei höheren Bitraten über die Komprimierung verlustbehaftet ist, bzw. dann bei bestimmten Bearbeitungen (z.B. Stabilisierung, Entrauschung) nicht ganz so gute Ergebnisse erzielt.

    Da stimme ich zu, aber meist ist der "Verlust" ja nur "Pixelzählerei" den man ohnehin nicht sehen würde. Wie du schon sagst, es kommt darauf an...

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  • aber meist ist der "Verlust" ja nur "Pixelzählerei" den man ohnehin nicht sehen würde.

    Auch das ist richtig.

    Aber grade bei einigen Test für die Anwendungen des BAT-Servers habe ich doch z.T. deutliche Unterschiede in der Qualität bei Verwendung unterschiedlicher Quellmaterialien, bzw. Ausgabeformate gesehen. Da macht sich (in beiderlei Hinsicht) ProRes meist deutlich besser, als z.B. H.264.


    Aber wie Du ja auch schon geschrieben hast, spielen bei der Auswahl halt sehr viele Faktoren eine Rolle. Vom vorliegenden Material über die gedachte Verwendung und den "angesprochenen" Programmen, bis hin zum eigentichen Ziel, bzw. Zweck der Datei.


    Gruß

    Peter

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