Spricht etwas dagegen, wenn man Ton und Kommentare erst in der Final Sequenz dazufügt ?
Grundsätzlich nicht, es ist eher eine Frage wie man selbst besser klarkommt.
Vom Ergebnis her gibt es da eigentlich keine Unterschiede, solange man "sauber" arbeitet. Also insbes. das Kanal-Mapping, sowie die Verwendung und Einstellungen der A-Spuren versteht und beachtet.
Allerdings, je länger die Sequenz ist (und die Final Sequenz kann ja recht lang sein), desto unübersichtlicher wird es, und umso leichter können sich Fehler einschleichen. Also z.B. unbeabsichtigte Verschiebungen anderere Clips an einer Stelle erfolgen, die man dann nicht (sofort) sieht.
"Zusätzlichen" Ton (= also Kommentare, Geräusche, Musik, etc.) kann man problemlos dort einfügen und bearbeiten, wo es am günstigsten passt.
Hier kommt dann eher wieder die Frage der Übersichtlichkeit ins Spiel.
Der O-Ton eines Video-Clips liegt aber halt immer auf der "untersten" Sequenz.
Wenn also der Ton dieses einen speziellen Clips einer Bearbeitung unterzogen werden soll (Lautstäkre / Filter / oder Audio-Überblendung zwischen zwei Clips) , so sollte man dies immer gleich in den einzelnen (Unter-)Sequenzen vornehmen.
Denn alle (Audio-)Filter, Überblendungen, etc., die in einer höheren Sequenz auf den Sequenz-Clip einer eingebetteten Sequenz angewendet werden, wirken sich auf den vollständigen Inhalt dieses Sequenzclips aus. Bearbeitungen von Teilbereichen sind an der Stelle nur recht umständlich zu handhaben.
Und an der Stelle nochmal mein Rat - verzichtet auf VA-Spuren!!
Trennt Bild und Ton sauber auf V-Spuren und A-Spuren. Grade bei größeren Projekten (längeren Sequenzen) ist dies letztlich wesentlich besser zu handhaben.
Da die Audio-Bearbeitung in Edius auch insges. nicht grade sehr komfortabel ist, sollte man zusätzlich über einen guten Audio-Editor verfügen.
Der in Edius 11 kostenlos enthaltene Acon Acoustica ist da schon recht gut, die Erweiterung würde sich aber durchaus lohnen. Ich selbst nutze aber seit vielen Jahren andere Lösungen vom Hersteller Steinberg.
Nun war es schon das oder andere Mal so, daß ich gerne z. B. die Musik von Sequenz 1 in Sequenz 2 hineinlaufen lassen möchte,
Was hindert Dich denn daran?
Der/die Sequenz-Clip(s) auf der höheren Sequenz verhalten sich dort doch so, wie jeder andere "normale" Einzel-Clip auch.
Also sind auf diesen doch auch Überblendungen, oder L-/ J- Schnitte möglich sofern die (Unter-)Sequenz genügend "Blendenfleich" enthält.
Bedeutet:
- auf der Untersequenz vorn und hinten etwas mehr Material stehen lassen = als Blendenfleisch für die Überblendungen;
- auf der höheren Sequenz dann diese dort zunächst nicht nötigen Bereiche mit N, bzw. M "wegschneiden";
- hier macht es sich gut, wenn man in der Untersequenz entsprechende Sequenzmarken setzt, die dann in der höheren Sequenz als Clipmarken angezeigt werden können und für die Schnittpositionen genutzt werden können;
- danach auf den/die Sequenz-Clip(s) in der höheren Sequenz die (Audio-)Überblendung anwenden, oder einen L-/J- Schnitt ausführen.
Auf den üblichen Stereo-Spuren funktioniert das einwandfrei, solange es ausreicht den kompletten Stereo-Mix auf diese Weise zu bearbeiten.
Doch sollte dies eigentlich i.d.R. völlig ausreichen.
Was wohl eher seltener der Fall sein dürfte, wäre aus irgendwelchen Gründen nur bestimmte Audio-Inhalte (A-Spuren) der Untersequenz überblenden zu wollen. Also z.B. nur die Musik, nicht aber den O-Ton, so geht das auch, bedeutet aber etwas mehr Arbeit.
- Hier muss dann zunächst in den Projekteinstellungen "Platz" geschaffen werden, indem dort entsprechend mehr Audiokanäle ausgewählt, also z.B. 4 Ch, oder entsprechend mehr.
- Die Bearbeitung In der Untersequenz erfolgt dann zuächst wie immer mit mit allen Audio-Spuren auf die Stereo-Kanäle Ch1/Ch2 gemappt, denn sonst hört man nichts, sofern man nicht über weitere Lautsprecher verfügt.
- Ist die Bearbeitung der Untersequenz abgeschlossen, stellt man im Kanalmapping der Untersequenz dann die Ausgabe z.B. der Musik-Spur um auf die separten Ausgabekanäle Ch 3 /Ch 4.
- In der höheren Sequenz gibt es dann für den Sequenz-Clip zwei A-Spuren, einmal für den O-Ton, Kommentare, und eben einen weitern für Musik, der jetzt einzeln bearbeitet werden kann.
- Hier setzt man im Kanal-Mapping der höheren Sequenz dann die Ausgabe der 2. Audio-Spur auch wieder auf den Ch 1/2, also die normale Sterolautsprecher.
Hört sich komplizierter an, als es ist. Man muss nur etwas üben.
Aber i.d.R. ist das halt auch nicht notwendig, da meist die Variante alle Audioinhalte zu überblenden normalerweise ausreicht.
Gruß
Peter
, von denen man dann Ch 1/Ch 2
2ch für O-Ton,
Will man also (
Wenn man
en Sequenz-Clip dann auf