Beiträge von Captain

    Moin, eine ganz spontane Idee:


    Wenn Du aus Versehen Projekteigenschaften eingestellt (oder weiterverwendet) hast, die eigentlich nicht BluRay-kompatibel sind (z.B. 25 fps statt 23,976 oder 24 fps), könnte das evtl. dazu führen, dass Edius Dich eben auch keine BluRay brennen lässt. Daher wäre meine erste Maßnahme: prüfe mal, ob Deine Projekteigenschaften tatsächlich BluRay-kompatibel sind.


    Achso - der Klassiker noch: Du hast auch einen BluRay-Rohling im Brenner liegen und nicht etwa aus Versehen eine DVD?

    Hast du es bereits selbst ausprobiert und die ergebnisse verglichen?

    Niemand zwingt dich das zu nutzen, es steht jedem frei die kostenlose BATS erweiterung oder andere tools zu nutzen oder das format so zu lassen.


    Ich fange mal hiermit an, weil Dein Tonfall klingt, als wärst Du von meiner Frage irritiert. Es war aber tatsächlich keine Klugscheißer-Frage, um Dich zu nerven, sondern eine neutrale Diskussions-/Wissensfrage, weil mich interessiert hat, warum Du es so gelöst hast. Ich bin noch auf Edius 8.5 und habe daher mit dem BAT-Server nichts zu tun. Ich lese aber mit, um gedanklich nicht ganz in 2018 stehen zu bleiben. Und soweit ich das mitbekommen habe, ist diese ganze BATS-Nummer eine Art von MMM forcierte/unterstützte Nebenentwicklung, damit Edius halbwegs mit all den (z.T. KI-gestützten) Optimierungen mithalten kann, die BlackMagic und Adobe ihren Schnittprogrammen spendieren, die aber von GrassValley nicht nativ für Edius entwickelt werden (korrigiert mich gern, wenn ich das falsch verstanden habe). Ich finde Deinen/Euren Weg super, und Ihr habt meinen ausdrücklichen Respekt dafür, bis zur Hüfte in irgendwelchen Codes und Prompts zu stehen und Scripts zu jonglieren, auf Anfragen zu reagieren, kleine Fehler zackig zu korrigieren und dabei nicht den Überblick zu verlieren!


    weil ich die rechteckigen pixel in quadratische umrechne. das macht bei 16:9 DV sinn wenn man bedenkt dass quasi jeder monitor heute in quadratischen pixeln rechnet.


    Absolut! Mehr dazu weiter unten.


    Entweder man bleibt wirklich im originalen format (SD 16:9 720x576px) und überläßt es dem Fernseher hochzumatschen oder kontrolliert selbst machen in EDIUS mit dem BATS. Eingebaut hab ich es damit der user SD videos in HD timeline weiternutzen kann.


    Okay, das verstehe ich. Meine Frage/Überlegung war:


    1. Das kritischste an DV und Mini-DV ist ja die Interlace-Problematik. Während analoges Broadcast-Material i.d.R. upper field first ist, geht bei DV und Mini-DV ja lower field first. Hier entstehen oft die Fehler, die wirklich nerven, weil die Bewegungen einfach kacke aussehen, wenn man z.B. beim capturen nicht aufpasst. Wenn der BAT-Server erkennt, was er wirklich vor sich hat und das entsprechend korrekt in progressiv umrechnet, wäre für mich (= persönliche Meinung) der gröbste Stein aus dem Weg geräumt.


    2. Die zweite größere Fehlerquelle ist die Sache mit dem anamorphen 16:9 (wie Du schon erwähnt hast). Hier finde ich den Ansatz auch gut, wenn das Skript "erkennt", dass es keine quadratischen Pixel vor sich hat und diese "korrigiert". Denn bei dem Thema versagt oft das korrekte Flagging - auf unterschiedlichen Wegen. Auch im Jahr 2026 erkennen Fernseher (oder vorgeschaltete Geräte) nicht zuverlässig, dass eine Serie aus den 80ern 4:3 ist - und ziehen das Bild breit (woran auch immer es hier hängt). Dies bei DV für den Nutzer zu korrigieren und quasi wie alles moderne Material auf quadratische Pixel umzustellen, halte ich auch für sinnvoll.


    3. Meiner persönlichen Meinung nach würde ich aber die prinzipielle Auflösung beibehalten:
    # aus einem 16:9-DV (720x576) würden dann 1.024x576,
    # ein HDV1 (1.280x720) bliebe 1.280x720 (das ist ja nativ schon 16:9)
    # und aus HDV2 (1.440x1.080) würden dann 1.920x1.080 Pixel.


    Jetzt hätte ich mein DV-Material bereinigt um die beiden Stolperfallen 1 und 2, aber in Originalgröße, und DANN könnte ich entscheiden, ob und wie und auf welche Weise ich das hochskalieren möchte. Wenn es vom BAT-Server bereits mit hochskaliert wird, hätte ich persönlich die Befürchtung, dass da bereits mehr Matsch entsteht als nötig, bevor ich z.B. mit einem AI-Tool Verbesserungen vornehmen kann. Oder anders ausgedrückt: Ich hätte Angst, dass ich eine ggf. mit leichten Verlusten behaftete Kopie bearbeite anstelle des "Originals".


    Insbesondere, wenn in einem Projekt evtl. noch anderes Material ist, das skaliert werden muss (alte HI8-Aufnahmen, VHS/S-VHS/VHS-C-Material, Beta-Bänder, DVC-Pro), muss man ja ohnehin separat an die Skalierungs-Problematik herangehen. Wie Du sicherlich merkst, bin ich Digital-Bürger mit Analog-Hintergrund und stecke daher gedanklich manchmal in so Schubladen fest. Und daher hat mich interessiert, warum Du das Upscaling quasi schon fest mit einbaust.


    PS: Huch, ist das lang geworden... ;)

    die quelle ist 16:9 DV, da kommt die auflösung 2048x1152 heraus.

    Warum eigentlich? Warum nicht bei den originalen 1.440x1.080 Pixeln bleiben? Kann mir nicht vorstellen, dass es für die Qualität förderlich ist, wenn das so seltsam aufgepustet wird. Also, das anamorphe 1.440 auf 1.920 erteilen, mag ja noch gehen. Aber alles weitere vermatscht doch nur die Qualität. Oder übersehe ich da was?

    Kleiner Tipp: erstell Dir temporär eine neue Videospur gaaaaanz unten. Dort legst Du unter dle gesamte Filmlänge eine quietschgelbe oder grüne oder rosa Farbmatte hin. Eben irgendwas sehr auffäliges. Auf die Weise werden die Lücken farbig und fallen beim Durchgucken schneller auf als wenn sie schwarz bleiben. Vor dem Exportieren die Farbmatte natürlich wieder löschen...

    Für meine letzten Projekte habe ich immer wieder Zeitlupen gebraucht. Twixtor hatte ich für Premiere, ist geradeso bezahlbar.

    Aber wozu schon wieder kaufen?

    Naja, das sind aber auch Spezial-Szenarien. Natürlich kann Edius seit Ewigkeiten ganz normale Zeitlupen - und seit fast zehn Jahren auch mit "Optischem Fluss", der in E10 oder 11 nochmal verbessert wurde. Wenn Du natürlich aus 25p-Material eine zehn-Prozent-Zeitlupe machen möchtest, dann sieht das natürlich kacke aus - aber mit jedem Schnittprogramm.

    Sieht so aus, als hättest Du die Grafik als Windows-Hintergrundbild festgelegt.


    Mach Dir einfach wieder ein anderes Hintergrundbild. Entweder in den Windows-Einstellungen oder auf dem Desktop mit Rechtsklick oder so...

    Hier sollte man unbedingt darauf achten, dann im Speicherfenster das neuere ***.etl2 -Format manuell auszuwähen.

    Weil wir das gerade so service-mäßig alles aufbereiten, wiederum von mir DAZU noch ein Hinweis: Die ETL2-Speicherung KANN zickig sein. Zumindest auf meinem Rechner habe ich manchmal das Problem, dass ich einen Titel erstelle, Schriftgröße und Positionierung klar mache, und im Moment des Speicherns als etl2 verschiebt sich dann einiges (Schrift wird plötzlich kleiner und/oder verrutscht in der Position). Dann muss man den Titel wieder öffnen, muss alles nochmal geraderücken, und wenn man nun speichert, bleibt auch alles schick.


    Das macht den Quicktitler etwas nervig, aber schlussendlich gilt hier wie auch in anderen Softwares: wenn man die Macken kennt, weiß man auch, wie man sie umgehen kann... ;)

    Das meinte ich damit nicht. Der Hinweis ist schon ok. Das ist mir auch schon passiert. Es ging mir nur durch den Kopf, dass man darauf hinweisen muss, dass es die "Möglichkeit" gibt veränderte Dateien einfach unter einem neuen Namen zu speichern. Das macht jeder Computer-Nutzer täglich bei Word und Excel. Ich fand es amüsant, dass man manchmal vor lauter Wald die Bäume nicht sieht und das Offensichtliche nicht auf andere Anwendungs-Bereiche selbst überträgt. Manchmal kommt man nicht auf das Einfachste und sucht nach einer "Spezialfunktion".

    Achso. Ja, da hast Du recht. Ist ein klassisches Wald-&-Bäume-Problem. :)

    Interessant, dass man das erklären muss. [...] Aber manchmal liegt das Offensichtliche wohl zu nah.

    Mir ging es eher darum, darauf hinzuweisen, dass man ggf. echt aufpassen muss, welchen Button man da drückt. Eine Unachtsamkeit, und man überschreibt einen vorherigen Titel und merkt es u.U. gar nicht. Mir ist das schon mehrfach passiert, daher mein Hinweis auf erhöhte Konzentration beim Speichern.

    Genau. Und dieser Teil:

    und speicherst unter neuem Namen ab.

    ist von elementarer Bedeutung. Denn wenn Du nur "speichern" drückst, überschreibst Du ja den vorigen Titel. Und das ist dann blöd, wenn Du den an einer oder mehreren Stellen im Projekt noch im Einsatz hast und vor dem Exportieren nicht noch mal alles durchschaust... Hier wartet also der Fehlerteufel. Deswegen beim Speichern (also beim "speichern unter...") immer konzentrieren!

    Ich wandle die importierten Clips in der BIN sofort als HQX(fine) um (CTRL+A auf importierte Clips > krMT auf einen Clip > Umwandeln > Batch...).

    Also, DIESES spezielle Fass wollte ich jetzt gar nicht aufmachen, weil ich nicht denke, dass Herbie jetzt seinen kompletten Arbeitsprozess umstellen wird. Mir ging es nur um das finale Ergebnis, Das ist dann EINE Datei, die mal deutlich größer ist (hat aber eben auch mehr Videoqualität), und daraus kann man dann wieder das gewohnte Abspielformat wandeln. Und wenn man sie nicht mehr will, löscht man sie einfach.

    Auf jeden Fall muß irgendwas passieren.


    Im Moment exportiere ich über die CPU und das ist seeeeeeeeehr langsam.

    Exportiere doch eine AVI in den Codec, mit dem Edius intern sowieso arbeitet - also GV-HQ bzw. GV-HQX. Das geht schnekl, und heraus kommt eine riesige Datei, die Du dann in einer freien Software wie Handbrake oder ShutterEncoder in ein h.264/265 umrechnen kannst. Diese Programme arbeiten mit einer Nvidia rasend schnell. Die riesige AVI kannnst Du danach wieder löschen (oder als Qualitätsmaster archivieren).

    Probier mal, die 29,97-Clips im BIN via "Eigenschaften" auf 30p zu stellen (erst danach auf die Timeline ziehen!). Das bewirkt, dass der Clip abgespielt wird mit 30 Bildern in einer Sekunde. Dadurch wird er zwar minimal kürzer, aber der Unterschied sollte in diesem Fall kaum bemerkbar sein.

    Du siehst aber bereits auf einem halbwegs großen UHD-Fernseher, ob es Unterschiede gibt.


    Und mach eine Testvorführung mit drei, vier Leuten, die Dein Problem nicht kennen. Wenn eine solche Stelle kommt, schaue ihnen unauffällig ins Gesicht. An ihren Reaktionen kannst Du schonmal einiges abschätzen.

    also da es mir wirklich um die große Leinwand geht, ist Qualität das oberste Kriterium, weniger der Preis (der ja auch bei Topaz nicht so hoch ist).


    Die Frage also: ist Topaz oder Aiarty qualitativ besser?

    Diese Frage kann Dir so niemand beantworten - denn das hängt stark von der Art des Bildes ab. Ein Wimmelbild mit vielen Details wird evtl. anders aussehen als ein sehr flächiges Bild mit wenig Details, dafür mehr Farbverläufen. Vergiss bitte nicht, dass diese Programme gern auch verschiedene Parameter bieten, die man dann aufwändig testen muss. Und erst nach ewig langen Rechenzeiten sieht man dann, ob das Ergebnis nutzbar ist.


    Zudem darf ich anhand Deiner Fragen im Forum vermuten, dass Du nicht gerade sehr fortgeschritten in diesem Bereich bist, und wir Dir aus der Ferne nicht alle Fragen umfänglich und mit Garantie beantworten können.


    Wenn Qualität wirklich das oberste Kriterium ist (und die Wirkung auf der großen Leinwand), dann lass die fraglichen Bilder nochmal neu zeichnen!


    /edit: da war ich wohl zu langsam...

    okay, wenn wir von 5 Bildern sprechen, die vergrößert werden müssen, was wäre ein ungefähres Honorar?

    Das hängt natürlich davon ab, was der Auftragnehmer insgesamt für den Job bekommen hat.

    Also wenn der Zeichner die 5 Szenen nochmal vergrössert ausgibt kostet das genau 0 €.
    Das ist in wenigen Minuten gemacht.

    Naja. Siehe oben. Wenn der Ursprungsjob vernünftig gut bezahlt wurde, und das Ganze nach unserer Vorstellung hier technisch recht einfach machbar ist, kann man in der Tat Glück haben, dass der Auftragnehmer das einfach nochmal gratis dazugibt. Insbesondere, wenn ggf. weitere Aufträge in Aussicht stehen (z.B. weil Du in naher Zukunft nochmal ein ähnliches Projekt hast).

    Ist Dir der Auftragnehmer beim Ursprungsjob ohnehin finanziell schon sehr entgegen gekommen (hat also sehr günstig für Dich gearbeitet), fände ich es unhöflich, hier auf eine Gratiszugabe zu hoffen. Mindestens was für die Kaffeekasse kann man da schon rüberwachsen lassen. ;)

    Na, wenn Du es nicht weißt... ;)


    Aber ja, offenbar wurde da digital gearbeitet. Also extrem vermutlich vektor-basiert. Demnach solltest Du da mal Kontakt aufnehmen und sagen: "Hör mal, die Einstellungen 13, 25 und 128 benötige ich näher... Nichts verändert, nichts neu zeichnen, nichts neu bewegen. Nur die Kamera näher dran - wie groß ist Dein Aufwand?" Und dann wird Dir der Zeichner was sagen.


    Noch einfacher kannst Du es ihm machen, wenn Du die fraglichen Stellen im Layouter einfach nur mal so vergrößerst, wie es Dir passt, und machst Screenshots davon. Dann weiß der Zeichner genau, wie nah Du die Kamera brauchst, und er kann es relativ technisch wegarbeiten - ohne, dass Ihr noch tausendmal "Passt das so?" spielen müsst.


    Und wie gesagt: abhängig davon, über wie viele Stellen wir hier reden, scheint mir das die absolut praktikabelste Lösung zu sein.

    PS: Als Auftragnehmer kann ich Dir sagen, dass es normalerweise ziemlich nett ist, wenn man zu einem vergangenen Projekt nochmal einen kleinen Nachfolgeauftrag bekommt - vor allem, wenn die Dinge tatsächlich so einfach liegen, wie ich es hier vermute. Da nimmt man als Künstler nochmal ein bisschen Kleingeld für vergleichsweise wenig Arbeit mit. Besser, als wenn große Software-Konzerne das Geld bekommen (aber nicht in Dtl. versteuern) für ein Ergebnis, mit dem Du nicht 100%ig zufrieden bist.

    Topaz ist - offenbar zum Ärger vieler Langzeitnutzer - zu einem Abo-Modell übergegangen. Wenn man dieses Abo aber monatlich kündigen kann (weiß ich nicht), dann könntest Du das Programm nutzen, solange Du es brauchst (theoretisch könnte ein Monat ja schon reichen), und dann kündigst Du es eben wieder.


    Ich schätze, niemand hier hat ein Kino zu Hause. Aber wenn Du einen UHD-Monitor hast, und Dein Ausgangsmaterial 4k/UHD ist, dann solltest Du auch auf Deinem Monitor beurteilen können, wie weit es geht. Ganz theoretisch sieht man mit guten Augen schon nach wenigen Prozenten einen Qualitätsverlust (so ab 105% bis 110%).


    Aber mal ein anderer Gedanke:
    Wurde Deine Animation denn analog gezeichnet oder digital erstellt? Falls digital, dann sind die Arbeitsdateien doch sicher noch vorhanden? Dann könnte doch der Ersteller dieselben Sequenzen nochmal in näherer Einstellung rausrechnen? Der Aufwand hält sich u.U. sogar sehr in Grenzen (man muss ja "nur" die virtuelle Kamera näher ranrücken und exportieren - die Zeichnung an sich und die Bewegungen sind ja schon gemacht), sodass Du nur nochmal ein kleines Zusatz-Sümmchen investieren musst. Aber Du bekommst Original-Qualität (statt herumgedoktorte Verbesserungen), musst kein Geld für extra Software ausgeben, und sparst Dir sehr viel Nerven und Lebenszeit beim Versuch, mit der Software zu akzeptablen Ergebnissen zu kommen.